20.11.2012 15:54
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Wall Street Eröffnung: Abschläge, HP und Best Buy brechen nach Zahlen ein, Krispy Kreme mit Kurssprung

New York (www.aktiencheck.de) - Die US-Leitindizes präsentieren sich im frühen Dienstaghandel nach gemischten Daten vom Immobilienmarkt und diversen Quartalszahlen leichter. Im Fokus stehen unternehmensseitig - neben Heinz und Best Buy - die negativ aufgenommenen Quartalszahlen des Schwergewichts Hewlett-Packard. Der Dow Jones verliert aktuell 0,42 Prozent auf 12.741,58 Zähler. Der NASDAQ Composite präsentiert sich mit einem Minus von 0,24 Prozent bei 2.909,09 Zählern, während der S&P 500 derzeit einen Abschlag von 0,30 Prozent auf 1.382,66 Punkte verzeichnet.

Wie das US-Handelsministerium mitteilte, wiesen die US-Wohnbaubeginne im Oktober 2012 einen saisonbereinigten Zuwachs aus. So belief sich die Zahl auf 0,894 Millionen Baubeginne. Damit wurde das Vormonatsniveau von revidiert 0,863 (vorläufig: 0,872) Millionen um 3,6 Prozent überboten. Der entsprechende Vorjahreswert von 0,630 Millionen wurde sogar um 41,9 Prozent übertroffen. Volkswirte waren von einer Zahl von 0,840 Millionen Baubeginnen ausgegangen. Daneben verbuchten die Baugenehmigungen in den USA im Oktober 2012 einen saisonbereinigten Rückgang. So wurden auf annualisierter Basis insgesamt 0,866 Millionen Baugenehmigungen für Privathäuser erteilt. Damit wurde das revidierte Vormonatsniveau von 0,890 (vorläufig: 0,894) Millionen um 2,7 Prozent verfehlt aber der entsprechende Vorjahresstand von 0,667 Millionen um 29,8 Prozent übertroffen. Volkswirte hatten eine Zahl von 0,870 Millionen Genehmigungen geschätzt.

Bereits gestern nach Börsenschluss konnte das Messtechnik-Unternehmen Agilent Technologies mit soliden Zahlen für das vierte Fiskalquartal 2011/12 die Erwartungen übertreffen. Der Ausblick konnte indes nicht überzeugen. Agilent verlieren aktuell 4 Prozent. Der Netzwerkausrüster Brocade Communications (ISIN US1116211087/ WKN 922590) veröffentlichte nachbörslich ebenfalls seine Zahlen zum vierten Fiskalquartal 2011/2012. Hierbei wurden nicht nur der Umsatz und Gewinn gesteigert, sondern auf bereinigter Basis auch die Erwartungen des Marktes übertroffen. Der Ausblick enttäuschte indes. Brocade verbilligen sich um 2,4 Prozent. Schließlich gab die Donut-Kette Krispy Kreme (Krispy Kreme Doughnuts) bekannt, dass Umsatz und Gewinn im dritten Quartal 2012 gestiegen sind. Auf bereinigter Basis konnten die Gewinnerwartungen klar geschlagen werden. Zudem überzeugte der erhöhte Ausblick. Krispy Kreme rücken zurzeit um 15 Prozent vor.

Im Fokus der Anleger steht heute Hewlett-Packard (Hewlett-Packard (HP)). Der IT-Konzern gab bekannt, dass er im vierten Quartal einen milliardenschweren Verlust ausweisen musste, was mit einer massiven Sonderbelastung zusammenhängt. Dabei belasteten vor allem Goodwill-Abschreibungen in Zusammenhang mit dem Autonomy-Geschäft. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Ebene jedoch geschlagen. Indes wurde ein schwacher Ausblick auf das laufende Quartal gegeben. Anteilsscheine von HP brechen vor diesem Hintergrund um 13 Prozent ein.

Derweil verkündete der Lebensmittelhersteller Heinz (HJ Heinz) die Geschäftszahlen für das zweite Quartal. Dabei konnten die Analystenerwartungen beim Ergebnis übertroffen werden. Profitieren konnte der Konzern vor allem von den deutlichen Zuwachsraten in den so genannten Emerging Markets. Auch die Margen konnten weiter verbessert werden. Im Anschluss wurde außerdem die Jahresprognose bestätigt. Indes gab der Konkurrent Hormel Foods bekannt, dass sein Gewinn im vierten Quartal angesichts eines leichten Umsatzwachstums gestiegen ist, was mit einer Ergebnisverbesserung in den meisten Geschäftsbereichen zusammenhängt, vor allem im Segment Grocery Products. Die Erwartungen wurden jedoch knapp verfehlt. Dabei belastete der Ergebnisrückgang im Bereich Refrigerated Foods. Darüber hinaus hat der Konzern beschlossen, seine Jahresdividende von bisher 60 Cents pro Aktie auf 68 Cents pro Aktie anzuheben. Während Heinz 1,2 Prozent einbüßen, geben Hormel 3,5 Prozent ab.

Papiere von Best Buy tendieren im frühen Handel fast 10 Prozent leichter. Der größte US-Elektronikhändler musste im dritten Geschäftsquartal aufgrund von Restrukturierungsaufwendungen und eines geringeren Umsatzes einen Verlust ausweisen. Auch auf bereinigter Basis lag das Ergebnis unter den Analystenerwartungen.

Medtronic (Medtronic) musste im zweiten Fiskalquartal einen deutlichen Gewinnrückgang ausweisen und hat die Analystenprognosen verfehlt. Der Ausblick für das Gesamtjahr wurde beibehalten. Aktien des Medizintechnikherstellers gewinnen momentan 1,6 Prozent hinzu.

Der Schuhhändler Brown Shoe (Brown Shoe Company) meldete, dass er im dritten Quartal einen geringeren Gewinn erzielt hat, was auf einen Einmalertrag im Vorjahr zurückzuführen ist. Auf bereinigter Basis wurden die Erwartungen klar übertroffen. Zudem wurde ein starker Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr gegeben. Brown Shoe verteuern sich um 4,8 Prozent.

Abseits der Quartalszahlen meldete sich JPMorgan (JPMorgan ChaseCo) mit einer wichtigen Personalie zu Wort. Die größte US-Bankgesellschaft meldete bereits am späten Montag, dass sie Marianne Lake, derzeit CFO der Sparte Consumer & Community Banking, zum neuen CFO des Konzerns bestellt hat. Den Angaben zufolge wird Lake, die zudem in das Operating Committee gewählt wurde, ihre neue Position Anfang des nächsten Jahres antreten. Sie folgt damit auf Doug Braunstein, der künftig als Vice Chairman fungieren wird. Braunstein, der das CFO-Amt im Juni 2010 übernahm, wird sich in seiner neuen Rolle auf die Betreuung von Top-Kunden der Bank konzentrieren, hieß es. JPMorgan geben marginal um 0,1 Prozent ab.

Zu guter Letzt gibt es Neuigkeiten bei General Electric (GE) . Der Mischkonzern meldete, dass er vom Automobilhersteller Ford (Ford Motor) 2.000 plug-in Hybrid-Fahrzeuge vom Typ Ford C-MAX Energi kaufen wird. Für Titel von GE geht es aktuell um 0,6 Prozent nach unten. (20.11.2012/ac/n/m)

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PC-Geschäft wieder stärker
Der Computerkonzern Hewlett-Packard hat mit Geschäftsrückgängen zu kämpfen. Der Umsatz sank in dem Ende Oktober abgeschlossenen vierten Geschäftsquartal im Jahresvergleich um 2,4 Prozent auf 28,4 Milliarden Dollar.
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