New York (aktiencheck.de AG) - Nach den horrenden Vortagesverlusten ist die Wall Street mit leichten Abschlägen in den Tag gestartet. Der Dow Jones gibt kurz nach der Eröffnungsglocke 0,19 Prozent ab auf 9.851,26 Punkte. Der S&P 500 büßt 0,11 Prozent ein auf 1.040,14 Zähler. Für den Nasdaq Composite geht es gleichzeitig um 0,08 Prozent nach unten auf 2.133,43 Punkte. Die breiten US-Indizes sind gestern um bis zu 3,9 Prozent eingebrochen. Hintergrund waren enttäuschende Konjunkturdaten und Sorgen um das Wirtschaftswachstum in China. Hinzu kamen Sorgen um die finanzielle Stabilität der Eurozone.
Die US-Beschäftigung hat sich nach Angaben des Arbeitsmarkt-Dienstleisters Automatic Data Processing (ADP) im Juni erhöht. Demnach zog die Beschäftigtenzahl im Privatsektor gegenüber dem Vormonat um 13.000 an. Diese Daten gelten als Indikator für den offiziellen Arbeitsmarktbericht der US-Regierung, der am Freitag zur Veröffentlichung ansteht. In Kürze folgt außerdem der Chicagoer Einkaufsmanagerindex.
Celgene hat die Übernahme des US-Konkurrenten Abraxis BioScience angekündigt. Im Zuge der Akquisition sollen die Anteilseigner von Abraxis je Anteilsschein 58,00 Dollar in bar zuzüglich 0,2617 Celgene-Aktien erhalten. Damit wird Abraxis BioScience mit 2,9 Mrd. Dollar bewertet. Durch die Übernahme will Celgene zu einem der führenden Anbieter im Bereich Onkologie aufsteigen. Celgene geben aktuell 5,8 Prozent ab. Abraxis können um rund 19 Prozent vorrücken.
Wie der Flugzeughersteller Boeing (The Boeing) erklärte, schluckt er den führenden Anbieter bei der Entwicklung von so genannten C4ISR-Systemen Argon (ARGON ST). Im Rahmen der Transaktion sollen die Aktionäre von Argon 34,50 Dollar je Aktie in bar erhalten. Dies entspricht einem Gesamtvolumen von 775 Mio. Dollar. Mit der Übernahme will Boeing seine Marktposition in den Bereichen Sensorik, Kommunikationstechnologie und Information Management weiter ausbauen. Boeing verlieren leicht. Argon stechen mit einem Plus von 40 Prozent ins Auge. Papiere des Autobauers Tesla Motors stehen erneut im Blick. Das Unternehmen hat erst am Dienstag den Sprung auf das Börsenparkett gewagt und dabei einen fulminanten Start hingelegt. Nach einem vergleichsweise bescheidenen Auftakt schloss der Wert am Ende mit gut 40 Prozent über dem Ausgabepreis. Aktuell gewinnt der Titel gut 3 Prozent.
Der Lebensmittelkonzern General Mills meldete am Vorabend die Ergebnisse für das vierte Quartal und hat dabei die Gewinnerwartungen der Analysten punktgenau getroffen. Die Erlöse gingen im Berichtszeitraum um 2,1 Prozent auf 3,57 Mrd. Dollar zurück. Der Nettogewinn des weltweit zweitgrößten Herstellers von Frühstückscerealien belief sich auf 211,9 Mio. Dollar bzw. 31 Cents je Aktie, gegenüber 358,8 Mio. Dollar bzw. 53 Cents je Aktie im Vorjahr. Vor Einmaleffekten belief sich der Gewinn auf 41 Cents je Aktie. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern nun mit einem EPS-Ergebnis (ohne Mark-to-Market-Effekte) zwischen 2,46 und 2,48 Dollar vor Einmaleffekten, während Analysten im Schnitt derzeit einen Gewinn von 2,50 Dollar prognostizieren. Der Wert reagiert mit einem Minus von 4,4 Prozent auf die Ergebnisse. Wie der Agrarkonzern Monsanto bekannt gab, ist sein Gewinn im dritten Quartal um 45 Prozent gesunken, was u.a. mit rückläufigen Herbizid-Verkäufen zusammenhängt. Die Erwartungen wurden jedoch auf bereinigter Basis geschlagen. Indes wurde der Ausblick bestätigt. Monsanto geben leicht ab. (30.06.2010/ac/n/m)