New York (aktiencheck.de AG) - Nach den Kursgewinnen der vergangenen beiden Tage sind die US-Börsen nahezu unverändert in den Handelstag gestartet. Der
Dow Jones ist mit einem Plus von 0,16 Prozent auf 7.991,15 Punkte in den Handel gegangen. Während der
Nasdaq Composite 0,21 Prozent auf 1.606,05 Punkte zulegt, gewinnt der S&P 500 0,10 Prozent auf 835,23 Zähler.
Vor Handelsbeginn wurden die neuesten Zahlen vom US-Arbeitsmarkt vorgelegt, wonach die Arbeitslosenquote im März auf 8,5 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit Ende des Jahres 1983 gestiegen ist. Am Markt herrscht dennoch Erleichterung, da sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt damit zumindest nicht schlechter entwickelt hat als erwartet. Die Zahl der Beschäftigten (ohne Landwirtschaft) ist im März um 663.000 im Vergleich zum Vormonat zurückgegangen. Derweil sind die durchschnittlichen Stundenlöhne im März um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat angestiegen. Um 10 Uhr New Yorker Ortszeit steht die Veröffentlichung des ISM-Gesamtindex für das nicht-verarbeitende Gewerbe an, von dem weitere Impulse für den Aktienmarkt zu erwarten sind. Nach einem Stand von 41,6 Prozent im Februar rechnet der Markt mit einer Verbesserung im März auf 42 Prozent bis 43 Prozent.
Die Aktie von Research In Motion konnte bereits vorbörslich zulegen und geht mit einem deutlichen Kursgewinn von gut 21 Prozent in den Handel. Zuvor hatte das kanadische Unternehmen gemeldet, Umsatz und Gewinn im zweiten Fiskalquartal 2008/09 unerwartet stark gesteigert zu haben.
Weniger gute Zahlen meldete Micron Technology bereits am Vortag. Das Unternehmen konnte den Verlust im vierten Fiskalquartal 2008/09 zwar leicht senken, musste jedoch einen Umsatzrückgang von 777 Mio. Dollar im Vorjahr auf 751 Mio. Dollar hinnehmen. Der Wert reagiert mit einem Kursrückgang von 1,94 Prozent auf die Meldung.
Auch die Aktie von AMR liegt mit einem Abschlag von 0,85 Prozent hinten. Laut einem Bericht der "Financial Times" vom Freitag plant das Mutterunternehmen von American Airlines eine Erhöhung der Barmittel und steht diesbezüglich mit der Citigroup in Kontakt. Demnach will American Airlines seinem Kreditkartenpartner eine Tranche seiner Flugmeilen im Voraus verkaufen, um damit Barmittel zu erlösen.
Die Aktie von United States Steel reagiert mit einem Minus von 1,23 Prozent auf eine Pressemeldung des "Wall Street Journal" vom Freitag, wonach der US-Stahlproduzent den geplanten Ausbau des Werks in Pittsburgh verschieben wolle. Das Unternehmen habe bislang Investitionen im Umfang von 1 Mrd. Dollar geplant. Die schwache Konjunktur hindere das Unternehmen jedoch an der Durchführung des Projekts.
Der "Financial Times" zufolge denken die Citigroup, Goldman Sachs, Morgan Stanley und JPMorgan Chase über den Aufkauf von so genannten toxischen Wertpapieren nach. Die Aktie der Citigroup gewinnt derzeit 0,36 Prozent, während das Papier von Goldman Sachs um 0,02 Prozent nachgibt und die Anteilscheine von Morgan Stanley und JPMorgan Chase mit 1,43 Prozent respektive 0,14 Prozent im Minus liegen.
Unternehmensmeldungen
Research In Motion Ltd. gab am Donnerstag nach US-Börsenschluss bekannt, den Umsatz und Gewinn im vierten Fiskalquartal 2008/09 gesteigert und damit die Erwartungen übertroffen zu haben. Das Unternehmen konnte den Nettogewinn von 412,5 Mio. Dollar im Vorjahreszeitraum auf nun 518,3 Mio. Dollar ausweiten. Auch der Umsatz sei von 1,88 Mrd. Dollar auf 3,46 Mrd. Dollar gesteigert worden.
Der amerikanische Speicherchip-Hersteller Micron Technology Inc. (ISIN US5951121038/ WKN 869020) hat am Donnerstag nach US-Börsenschluss die Ergebnisse für das zweite Fiskalquartal 2008/09 vorgelegt. Dabei konnte der Konzern seinen Verlust leicht reduzieren, wenngleich der Umsatz branchenbedingt zurückgegangen ist. Nach einem Verlust von 777 Mio. Dollar im Vorjahreszeitraum verzeichnete Micron Technology nun einen Nettoverlust von 751 Mio. Dollar.
United States Steel Corp. (ISIN US9129091081/ WKN 529498) erwägt einem Pressebericht zufolge die Verschiebung des geplanten Ausbaus seines Werks in Pittsburgh. Nach Informationen des "Wall Street Journal" vom Freitag hatte der führende US-Stahlproduzent zunächst Investitionen in Höhe von 1 Mrd. Dollar in die Kokerei nahe Pittsburgh geplant. Vor dem Hintergrund der anhaltend schwachen Stahlkonjunktur sei der Konzern jedoch gezwungen, das Großprojekt auf unbestimmte Zeit zu verschieben.
Die AMR Corp. (ISIN US0017651060/ WKN 850211) steht Presseangaben zufolge bezüglich einer Erhöhung der Barmittel in Kontakt mit der Citigroup Inc. (ISIN US1729671016/ WKN 871904). AMR ist die Muttergesellschaft der Fluggesellschaft American Airlines. Der "Financial Times" vom Freitag zufolge will American Airlines seinem Kreditkartenpartner eine Tranche seiner Flugmeilen (Frequent-Flyer Miles) im Voraus verkaufen, um damit Barmittel zu erlösen.
Mehrere amerikanische Großbanken erwägen einem Zeitungsbericht zufolge, so genannte "giftige Wertpapiere" (Toxic Assets) von Konkurrenten zu erwerben. Der "Financial Times" zufolge denken die Citigroup Inc. (ISIN US1729671016/ WKN 871904), die Goldman Sachs Group Inc. (ISIN US38141G1040/ WKN 920332), Morgan Stanley (ISIN US6174464486/ WKN 885836) und die JPMorgan Chase & Co. (ISIN US46625H1005/ WKN 850628) über entsprechende Schritte nach. Die Regierung in Washington unterstützt Privatinvestoren, die Risikopapiere von Banken kaufen wollen.
(03.04.2009/ac/n/a)