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08.04.2009 15:56

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Wall Street: Börsen eröffnen im Plus, Alcoa enttäuscht mit Quartalsergebnissen

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New York (aktiencheck.de AG) - Nach den Verlusten am Vortag haben die US-Börsen heute im grünen Terrain eröffnet. Dabei schürt eine Übernahme im Baugewerbe den Optimismus der Investoren. Der Dow Jones konnte nach Handelsbeginn um 0,42 Prozent auf 7.822,45 Zähler zulegen, während der Nasdaq Composite mit einem Gewinn von 1,34 Prozent bei 1.583,02 Indexpunkten steht. Der S&P 500 gewinnt ebenfalls 0,75 Prozent auf 821,01 Punkte.

Die Zahl der Hypothekenanträge ist den Angaben der Mortgage Bankers Association of America (MBA) zufolge in der Woche zum 3. April 2009 erneut gestiegen. So erhöhte sich der entsprechende Index um 4,7 Prozent von 1.194,4 Zählern in der Vorwoche auf nun 1.250,6 Punkte. In der Vorwoche war ein Plus von 3,0 Prozent gemeldet worden. Im Einzelnen stieg der Subindex zur Refinanzierung bestehender Kredite um 3,2 Prozent auf 6.813,5 Zähler, während der Teilindex der Neuanträge zum Kauf von Häusern um 11,1 Prozent auf 297,7 Zähler zulegte. Den weiteren Angaben der MBA zufolge ist der durchschnittliche Zinssatz für 30-jährige Hypotheken im Vergleich zur Vorwoche um 0,12 Prozentpunkte auf 4,73 Prozent gestiegen. Um 10 Uhr New Yorker Ortszeit steht die Veröffentlichung der US-amerikanischen Zahlen zum Umsatz und zur Lagerhaltung im Großhandel ("Wholesale Sales & Inventories") für Februar 2009 an. Volkswirte rechnen mit einem Rückgang der US-amerikanischen Lagerhaltung im Bereich von 0,6 %.

Heute steht die geplante Übernahme von Centex durch Pulte Homes im Fokus der Börsianer. Der US-Baukonzern Pulte Homes will den heimischen Konkurrenten für 1,3 Mrd. Dollar in Aktien akquirieren. Die Aktie von Centex schießt daraufhin um rund 24 Prozent nach oben, während die Pulte Homes-Aktie 6,31 Prozent verliert.

Alcoa hat am Dienstag nach US-Börsenschluss die Berichtssaison der im Dow Jones gelisteten Unternehmen mit den Zahlen für das erste Quartal 2009 eröffnet. Das Unternehmen musste erneut einen Verlust ausweisen und verfehlte die Analystenerwartungen mit einem Nettoverlust von 497 Mio. Dollar. Dennoch gewinnt die Unternehmensaktie nach Beginn des Handels 4,49 Prozent.

Die Aktie von Bed Bath & Beyond liegt derzeit mit rund 17 Prozent im Plus. Der US-amerikanische Badausstatter hat ebenfalls Quartalszahlen vorgelegt und dabei die Erwartungen der Analysten deutlich übertroffen. Im vierten Fiskalquartal sank der Nettogewinn um 18 Prozent auf 141,4 Mio. Dollar, nachdem sich der Nettogewinn im Vorjahreszeitraum auf 172,9 Mio. Dollar belaufen hatte. Der Umsatz ging derweil leicht um 0,5 Prozent auf 1,923 Mrd. Dollar zurück. Die US-Bekleidungskette Jos. A. Bank Clothiers hat die Analystenprognosen im vergangenen Jahr ebenfalls übertroffen. Die Aktie des Unternehmens gewinnt derzeit 12,47 Prozent. Jos. A. Bank Clothiers konnte den Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr dank des soliden Umsatzanstiegs um 16 Prozent steigern.

Währenddessen enttäuschte der amerikanische Düngemittelhersteller Mosaic mit den Ergebnissen des dritten Geschäftsquartals 2008/2009. Die Aktie verlor bereits vorbörslich an Wert und liegt derzeit mit einem Minus von 3,03 Prozent hinten. Der Nettogewinn von Mosaic belief sich im Berichtszeitraum nach 520,8 Mio. Dollar im Vorjahr auf 58,8 Mio. Dollar, während der Umsatz um 36 Prozent auf 1,38 Mrd. Dollar zurückging.

Die Aktie von Juniper Networks gehört zu den Gewinnern und liegt mit 12,23 Prozent im Plus. Der US-amerikanische Netzwerkausrüster hat die Umsatzvorgaben für das erste Quartal von bislang 800 Mio. bis 830 Mio. Dollar auf nun 760 Mio. bis 765 Mio. Dollar nach unten revidiert, will die Ergebnisplanung jedoch aufgrund unerwartet geringer Kosten erfüllen. Das Unternehmen rechnet mit einem bereinigten Ergebnis von 16 bis 17 Cents pro Aktie (bislang: 15 Cents bis 17 Cents). Die Aktie von Regis liegt mit einem Plus von 3,39 Prozent ebenfalls vorn. Der weltweit größte Betreiber von Friseursalons meldete am Mittwoch für das dritte Quartal einen Umsatzrückgang um 2,5 Prozent auf 604 Mio. Dollar. Dabei sind die flächenbereinigten Umsätze um 4,5 Prozent zurückgegangen.

Unternehmensmeldungen

Alcoa Inc. , der weltweit größte Aluminiumhersteller, hat am Dienstag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das erste Quartal 2009 vorgelegt. Damit gab der Konzern zugleich als erstes im Dow Jones gelistetes Unternehmen den Startschuss für die neue Berichtssaison. Alcoa musste dabei erneut einen Verlust ausweisen und verfehlte die Analystenerwartungen. Demnach belief sich der Nettoverlust auf 497 Mio. Dollar nach einem Gewinn von 303 Mio. Dollar im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um nicht fortgeführte Geschäfte belief sich der Verlust auf 480 Mio. Dollar. Alcoa meldete für das Berichtsquartal einen Umsatzrückgang von bereinigten 6,5 Mrd. Dollar im Vorjahr auf 4,1 Mrd. Dollar, was einem Rückgang um 36 Prozent entspricht.

Der US-Baukonzern Pulte Homes Inc. (ISIN US7458671010 / WKN 854435) will den heimischen Konkurrenten Centex Corp. (ISIN US1523121044 / WKN 859712) für 1,3 Mrd. Dollar in Aktien übernehmen. Im Rahmen der Transaktion erhalten Centex-Aktionäre für jeden ihrer Anteilsscheine 0,975 Pulte-Aktien, wodurch jede Centex-Aktie auf Basis der Schlusskurse von gestern mit 10,50 Dollar bewertet wird. Zudem werden Verbindlichkeiten in Höhe von 1,8 Mrd. Dollar übernommen. Aus der Übernahme erwartet Pulte jährliche Synergien in Höhe von rund 350 Mio. Dollar.

Deere & Co. (ISIN US2441991054 / WKN 850866) hat am Mittwoch erklärt, Ende diesen Monats 160 Mitarbeiter bei John Deere Des Moines Works auf unbestimmte Zeit entlassen zu wollen. Dies wird mit der schwachen Nachfrage nach an diesem Standort produzierten Maschinen begründet.

Die amerikanische Einzelhandelskette Family Dollar Stores Inc. (ISIN US3070001090 / WKN 859612) hat für das zweite Geschäftsquartal einen deutlichen Ergebnisanstieg gemeldet. Dabei konnte das Unternehmen von den Effekten der Wirtschaftskrise profitieren, da die Familien nun vermehrt bei günstigen Anbietern einkaufen. Wie der Konzern am Mittwoch erklärte, stieg der Gesamtumsatz nach 1,83 Mrd. Dollar im Vorjahresquartal auf eine Höhe von 1,99 Mrd. Dollar, was einem Zuwachs von 8,7 Prozent entspricht. Der Nettogewinn wurde um 32,9 Prozent auf 84,1 Mio. Dollar ausgeweitet.

Der amerikanische Wein- und Spirituosenkonzern Constellation Brands hat den Verlust im vierten Quartal aufgrund geringerer Sonderbelastungen mehr als halbieren können. Demnach belief sich der Nettoverlust auf 406,8 Mio. Dollar, nach einem Verlust von 834,8 Mio. Dollar im Vorjahr. Der Umsatz ging um 16,8 Prozent auf 735,1 Mio. Dollar zurück.

Die Ratingagentur Fitch hat ihre Einschätzung für den Technologiekonzern Seagate Technology Inc. (ISIN KYG7945J1040 / WKN 164367) von BB+ auf BB zurückgenommen. Das Downgrade wurde mit der nachlassenden Nachfrage nach Festplatten, insbesondere in Desktop-Computern, begründet. Nach Einschätzung von Fitch wird sich die Nachfrage im gesamten Jahr 2009 nicht beleben. Gleichzeitig wurden die Ratings für die Tochterunternehmen Seagate HDD Holding und Maxtor Corp. jeweils von BB+ auf BB reduziert. Der Ausblick für Seagate sei negativ.

Die amerikanische Fluggesellschaft Southwest Airlines Co. (ISIN US8447411088 / WKN 862837) will ab Juni 2009 den New Yorker Flughafen LaGuardia anfliegen. Damit wäre die nach der Passagierzahl größte Fluggesellschaft der USA künftig erstmals auf einem der größten Flughäfen der USA vertreten. Gleichzeitig kommt der Billigflieger dem Bedürfnis der Verbraucher nach billigen Flügen während der Rezession entgegen. Southwest Airlines wird nach Unternehmensangaben 8 Nonstop-Flüge täglich anbieten ? 5 zwischen LaGuardia und dem Flughafen Chicago Midway sowie 3 zwischen New York und dem Baltimore/Washington International Thurgood Marshall Airport.

Bed Bath & Beyond Inc. (ISIN US0758961009 / WKN 884304) hat die Ergebnisse für das vierte Fiskalquartal bekanntgegeben und dabei die Gewinnerwartungen der Analysten deutlich übertroffen. Der Nettogewinn sank um 18 Prozent auf 141,4 Mio. Dollar, nachdem sich der Nettogewinn im Vorjahreszeitraum auf 172,9 Mio. Dollar belaufen hatte. Der Umsatz ging leicht um 0,5 Prozent auf 1,923 Mrd. Dollar zurück, während die Umsätze auf vergleichbarer Basis um 4,3 Prozent sanken.

Der amerikanische Düngemittelhersteller Mosaic Co. (ISIN US61945A1079 / WKN A0DK91) hat am Dienstag mit den Ergebnissen des dritten Geschäftsquartals 2008/2009 enttäuscht. Der Nettogewinn belief sich nach 520,8 Mio. Dollar im Vorjahr auf 58,8 Mio. Dollar, während der Umsatz um 36 Prozent auf 1,38 Mrd. Dollar zurückging.

Juniper Networks Inc. (ISIN US48203R1041 / WKN 923889) hat die Umsatzprognose für das erste Quartal nach unten korrigiert, will die Ergebnisplanung jedoch aufgrund unerwartet geringer Kosten erfüllen. Demnach rechnet der Konzern nun mit einem Umsatz von 760 bis 765 Mio. Dollar (bislang: 800 Mio. bis 830 Mio. Dollar). Ferner wird von einem bereinigten Ergebnis pro Aktie von 16 bis 17 Cents ausgegangen (bislang: 15 Cents bis 17 Cents).

Die amerikanische Coca-Cola Co. (ISIN US1912161007 / WKN 850663), der größte Softdrink-Hersteller der Welt, übernimmt eine Beteiligung am britischen Smoothie-Hersteller Innocent Drinks. Innocent Drinks verkauft einen Minderheitsanteil in Höhe von 10 bis 20 Prozent für 30 Mio. Britische Pfund (GBP) an den US-Konzern. Innocent Drinks ist bereits in 13 europäischen Ländern aktiv und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 100 Mio. GBP.

Brian Moynihan ist Presseangaben zufolge ein potenzieller Nachfolger von Kenneth Lewis als CEO der Bank of America Corp. (ISIN US0605051046 / WKN 858388). Er leitet derzeit die Investment Banking- und Wealth Management-Sparten der Bankgesellschaft. Lewis hatte einem Bericht des "Wall Street Journal" vom Mittwoch zufolge angedeutet, dass er nach dem Ende der aktuellen Finanzkrise ausscheiden könnte. Zudem plane er definitiv, das Institut in den nächsten drei Jahren zu verlassen.

Laut Presseberichten befindet sich die Flugzeug-Leasing-Sparte des angeschlagenen Versicherungskonzerns American International Group Inc. (AIG) (ISIN US0268741073 / WKN 859520) derzeit in Gesprächen über eine 5 Mrd. Dollar Kreditlinie von der New York Federal Reserve. Nach Angaben der "Financial Times" vom späten Dienstag (Onlineausgabe) soll der Verkauf der International Lease Finance Corp. (ILFC) mit der Kreditlinie erleichtert werden. Eine Entscheidung darüber, ob eine Kreditfazilität gewährt bzw. wie hoch diese ausfallen werde, sei bisher jedoch nicht gefallen. Die Verhandlungen befänden sich noch in vollem Gange.

Die amerikanische Regis Corp. (ISIN US7589321071 / WKN 896286), der weltweit größte Betreiber von Friseursalons, meldete am Mittwoch für das dritten Quartal einen Umsatzrückgang. Den Angaben zufolge sank der Umsatz im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr um 2,5 Prozent auf 604 Mio. Dollar. Dabei sind die flächenbereinigten Umsätze um 4,5 Prozent zurückgegangen. Den Rückgang führt das Unternehmen u.a. auf die Dekonsolidierung von europäischen Franchise-Salonaktivitäten und den diesjährigen Oster-Termin zurück.

Die US-Bekleidungskette Jos. A. Bank Clothiers Inc. (ISIN US4808381010 / WKN 917056) hat den Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr dank des soliden Umsatzanstiegs um 16 Prozent gesteigert und die Erwartungen damit deutlich übertroffen. Demnach lag der Nettogewinn bei 58,4 Mio. Dollar, nach 50,2 Mio. Dollar im Vorjahr. Der Umsatz erreichte im Berichtszeitraum eine Höhe von 695,9 Mio. Dollar, was einem Wachstum von 15,2 Prozent entspricht. (08.04.2009/ac/n/m)

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