New York (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten US-Indizes notieren am Donnerstag kurz nach Handelseröffnung im Plus. Sie profitieren von der Hoffnung auf einen Rücktritt des griechischen Ministerpräsidenten Papandreou. Zudem fielen die bislang ausgewiesenen Konjunkturdaten positiv aus. Der Dow Jones verbessert sich um 0,96 Prozent auf 11.950,10 Punkte, während der NASDAQ Composite um 0,32 Prozent auf 2.648,41 Zähler steigt. Der S&P 500 legt um 0,45 Prozent auf 1.243,46 Punkte zu.
Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich in der Woche zum 29. Oktober 2011 nach Angaben des Arbeitsministeriums verbessert. So verringerte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 9.000 auf 397.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 401.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 402.000 auf 406.000 nach oben korrigiert. Derweil hat sich die US-Produktivität im dritten Quartal 2011 erhöht. So kletterte die Produktivität außerhalb der Landwirtschaft gegenüber dem Vorquartal um 3,1 Prozent. Volkswirte hatten im Vorfeld nur einen Anstieg um 2,8 Prozent prognostiziert, nachdem im zweiten Quartal 2011 ein Minus von revidiert 0,1 (vorläufig: -0,7) Prozent ermittelt worden war. Die Lohnstückkosten sanken im Vorquartalsvergleich um 2,4 Prozent, gegenüber einem Zuwachs um revidiert 2,8 (vorläufig: 3,3) Prozent im zweiten Quartal. In Kürze werden zudem noch der ISM Dienstleistungsindex für Oktober sowie die Industrieaufträge für September erwartet.
Neben der Zahlenflut von heute stehen im frühen Donnerstaghandel auch die bereits gestern nach Börsenschluss veröffentlichten Quartalsausweise von News Corp., Prudential Financial und QUALCOMM im Blickfeld der Investoren. News Corp. legen um 1,7 Prozent zu. Der Medienkonzern verzeichnete im ersten Fiskalquartal 2011/12 einen Umsatzanstieg. Der Gewinn ging allerdings zurück, wobei die Erwartungen auf bereinigter Basis übertroffen wurden. So verzeichnete man einen Gewinn in Höhe von 738 Mio. US-Dollar bzw. 28 Cents je Aktie, nach 775 Mio. US-Dollar im Vorjahr. Das bereinigte EPS wurde mit 32 Cents angegeben. Der Umsatz stieg um 7 Prozent auf 7,96 Mrd. US-Dollar an. Analysten hatten im Vorfeld einen Umsatz in Höhe von 7,67 Mrd. US-Dollar und einen Gewinn von 29 Cents je Aktie prognostiziert. Für eine Enttäuschung sorgte unterdessen Prudential Financial . Der Lebensversicherer steigerte zwar seinen Gewinn im abgelaufenen Quartal. Allerdings wurden auf bereinigter Basis wurden die Erwartungen verfehlt. Der Titel verbilligt sich daraufhin um 5,2 Prozent. Daneben geht es für QUALCOMM um 6 Prozent nach oben. Der Spezialist für Mobilfunktechnologie hat seinen Gewinn im vierten Quartal verbessert. Dabei profitierte man von einem deutlichen Umsatzwachstum. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis geschlagen. Zudem wurde ein starker Ausblick gegeben.
Heute ging die Zahlenflut bereits vor Börseneröffnung weiter. Kellogg brechen um 7,6 Prozent ein. Der Frühstücksflockenanbieter musste im dritten Quartal trotz höherer Umsatzerlöse einen Gewinnrückgang hinnehmen. Während der Umsatz von 3,16 Mrd. US-Dollar im Vorjahr auf 3,31 Mrd. US-Dollar stieg, sank der Nettogewinn auf 290 Mio. US-Dollar bzw. 80 Cents je Aktie, nach zuvor 338 Mio. US-Dollar. Analysten hatten zuvor ein EPS von 89 Cents bei Umsatzerlösen von 3,41 Mrd. US-Dollar erwartet. Sehr positiv fiel unterdessen der Quartalsbericht von Estee Lauder (Estée Lauder Companies) aus. Der Kosmetikkonzern hat im ersten Quartal einen höheren Gewinn erzielt und dabei von deutlich stärkeren Umsätzen und verbesserten Margen profitiert. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis übertroffen. Das Papier schießt um 15,6 Prozent nach oben. Die Anteilsscheine des Nahrungsmittel- und Haushaltswarenkonzerns Sara Lee legen ferner um 5,1 Prozent zu. Der Konzern hat im ersten Quartal einen Verlust hinnehmen müssen, was u.a. auf eine Sonderbelastung und höhere Rohstoffkosten zurückzuführen war. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis jedoch geschlagen. Der Ausblick wurde indes bestätigt. Derweil musste Eastman Kodak im dritten Quartal einen höheren Verlust ausweisen. Dabei wurden die Erwartungen der Analysten nicht erreicht. Die Aktie des Fotokonzerns verschlechtert sich um 2,1 Prozent. Unterdessen verteuern sich CVS Caremark um 3,5 Prozent. Die Drugstore-Kette hat ihren Gewinn im dritten Quartal leicht verbessert, was u.a. mit einem besseren Bruttoergebnis im Pharmacy Services-Segment zusammenhängt. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis übertroffen. Zudem wurde der Ausblick nach oben korrigiert.
DIRECTV (DIRECTV (A)), der größte Betreiber von Satellitenfernsehen in den USA, konnte im dritten Quartal dank höherer Umsatzerlöse einen Gewinnanstieg vorweisen. Allerdings wurden die Gewinnerwartungen der Analysten nicht erreicht. Die Titel verbessern sich trotzdem um 4,3 Prozent. Schwach fiel auch der Quartalsausweis bei Alliant Energy aus. Der Energieversorger musste im dritten Quartal einen Gewinnrückgang ausweisen. Dabei wurden die Schätzungen der Analysten verfehlt. Zudem wurde die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr nach unten korrigiert. Das Papier verteuert sich um 1,5 Prozent. Für eine positive Überraschung sorgte indes der Börsenbetreiber NYSE Euronext . So konnte man beim Gewinn im dritten Quartal deutlich zulegen. Dabei profitierte man von einer höheren Handelsaktivität in New York und Europa. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis geschlagen. Der Anteilsschein rückt um 1,7 Prozent vor.
Der kanadische Automobilzulieferer Magna International verlautbarte schließlich, dass er im dritten Quartal trotz eines starken Umsatzwachstums einen deutlich geringeren Gewinn erzielt hat, was auf Sonderbelastungen und gestiegene Rohstoffkosten zurückzuführen war. Die Aktie gibt um 3,2 Prozent nach. Nachbörslich wird heute unter anderem noch der Quartalsbericht von Starbucks erwartet.
Neben den Quartalsausweisen stehen heute auch noch diverse Umsatzzahlen von Handelsunternehmen im Fokus der Börsianer. Macy`s (Macys) verbilligen sich um 1,9 Prozent. Die Kaufhauskette hat ihre vergleichbaren Umsätze im Oktober um 2,2 Prozent erhöht. Analysten hatten im Vorfeld aber einen Anstieg um 3,6 Prozent prognostiziert. Costco Wholesale steigerte indes im Oktober seinen Umsatz um 11 Prozent. Bei den vergleichbaren Filialumsätzen bei Niederlassungen, die länger als ein Jahr geöffnet waren, wurde ein Anstieg von 9 Prozent ausgewiesen. Der Titel verschlechtert sich um 0,9 Prozent. Daneben geht es für Target um 1,5 Prozent nach unten. Der zweitgrößte Discount-Händler in den USA konnte im abgelaufenen Monat zwar die vergleichbaren Umsätze um 3,3 Prozent verbessern. Analysten waren im Vorfeld allerdings von einer Zunahme um 4,2 Prozent ausgegangen. (03.11.2011/ac/n/m)