New York (aktiencheck.de AG) - Nachdem die amerikanischen Börsen am Freitag mit Aufschlägen geschlossen hatten, weisen sie zu Handelsbeginn am Montag vor dem Hintergrund von Bedenken über eine sich vertiefende Weltwirtschaftskrise und angesichts von Ängsten in Bezug auf bevorstehende schwache Verbraucherausgaben deutlich rote Vorzeichen auf. Der
Dow Jones Industrial Average verliert - nach negativen Vorgaben aus Tokio - kurz nach Handelsstart 3,99 Prozent auf 8.476,60 Zähler. Der S&P 500 sinkt um 4,40 Prozent auf 856,78 Zähler. Der
Nasdaq Composite wiederum gibt um 4,22 Prozent auf 1.470,75 Punkte ab.
Auf der Unternehmensseite steht heute vor allem eine Übernahme von Johnson & Johnson im Fokus. Der Gesundheitskonzern übernimmt mit Mentor einen Hersteller von Brustimplantaten und zahlt dabei rund 1,1 Mrd. Dollar in bar. Die Aktie von Johnson & Johnson verliert aktuell gut 2 Prozent. Daneben hat der Krankenversicherer UnitedHealth seine Ergebnisprognosen für das laufende Fiskaljahr bestätigt, was der Aktie zurzeit ein Plus von 2,5 Prozent beschert. Indes hat der Chemiekonzern Dow Chemical mitgeteilt, dass sein Joint Venture K-Dow spätestens Anfang Januar seine Geschäftstätigkeit aufnehmen wird, während sich der angeschlagene Versicherer AIG von der Tochter AIG Private Bank getrennt hat. Ansonsten gibt es interessante Presseberichte zu Microsoft, GM/Ford und Delta Air Lines. Demnach soll der Software-Konzern kurz vor der Übernahme des Suchmaschinengeschäfts des Internet-Konzerns Yahoo stehen. Die Autohersteller GM/Ford sollen die schwedische Regierung kontaktiert und diese um Hilfe für ihre Töchter Saab und Volvo gebeten haben. Schließlich wolle die Fluggesellschaft Delta versuchen, signifikante Veränderungen bei Flugzeugorders zu erreichen, die sowohl Delta als auch die im Oktober übernommene Northwest Airlines individuell bei Boeing platziert haben.
Auf der Konjunkturseite gab es heute bisher keine relevanten Meldungen. Am Wochenende hat die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) in Kairo beschlossen, ihre Fördermenge vorerst unverändert zu lassen. Die Konferenz der Ölminister aus 13 Mitgliedsländern will zunächst die Auswirkungen der Förderkürzung vom 24. Oktober abschätzen. Um den Preisverfall zu stoppen, setzt man zunächst auf eine strikte Einhaltung der Förderquoten. Das nächste reguläre Treffen findet am 17. Dezember 2008 in Oran in Algerien statt, dann will das Kartell aber voraussichtlich eine Fördermengendrosselung beschließen. Der Ölpreis verliert derzeit fast 4 Dollar und notiert über der Marke von 50 Dollar pro Barrel. Für weitere Impulse könnten die in Kürze anstehenden Daten zu den Bauausgaben sowie der ISM Index sorgen.
Unternehmensmeldungen:
Der US-Softwarekonzern Microsoft Corp. steht möglicherweise kurz vor der Übernahme des Suchmaschinengeschäfts des Internet-Konzerns Yahoo! Inc. (ISIN US9843321061/ WKN 900103).
Der ins Trudeln geratene US-Versicherungskonzern American International Group Inc. (AIG) (ISIN US0268741073/ WKN 859520) hat sich im Zuge der weiteren Restrukturierung von der Tochtergesellschaft AIG Private Bank Ltd. (AIG Private Bank) getrennt.
Die angeschlagenen US-Automobilkonzerne General Motors Corp. (GM) (ISIN US3704421052/ WKN 850000) und Ford Motor Co. (ISIN US3453708600/ WKN 502391) haben Presseangaben zufolge die schwedische Regierung kontaktiert und diese um Hilfe für ihre Töchter Saab und Volvo gebeten.
Der US-Krankenversicherer UnitedHealth Group Inc. (ISIN US91324P1021/ WKN 869561) bekräftigt seine Ergebnisprognosen für das laufende Fiskaljahr.
Die US-Fluggesellschaft Delta Air Lines Inc. (ISIN US2473617023/ WKN A0MQV8), welche die Northwest Airlines Corp. im Oktober übernommen hat, will Presseangaben zufolge versuchen, signifikante Veränderungen bei Flugzeugorders zu erreichen, die beide Fluglinien individuell bei der Boeing Co. (ISIN US0970231058/ WKN 850471) platziert haben.
Der amerikanische Gesundheitskonzern Johnson & Johnson (ISIN US4781601046/ WKN 853260) gab am Montag bekannt, dass er die Mentor Corp. (ISIN US5871881034/ WKN 868273), einen Hersteller von Brustimplantaten, für 1,07 Mrd. Dollar in bar übernehmen wird.
Der größte US-Chemiekonzern Dow Chemical Co. (ISIN US2605431038/ WKN 850917) meldete am Montag, dass er mit der Petrochemical Industries Co. (PIC), einer vollständigen Tochter der Kuwait Petroleum Corp. (KPC), ein Joint Venture Formation Agreement sowie weitere wichtige definitive Abkommen hinsichtlich der Bildung des Joint Ventures K-Dow Petrochemicals unterzeichnet hat.
Die amerikanische Private-Equity-Gesellschaft Blackstone Group LP (ISIN US09253U1088/ WKN A0MSM5) gab am Montag bekannt, dass sie mit der CMS Group, einem Anbieter von Business- und Technologielösungen, ein Joint Venture in Indien gründen wird. (01.12.2008/ac/n/m)