New York (aktiencheck.de AG) - Die US-amerikanischen Börsen sind am Donnerstag trotz schwächerer Daten vom Arbeitsmarkt mit positiven Vorzeichen in den Handel gestartet. Der Dow Jones gewinnt derzeit 0,45 Prozent auf 11.306,86 Punkte, während der NASDAQ Composite um 0,54 Prozent auf 2.563,19 Punkte zulegt. Für den S&P 500 geht es indes um 0,63 Prozent nach oben auf 1.213,71 Zähler.
Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich in der Woche zum 27. November 2010 nach Angaben des US-Arbeitsministeriums verschlechtert. So erhöhte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 26.000 auf 436.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 422.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 407.000 auf 410.000 nach oben korrigiert. Ferner ist die Zahl der anstehenden Hausverkäufe in den USA ist im Oktober 2010 angestiegen. So erhöhte sich der entsprechende Index gegenüber dem Vormonat um 10,4 Prozent, wohingegen Volkswirte im Schnitt einen unveränderten Wert prognostiziert hatten.
PepsiCo (PepsiCo) hat einen Zukauf angekündigt. So wird man den russischen Molkereiproduzenten Wimm-Bill-Dann Foods mehrheitlich übernehmen. Den Angaben zufolge übernimmt der US-Konzern demnach zunächst 66 Prozent der Anteile an Wimm-Bill-Dann Foods für rund 3,8 Mrd. Dollar. Der Kaufpreis impliziert damit einen gesamten Enterprise Value von ca. 5,4 Mrd. Dollar. Der Titel gibt um 0,6 Prozent nach.
Am Morgen legten bereits wieder einige Unternehmen in ihre monatlichen Umsatzzahlen vor. So konnte der Großhändler Costco Wholesale im November ein Umsatzplus ausweisen. Dabei verbesserten sich die Umsatzerlöse bei Niederlassungen, die länger als ein Jahr geöffnet waren, um 9 Prozent. Die Aktie notiert annähernd auf Vortagesniveau. Indes konnte Target , der zweitgrößte Discount-Händler in den USA, im November 2010 einen klaren Zuwachs bei den vergleichbaren Umsätzen verbuchen und die Analysten positiv überraschen. So erhöhten sich die vergleichbaren Umsätze um 5,5 Prozent. Analysten waren im Vorfeld von einer Zunahme bei den so genannten Same-Store Sales um 3,7 Prozent ausgegangen. Das Papier verbilligt sich um 0,4 Prozent. JCPenney (J C Penney Company) konnte im November 2010 ebenfalls einen deutlichen Anstieg bei den Same-Store Sales verbuchen. So sind die vergleichbaren Umsätze um 9,2 Prozent gestiegen. Analysten waren im Vorfeld nur von einer Zunahme der Same-Store Sales um 3,1 Prozent ausgegangen. Die Aktie verbessert sich um 0,9 Prozent. Die Drugstore-Kette Rite Aid musste bei den vergleichbaren Umsätze im November einen Rückgang um 1,3 Prozent hinnehmen. Die Aktie gibt um 1 Prozent nach. Zudem konnte die Kaufhauskette Macy`s (Macys), die Same-Store Sales um 6,1 Prozent steigern, während Analysten im Vorfeld eine Zunahme um 5 Prozent prognostiziert hatten. Für das vierte Quartal rechnet der Konzern nun mit einem Gewinn pro Aktie von 1,44 bis 1,49 Dollar (zuvor: 1,42 bis 1,47 Dollar). Analysten sehen hier ein EPS-Ergebnis von 1,49 Dollar. Das Papier verschlechtert sich um 1 Prozent. Schließlich konnte die Bekleidungskette Gap ihre vergleichbaren Umsätze im November um 4 Prozent steigern, während Analysten nur mit einem Zuwachs von 2,6 Prozent gerechnet hatten. Die Aktie steigt um 0,2 Prozent.
Kroger (Kroger) konnte im dritten Quartal einen Gewinn erwirtschaften und die Erwartungen erfüllen. Zudem wurde die Jahresprognose konkretisiert. Der Nettogewinn des Lebensmittelhändlers belief sich nach Abzug von Minderheitsanteilen auf 202,2 Mio. Dollar bzw. 32 Cents pro Aktie, nach -874,9 Mio. Dollar im Vorjahr. Dabei beinhaltet das Vorjahresergebnis allerdings eine Sonderbelastung in Höhe von 1,05 Mrd. Dollar. Der Umsatz stieg um 5,9 Prozent auf knapp 18,7 Mrd. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 32 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 18,51 Mrd. Dollar ausgegangen. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern nun mit einem EPS-Ergebnis von 1,65 bis 1,78 Dollar (zuvor: 1,60 bis 1,80 Dollar). Analysten prognostizieren hier einen Gewinn von 1,78 Dollar pro Aktie. Der Titel bricht um 8,5 Prozent ein. Dem Baukonzern Toll Brothers gelang im vierten Quartal die Rückkehr in die Gewinnzone. Zurückzuführen war dies vor allem auf einen Einmalertrag und geringere Abschreibungen. So wurde ein Nettogewinn von 50,5 Mio. Dollar bzw. 30 Cents pro Aktie erwirtschaftet, nach einem Verlust von 111,4 Mio. Dollar im Vorjahr. Der Umsatz verringerte sich um 17 Prozent auf 402,6 Mio. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Verlust von 8 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 393,2 Mio. Dollar ausgegangen. Der Anteilsschein verbilligt sich um 1,5 Prozent.
UTi Worldwide (UTI Worldwide) konnte im dritten Quartal den Umsatz im Vergleich zum dritten Quartal um 24 Prozent auf 1,20 Mrd. Dollar steigern. Beim Nettogewinn nach Anteilen Dritter wurde bei dem Logistikkonzern ein Anstieg auf 26,4 Mio. Dollar bzw. 26 Cents je Aktie ausgewiesen, nach 18,0 Mio. Dollar im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten zuvor ein EPS von 25 Cents sowie einen Umsatz von 1,22 Mrd. Dollar erwartet. Der Titel verschlechtert sich um 4,5 Prozent. Del Monte Foods legen um 0,1 Prozent zu. Der Anbieter von Dosenfrüchten gab bekannt, dass sein Gewinn im zweiten Quartal gestiegen ist. Die Erwartungen wurden damit klar geschlagen. Zudem wurde der Ergebnisausblick für das Gesamtjahr bestätigt, während die Umsatzprognose gesenkt wurde. Der Nettogewinn belief sich auf 81,1 Mio. Dollar bzw. 41 Cents pro Aktie, nach 62,6 Mio. Dollar im Vorjahr. Der Umsatz sank im Berichtszeitraum um 1,9 Prozent auf 940,9 Mio. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 35 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 957 Mio. Dollar ausgegangen. (02.12.2010/ac/n/m)