New York (aktiencheck.de AG) - Die Lage an der Wall Street ist weiter angespannt. Der
Dow Jones sackt kurz nach der Glocke um 2,52 Prozent ab und notiert bei 8.345,66 Indexpunkten. Das Tagestief lag kurz nach Handelsstart deutlich unter der 8.000er Marke. Gleichzeitig fällt der S&P 500 um 2,56 Prozent zurück auf 886,65 Zähler. Der
Nasdaq Composite liegt mit 0,77 Prozent im Minus bei 1.632,47 Punkten. Angesichts der schwelenden Finanzkrise standen die US-Indizes bereits am gestrigen Handelstag massiv unter Druck. In Tokio stürzte der Nikkei-Index heute um fast 10 Prozent in die Tiefe. An den europäischen Aktienmärkten ist das Bild kaum besser.
Laut Angaben des Handelsministeriums hat sich das Handelsbilanzdefizit im August verringert. So wurde ein Rückgang um 3,5 Prozent auf 59,1 Mrd. Dollar ausgewiesen, während Volkswirte einen Passivsaldo von 59,0 Mrd. Dollar prognostiziert hatten. Ferner hat das Arbeitsministerium für September einen Rückgang der Außenhandelspreise ermittelt.
Mit einem Aufschlag von knapp 1 Prozent zählen Papiere von General Electric zu den Favoriten des heutigen Tages. Der Mischkonzern hat im abgelaufenen Quartal deutlich weniger verdient, die Erwartungen jedoch erfüllen können. Ferner wurde die zuletzt revidierte Jahresplanung bestätigt. Anteilsscheine von Chevron brechen angesichts der weiter sinkenden Ölpreisnotierungen um 9 Prozent ein. Dabei hat der Ölkonzern mitgeteilt, dass sein Gewinn im dritten Quartal voraussichtlich über dem des Vorquartals liegen wird.
Im Finanzsektor gewinnen Papiere der Citigroup rund 4 Prozent. Der Finanzriese gab am Vorabend bekannt, dass er die Gespräche mit Wells Fargo bezüglich Wachovia beendet hat. Im Anschluss kündigte Wells Fargo an, die Fusionsgespräche mit Wachovia fortsetzen zu wollen. Die Aktie von Wachovia reagiert mit einem satten Kurssprung von rund 30 Prozent, während Wells Fargo um rund 5 Prozent anziehen.
Unternehmensmeldungen:
Der amerikanische Mischkonzern General Electric Co. (GE) meldete heute, dass sein Gewinn im dritten Quartal um 22 Prozent gesunken ist, was mit einem rückläufigen Ergebnis im Bereich Finanzdienstleistungen zusammenhängt. Die Erwartungen wurden jedoch erfüllt. Die zuletzt revidierte Jahresplanung wurde bestätigt. Der Umsatz nahm im Berichtszeitraum um 11 Prozent zu.
Der zweitgrößte US-Ölkonzern Chevron Corp. (ISIN US1667641005/ WKN 852552) gab am Donnerstag bekannt, dass er davon ausgeht, dass sein Gewinn im dritten Quartal über dem des Vorquartals liegen wird. Der Nettogewinn im zweiten Quartal belief sich auf 5,98 Mrd. Dollar bzw. 2,90 Dollar pro Aktie. Der Gesamtumsatz des Konzerns erhöhte sich von 56,09 Mrd. Dollar auf 82,99 Mrd. Dollar. Wie der Konzern mitteilte, wird er bei der erwarteten sequenziellen Ergebnissteigerung vor allem von deutlichen Verbesserungen im Downstream-Geschäft profitieren.
Die Citigroup Inc. (ISIN US1729671016/ WKN 871904) gab am Donnerstag nach US-Börsenschluss bekannt, dass sie die Gespräche mit der Wells Fargo & Co. (ISIN US9497461015/ WKN 857949) bezüglich der Wachovia Corp. (ISIN US9299031024/ WKN 868326) beendet hat. Wie die größte US-Bankgesellschaft mitteilte, konnte sie mit Wells Fargo in den letzten Tagen keine Einigung im Zusammenhang mit der geplanten Übernahme des angeschlagenen Konkurrenten erreichen. Wachovia zeigte sich erfreut über das Scheitern der Gespräche und bekräftigte die Absicht zum Zusammenschluss mit Wells Fargo. Auch Wells Fargo kündigte an, die Fusionsgespräche mit Wachovia fortsetzen zu wollen, um eine Transaktion im vierten Quartal abschließen zu können. (10.10.2008/ac/n/m)