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Motors Liquidation Aktie [WKN: A0X900 / ISIN: US62010A1051]

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05.03.2009 16:04

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Wall Street: Deutliche Verluste, GM warnt vor möglicher Insolvenz


New York (aktiencheck.de AG) - Nach der starken Vortagesentwicklung sind die US-amerikanischen Börsen mit deutlich roten Vorzeichen in den Tag gestartet. Sorgen vor einer möglichen Pleite des Autobauers GM drücken den Dow Jones kurz nach Handelsstart um 1,56 Prozent auf 6.768,87 Indexpunkte. Der Nasdaq Composite verliert gleichzeitig 1,11 Prozent auf 1.338,67 Zähler. Der S&P 500 gibt daneben 1,73 Prozent ab auf 700,56 Punkte.

Besser als erwartete Zahlen vom Arbeitsmarkt helfen dem Markt nicht. Laut Angaben des Arbeitsministeriums sank die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der Vorwoche um 31.000 auf 639.000, während Volkswirte im Vorfeld lediglich eine Abnahme auf 650.000 prognostiziert hatten. Die Zahlen zur Produktivität haben schwer enttäuscht. Während für das Schlussquartal vorläufig ein Plus von 3,2 Prozent ausgewiesen worden war, wurde der Wert nun auf -0,4 Prozent revidiert. Volkswirte hatten im Vorfeld einen Anstieg erwartet.

Die Aktie des angeschlagenen Autobauers GM bricht dabei um rund 13 Prozent ein. Der Konzern ließ heute verlautbaren, dass er sein Geschäft möglicherweise nicht fortführen kann, sollte er nicht in der Lage sein, seine Verluste zu stemmen und genügend Barmittel aufzutreiben. Vor diesem Hintergrund könne nicht ausgeschlossen werden, dass man sich dazu gezwungen sehen könnte, einen Antrag auf Gläubigerschutz zu stellen. Papiere des Mitbewerbers Ford sacken vor diesem Hintergrund um über 5 Prozent ab. Anteilsscheine des Rüstungskonzerns General Dynamics, der angesichts rückläufiger Jet-Umsätze 1.200 Stellenstreichungen angekündigt und seinen Ausblick gesenkt hat, fallen um über 5 Prozent zurück.

Der Netzwerkausrüster Ciena musste im ersten Quartal in Zusammenhang mit stark rückläufigen Umsätzen einen Verlust hinnehmen. Auf bereinigter Basis wurden die Schätzungen dabei verfehlt. Zudem wurde der Abbau von 200 Stellen angekündigt. Der Wert gewinnt dennoch knapp 5 Prozent. Bei Adobe Systems ist daneben ein Plus von gut 9 Prozent auszumachen. Wie der Software-Hersteller am Vorabend mitteilte, wird sein Umsatz im ersten Quartal die Erwartungen der Analysten voraussichtlich verfehlen. Allerdings soll das Ergebnis die Marktschätzung dank Kostensenkungen übertreffen. Im Anschluss haben UBS und Jefferies & Co ihre Einschätzung für die Adobe-Aktie angehoben.

Titel des Einzelhandelsgiganten Wal-Markt stemmen sich ebenfalls mit Erfolg gegen den Abwärtssog. Aktuell ist hier ein Plus von über 5 Prozent auszumachen. Der Konzern hat seine vergleichbaren US-Umsätze im Februar um über 5 Prozent gesteigert und die Erwartungen damit klar in den Schatten gestellt. Außerdem wurde eine Dividendenerhöhung um 15 Prozent angekündigt.

Target legen 1 Prozent zu. Der zweitgrößte Discount-Händler in den USA meldete zuvor, dass seine vergleichbaren Umsätze im Februar um rund 4 Prozent geschrumpft sind. Analysten hatten allerdings mit Schlimmeren gerechnet.

Unternehmensmeldungen:

Der angeschlagene US-Automobilkonzern General Motors Corp. (GM) (ISIN US3704421052/ WKN 850000) warnte davor, dass er sein Geschäft möglicherweise nicht fortführen kann, falls er nicht in der Lage sein sollte, seine Verluste zu stemmen und genügend Barmittel aufzutreiben. Wie GM heute im Rahmen der Einreichung seines Jahresberichts bei der SEC erklärte, gebe es keine Garantie dafür, dass sich der weltweite Automobilmarkt erholt bzw. dass er sich nicht mit einem weiteren signifikanten Abschwung konfrontiert sieht. Vor diesem Hintergrund könne nicht ausgeschlossen werden, dass GM sich dazu gezwungen sehen könnte, einen Antrag auf Gläubigerschutz zu stellen, hieß es.

Der amerikanische Netzwerkausrüster Ciena Corp. (CIENA) meldete heute, dass er im ersten Quartal einen Verlust erwirtschaftet hat, was u.a. auf stark rückläufige Umsätze zurückzuführen ist. Zudem wurde der Abbau von 200 Stellen bzw. 9 Prozent der Belegschaft angekündigt. Das bereinigte Ergebnis war ebenfalls negativ und verfehlte die Erwartungen. Der Umsatz sank im Berichtszeitraum um 26 Prozent.

Der amerikanische Software-Hersteller Adobe Systems Inc. (ISIN US00724F1012/ WKN 871981) gab am späten Mittwoch bekannt, dass sein Umsatz im ersten Quartal die Erwartungen der Analysten voraussichtlich verfehlen wird, was mit einem rückläufigen Geschäft zusammenhängt. Das Ergebnis soll jedoch die Marktschätzung dank Kostensenkungen übertreffen.

Der US-Rüstungskonzern General Dynamics Corp. (ISIN US3695501086/ WKN 851143) gab heute bekannt, dass er angesichts rückläufiger Jet-Umsätze die Produktion herunterfahren muss, was 1.200 Stellenstreichungen und einen schwächeren Ausblick zur Folge hat. So wurde die EPS-Prognose für 2009 von 6,70 bis 6,75 Dollar auf 6,00 bis 6,10 Dollar nach unten korrigiert. Analysten sehen hier einen Gewinn von 6,75 Dollar pro Aktie.

Die amerikanische Foot Locker Inc. (ISIN US3448491049/ WKN 877539), ein Einzelhändler für Sportschuhe und -bekleidung, gab am Mittwoch nach US-Börsenschluss bekannt, dass sie im vierten Quartal aufgrund von negativen Einmaleffekten einen Verlust erwirtschaftet hat. Auf bereinigter Basis wurde ein Gewinn erzielt die durchschnittliche Schätzung des Marktes geschlagen.

Die amerikanische Wal-Mart Stores Inc. (ISIN US9311421039/ WKN 860853), der größte Einzelhändler der Welt, gab heute bekannt, dass ihre vergleichbaren US-Umsätze im Februar um 5,1 Prozent gestiegen sind, womit die Analystenerwartungen übertroffen wurden. Der Gesamtumsatz erhöhte sich in der Berichtsperiode zum 27. Februar 2009 um 2,8 Prozent. Der Konzern verwies im Zusammenhang mit der jüngsten Umsatzentwicklung auf gesunkene Benzinpreise, die es den Haushalten ermöglicht hätten, höhere Ausgaben zu tätigen.

Die Target Corp. (ISIN US87612E1064/ WKN 856243), der zweitgrößte Discount-Händler in den USA, meldete heute, dass ihre vergleichbaren Umsätze im Februar um 4,1 Prozent geschrumpft sind. Analysten waren im Vorfeld sogar von einer Abnahme der so genannten Same-Store Sales um 4,8 Prozent ausgegangen. Der Gesamtumsatz in den vier Wochen zum 28. Februar 2009 zeigte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum unverändert. Für die März-Periode rechnet der Konzern mit Same-Store Sales, die gegenüber dem Vorjahr im hohen einstelligen Prozentbereich sinken. Im April sollen die vergleichbaren Umsätze nahezu unverändert bleiben. (05.03.2009/ac/n/m)

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