New York (aktiencheck.de AG) - Die Wall Street kann am Mittwochmorgen an die kräftigen Vortagesgewinne anknüpfen. Der
Dow Jones verfestigt sich aktuell um 0,97 Prozent auf 6.993,40 Indexpunkte. Gleichzeitig rückt der
Nasdaq Composite um 1,62 Prozent vor auf 1.380,25 Zähler. Für den S&P 500 geht es um 1,56 Prozent nach oben auf 730,84 Punkte.
Hoffnungen auf ein baldiges Ende der anhaltend schlechten Nachrichtenfront führen erneut zu deutlichen Gewinnen im Finanzsektor. Die Aktie der Citigroup, die gestern nach positiven Aussagen zum Geschäftsverlauf um gut 38 Prozent in die Höhe geschossen ist, zieht kurz nach Handelsstart um über 14 Prozent an. Daneben verfestigen sich Bank of America um rund 11 Prozent und Morgan Stanley um über 8 Prozent. Papiere des angeschlagene Hypothekenfinanzierers Freddie Mac, der John Koskinen zum Interims-CEO bestellt hat, geben leicht ab.
Die Aktie des Technologiekonzerns National Semiconductor verliert dagegen knapp 4 Prozent. Das Unternehmen hat im abgelaufenen Quartal in Zusammenhang mit deutlich rückläufigen Erlösen einen drastischen Gewinneinbruch hinnehmen müssen. Analysten hatten im Vorfeld aber sogar einen Verlust befürchtet. Zudem will der Konzern mehr als 1.700 Stellen streichen. Papiere des Videospiele-Entwicklers Take-Two, der seinen Verlust im abgelaufenen Quartal ausgeweitet hat, aber die Erwartungen dennoch schlagen konnte, sacken um rund 8 Prozent ab. Titel von Sirius XM Radio legen knapp 7 Prozent zu. Der Anbieter von Satellitenradio-Services konnte seinen Verlust auf Pro-Forma-Basis im vierten Quartal verringern.
Besser läuft es für Titel von Staples (+0,3 Prozent). Dabei hat der größte Einzelhändler für Büroartikel in den USA im letzten Vierteljahr weniger verdient und auf bereinigter Basis die Erwartungen klar verfehlt. Der Forstprodukte- und Papierhersteller Weyerhaeuser meldete am Vorabend, dass er angesichts einer rückläufigen Nachfrage mehrere Standorte schließen wird. Insgesamt werden die Maßnahmen zum Wegfall von rund 480 Arbeitsplätzen an neun Standorten führen. Die Aktie gewinnt rund 2 Prozent.
Unternehmensmeldungen:
Die Staples Inc. , der größte Einzelhändler für Büroartikel in den USA, meldete heute, dass ihr Gewinn im vierten Quartal um 14 Prozent gesunken ist, was auf eine Reihe von Sonderbelastungen im Zusammenhang mit der Übernahme der niederländischen Corporate Express zurückzuführen ist. Der bereinigte Gewinn verfehlt die Schätzungen klar. Der Umsatz erhöhte sich im Berichtszeitraum um 16 Prozent.
Die National Semiconductor Corp. (ISIN US6376401039/ WKN 857469) meldete heute, dass ihr Gewinn im dritten Quartal drastisch eingebrochen ist, was auf deutlich gesunkene Umsätze zurückzuführen ist. Analysten hatten im Vorfeld sogar einen Verlust erwartet. Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen will der Konzern seine Gesamtausgaben senken und mehr F&E-Investitionen auf neue und wachstumsstarke Felder lenken. In diesem Zusammenhang werden weltweit rund 850 Stellen abgebaut. Zudem wird der Konzern seine Montage- und Testfabrik in Suzhou (China) und sein Werk zur Wafer-Fertigung in Arlington (Texas) schließen, was zusätzliche 875 Arbeitsplätze kosten wird.
Die amerikanische Take-Two Interactive Software Inc. (ISIN US8740541094/ WKN 914508) gab am Dienstag nach US-Börsenschluss die Zahlen zum ersten Fiskalquartal bekannt. Dabei hat der Videospiele-Entwickler seinen Verlust ausgeweitet, konnte aber dennoch die Erwartungen schlagen.
Die amerikanische Sirius XM Radio Inc. (ISIN US82967N1081/ WKN A0Q7V0), ein Anbieter von Satellitenradio-Services, gab am späten Dienstag bekannt, dass sich ihr Verlust im vierten Quartal vergrößert hat. Auf Pro-Forma-Basis konnte der Verlust jedoch verringert werden, was auf Kostensenkungen und steigende Kundenzahlen zurückzuführen ist.
Der amerikanische Forstprodukte- und Papierhersteller Weyerhaeuser Co. (ISIN US9621661043/ WKN 854357) meldete am späten Dienstag, dass er angesichts einer rückläufigen Nachfrage mehrere Standorte schließen wird, darunter vier Holzfabriken und fünf Service Center. Insgesamt werden die Maßnahmen zum Wegfall von rund 480 Arbeitsplätzen an neun Standorten führen, hieß es.
Der angeschlagene Hypothekenfinanzierer Federal Home Loan Mortgage Corp. (Freddie Mac) (ISIN US3134003017/ WKN 876872) meldete heute, dass er John Koskinen zum Interims-CEO bestellt hat. Den Angaben zufolge tritt Koskinen, der seit September 2008 als Non-Executive Chairman fungiert, die Nachfolge von David Moffett an. (11.03.2009/ac/n/m)