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31.03.2009 16:09

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Wall Street: Auf Erholungskurs, Alcoa gewinnen kräftig

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New York (aktiencheck.de AG) - Nach den kräftigen Vortagesverlusten kann die Wall Street am Dienstagmorgen wieder zulegen. Der Dow Jones rückt kurz nach der Eröffnung um 0,58 Prozent vor und notiert bei 7.565,83 Indexpunkten. Der Nasdaq Composite liegt mit 1,24 Prozent im Plus bei 1.520,49 Zählern. Für den S&P 500 geht es um 0,53 Prozent nach oben auf 791,72 Punkte.

Der Chicagoer Einkaufsmanagerindex ist im März überraschend gefallen, während sich das US-Verbrauchervertrauen in die Wirtschaftsentwicklung im März 2009 verbessert hat. Indes sind die Aussichten für die Weltwirtschaft düster. So erwartet die Weltbank für 2009 noch ein BIP-Anstieg bei den Industriestaaten von nunmehr 2,1 Prozent, nachdem man zuvor einen BIP-Anstieg von 4,4 Prozent prognostiziert hatte. Weltweit geht man für 2009 von einem BIP-Rückgang von 1,7 Prozent aus, womit man erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg ein negatives Wirtschaftswachstum zu verzeichnen hätte. Allein in den OECD-Staaten sehen die Wirtschaftsexperten einen BIP-Rückgang von 3 Prozent. Die OECD selbst prognostiziert für die OECD-Staaten im laufenden Jahr sogar einen BIP-Rückgang von 4,3 Prozent.

Der Halbleiterhersteller KLA-Tencor hat am Vorabend ein tiefgreifendes Restrukturierungsprogramm angekündigt, in dessen Rahmen konzernweit insgesamt rund 10 Prozent der Stellen gestrichen werden sollen. Bereits im November vergangenen Jahres hatte der Konzern den Abbau von 15 Prozent der Konzernbelegschaft angekündigt. Der Wert reagiert mit einem Plus von rund 1 Prozent auf die Ankündigung. Die Aktie des Automobilkonzerns Ford, der Kunden bei einem Neuwagenkauf gegen Zahlungsschwierigkeiten absichern will, gewinnt annähernd 2 Prozent.

Für Anteilsscheine von Lennar geht es um knapp 12 Prozent nach unten. Wie der Baukonzern gestern Abend mitgeteilt hat, musste man im ersten Quartal einen deutlich höheren Verlust ausweisen, was mit hohen Sonderbelastungen zusammenhängt. Der Umsatz brach dabei um 44 Prozent ein.

Die Aktie des Aluminiumkonzerns Alcoa gewinnt indes rund 5 Prozent, nachdem die Analysten der Deutschen Bank den Titel von "sell" auf "hold" gestuft und das Kursziel von 7,30 Dollar auf 8,00 Dollar angehoben haben.

Unternehmensmeldungen:

Der US-Halbleiterhersteller KLA-Tencor Corp. hat am Montagabend ein tiefgreifendes Restrukturierungsprogramm angekündigt. Demnach sollen konzernweit insgesamt rund 10 Prozent der Stellen gestrichen werden. Dieses Maßnahmenprogramm soll dabei zuvor angekündigte Maßnahmenpakete ergänzen und die um Einmaleffekte bereinigten operativen Ausgaben zum Ende dieses Kalenderjahres auf 140 bis 145 Mio. Dollar pro Quartal reduzieren. Auch in den kommenden Quartalen werde man den eingeleiteten Sparkurs weiter fortsetzen. Dabei seien neben weiteren Entlassungen auch die Zusammenlegung von Fabriken sowie Kurzarbeit aber auch Kürzungen beim Aktienoptionsprogramm geplant. Im November vergangenen Jahres hatte KLA-Tencor bereits den Abbau von 15 Prozent der Konzernbelegschaft angekündigt.

Die Lennar Corp. (ISIN US5260571048/ WKN 851022), einer der größten US-Baukonzerne für Eigenheime, meldete am Montag nach US-Börsenschluss, dass sie ihren Verlust im ersten Quartal um 77 Prozent ausgeweitet hat, was mit hohen Sonderbelastungen zusammenhängt. Der Umsatz fiel um 44 Prozent.

Der angeschlagene Automobilzulieferer Delphi Corp. (ISIN US2471261055/ WKN 918726) gab heute bekannt, dass er im Zuge seiner Restrukturierung ein Abkommen geschlossen hat, das den Verkauf des verbleibenden weltweiten Aufhängungs- und Bremsengeschäfts an die BeijingWest Industries Co. Ltd. vorsieht. Der Verkauf soll im vierten Quartal 2009 abgeschlossen werden. Finanzielle Details wurden nicht genannt. Die betroffenen Geschäftsaktivitäten beschäftigen heute rund 3.000 Mitarbeiter.

Der amerikanische Automobilkonzern Ford Motor Co. (ISIN US3453708600/ WKN 502391) teilte heute mit, dass er Kunden bei einem Neuwagenkauf gegen Zahlungsschwierigkeiten absichern will, die sich aus einem Verlust des Arbeitsplatzes ergeben könnten. Den Angaben zufolge wird der Konzern daher bei Käufern eines neuen Ford-, Lincoln- oder Mercury-Fahrzeugs die Ratenzahlungen für bis zu zwölf Monate übernehmen, sollte der Kunde seinen Arbeitsplatz verlieren. Mit dem so genannten Ford Advantage Plan soll das Vertrauen der Verbraucher gestärkt werden, hieß es. (31.03.2009/ac/n/m)

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