New York (aktiencheck.de AG) - Nach dem gestrigen Kursrutsch in Zusammenhang mit dem durch US-Finanzminister Timothy Geithner vorgelegten Bankenrettungsplan befinden sich die US-amerikanischen Börsen am Mittwochmorgen klar auf Erholungskurs. Der
Dow Jones verbucht aktuell einen Aufschlag von 0,69 Prozent und notiert bei 7.943,20 Indexpunkten. Der
Nasdaq Composite legt 0,56 Prozent zu und steht bei 1.533,20 Zählern. Gleichzeitig rückt der S&P 500 um 0,68 Prozent vor auf 832,75 Punkte.
Laut Angaben des Handelsministeriums hat sich das Defizit beim Handel mit Waren und Dienstleistungen im Dezember verringert. So sank das Handelsbilanzdefizit um 4 Prozent auf 39,9 Mrd. Dollar, während Volkswirte einen Rückgang auf 36 Mrd. Dollar prognostiziert hatten.
Der Chip-Ausrüster Applied Materials hat am Vorabend die Zahlen für das erste Fiskalquartal auf den Tisch gelegt. In Zusammenhang mit Restrukturierungskosten ist der Konzern dabei in die Verlustzone gerutscht. Auf bereinigter Basis wurde beim EPS-Ergebnis wie erwartet ein ausgeglichenes Ergebnis eingefahren. Die Aktie verliert leicht. Für den kanadischen BlackBerry-Hersteller Research In Motion geht es dagegen um rund 12 Prozent in die Tiefe, nachdem der Konzern seine Anteilseigner mit einem schwachen Ausblick verschreckt hat. Daneben knicken Titel von NVIDIA um rund 6 Prozent ein. Wie der Grafikchip-Hersteller am Vorabend mitteilte, hat er im Schlussquartal bei einem Umsatzeinbruch um 60 Prozent einen deutlichen Verlust hinnehmen müssen. Die Prognosen der Analysten wurden dabei verfehlt. Papiere des IT-Dienstleisters Computer Sciences, der für das abgelaufene Quartal einen operativen Ergebnisanstieg vermelden konnte und die Erwartungen geschlagen hat, rücken um gut 2 Prozent vor.
Eine positive Nachricht konnte auch General Electric verkünden. Der Mischkonzern hat aus Saudi-Arabien einen Großauftrag zur Lieferung von mehr als 30 Gasturbinen erhalten. Das Auftragsvolumen wurde auf knapp 1 Mrd. Dollar beziffert. Der Titel gewinnt daraufhin fast 3 Prozent. Dagegen informierte der Sportartikelhersteller Nike im Zuge von Kostensenkungsmaßnahmen über ein groß angelegtes Stellenstreichungsprogramm. Der Wert gibt kurz nach Handelsstart leicht ab.
Unternehmensmeldungen:
Der amerikanische Mischkonzern General Electric Co. (GE) hat aus Saudi-Arabien einen Großauftrag gemeldet. Wie der Konzern heute erklärte, wird die Konzernsparte GE Energy mehr als 30 Gasturbinen an die Saudi Electricity Co. für das Riyadh Power Plant 10 liefern. Das Auftragsvolumen wurde auf knapp 1 Mrd. Dollar beziffert.
Der kanadische BlackBerry-Hersteller Research In Motion Ltd. (RIM) (ISIN CA7609751028/ WKN 909607) geht für das vierte Quartal von einem höher als zunächst erwarteten Kundenzuwachs aus. Beim Gewinn je Aktie stellt der Technologiekonzern jedoch ein Ergebnis am unteren Ende der eigenen Prognose in Aussicht. Beim Umsatz erwartet der Handheld-Hersteller für das vierte Quartal einen Wert im mittleren Bereich der ursprünglichen Prognose, während die Bruttomarge sowie das Ergebnis je Aktie jeweils am unteren Ende der konzerneigenen Schätzungen liegen sollen.
Die amerikanische Applied Materials Inc. (ISIN US0382221051/ WKN 865177) hat am Dienstag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das erste Fiskalquartal veröffentlicht. Wie der größte Chip-Ausrüster in den USA mitteilte, erzielte man im Berichtszeitraum aufgrund von Restrukturierungskosten einen Nettoverlust, nach einem Nettogewinn im Vorjahreszeitraum. Um Sondereffekte bereinigt erzielte der Konzern beim EPS-Ergebnis wie erwartet eine "schwarze Null". Die Umsatzerlöse gingen unerwartet deutlich zurück.
Der amerikanische Grafikchip-Hersteller NVIDIA Corp. (ISIN US67066G1040/ WKN 918422) hat am Dienstag nach US-Börsenschluss die Ergebnisse für das vierte Quartal veröffentlicht. Wie das Unternehmen mitteilte, erlitt man im Berichtszeitraum einen deutlichen Nettoverlust. Auf bereinigter Basis wurde ebenfalls ein Verlust ausgewiesen und die Erwartungen verfehlt. Der Umsatz verringerte sich um 60 Prozent.
Der amerikanische IT-Dienstleister Computer Sciences Corp. (CSC) (ISIN US2053631048/ WKN 855862) meldete am Dienstag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das dritte Fiskalquartal. Wie das Unternehmen mitteilte, war der Nettogewinn rückläufig. Dagegen stieg der operative Gewinn um 8 Prozent. Der Umsatz sank um 5 Prozent. Das Unternehmen stellt für das laufende Geschäftsjahr ein Ergebnis von 6,30 Dollar je Aktie in Aussicht, was einem bereinigten EPS von 3,87 Dollar entspräche. Die Erlöse sollen mit rund 16,8 Mrd. Dollar ebenfalls am unteren Rand der bisher anvisierten Spanne liegen. Analysten prognostizieren derzeit im Schnitt ein EPS von 4,05 Dollar bei Umsätze von 17,19 Mrd. Dollar.
Der auf den Bermudas ansässige Anlagen- und Maschinenbaukonzern Ingersoll-Rand Co. Ltd. (ISIN BMG4776G1015/ WKN 989747) legte heute die Geschäftszahlen für das vierte Quartal vor. Demnach konnte der Umsatz deutlich verbessert werden. Beim Nettoergebnis wurde aufgrund hoher Einmalbelastungen in Zusammenhang mit Wertberichtigungen ein Verlust von rund 3,3 Mrd. Dollar ausgewiesen. Ohne die Berücksichtigung von Einmaleffekten wurde ein unerwartet hoher Gewinn ausgewiesen.
Der US-Sportartikelhersteller Nike Inc. (ISIN US6541061031/ WKN 866993) plant offenbar im Zuge von Kostensenkungsmaßnahmen ein groß angelegtes Stellenstreichungsprogramm. Wie aus einer am Dienstagabend veröffentlichten Pressemitteilung des Konzerns hervorgeht, wolle man im Zuge der geplanten Restrukturierungen konzernweit bis zu 4 Prozent der Gesamtbelegschaft abbauen, um Effizienzsteigerungen sowie eine bessere Fokussierung auf die Kerngeschäftsbereiche zu ermöglichen. Aktuell beschäftigt Nike weltweit knapp 35.000 Mitarbeiter.
Der US-Baukonzern Toll Brothers Inc. (ISIN US8894781033/ WKN 871450) musste im ersten Quartal einen deutlichen Umsatzrückgang hinnehmen. Die Zahl der fertiggestellten Häuser verringerte sich gegenüber dem Vorjahresquartal von 1.208 auf 665. Der Auftragsbestand war zum Ende des ersten Quartals ebenfalls deutlich rückläufig. (11.02.2009/ac/n/m)