New York (aktiencheck.de AG) - Die US-Leitbörsen starten am Donnerstag mit klaren Aufschlägen. Dabei profitieren die Märkte von positiven Arbeitsmarktdaten sowie teilweise überzeugenden Quartalszahlen. Der Dow Jones gewinnt kurz nach Börseneröffnung 1,02 Prozent auf 11.943,81 Punkte, während der NASDAQ Composite um 0,78 Prozent auf 2.559,11 Zähler zulegen kann. Der S&P 500 steigt um 1,00 Prozent auf 1.223,96 Punkte.
Auf der Konjunkturseite gab das US-Arbeitsministerium bekannt, dass sich die Arbeitsmarktsituation in den USA in der Woche zum 10. Dezember 2011 überraschend verbessert hat. So verringerte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 19.000 auf 366.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 390.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 381.000 auf 385.000 nach oben korrigiert. Indes haben sich die amerikanischen Erzeugerpreise im November 2011 erhöht. Binnen Monatsfrist stiegen die Preise um 0,3 Prozent. Bereinigt um die schwankungsanfälligen Nahrungsmittel- und Energiepreise kletterten die Preise in der Kernrate um 0,1 Prozent. Volkswirte hatten im Vorfeld Preissteigerungen von jeweils 0,1 Prozent prognostiziert.
Daneben ermittelte die Federal Reserve Bank of New York für Dezember 2011 erneut eine Verbesserung bei der allgemeinen Geschäftstätigkeit im Verarbeitenden Gewerbe des Distrikts New York. So erhöhte sich der Empire State Manufacturing Index auf +9,53 Punkte, während Volkswirte mit einem Wert von +3,0 Zählern gerechnet hatten. Für November war ein Wert von +0,61 Punkten ermittelt worden. Wie die U.S. Federal Reserve Bank mitteilte, ist die US-Industrieproduktion im November 2011 gesunken. So lag der Produktionsausstoß der Fabriken, Bergwerke und Energieversorger um 0,2 Prozent unter seinem Vormonatsniveau, wogegen er im Oktober um 0,7 Prozent gestiegen war. Volkswirte hatten ein Plus von 0,2 Prozent prognostiziert. Schließlich wies das US-amerikanische Leistungsbilanzdefizit im dritten Quartal 2011 nach Angaben des US-Handelsministeriums einen Rückgang aus. Demnach verringerte sich das Defizit auf 110,3 Mrd. Dollar, während Volkswirte einen Rückgang auf 110,0 Mrd. Dollar prognostiziert hatten. In Kürze wird noch der Philadelphia Fed Index veröffentlicht.
Unternehmensseitig steht heute FedEx im Blickpunkt der Anleger. Wie der Logistikkonzern mitteilte, hat er im zweiten Quartal Umsatz und Ergebnis deutlich steigern können. Die Erwartungen der Analysten wurden dabei geschlagen. Zudem bestätigte der Konzern seine Prognose für das laufende Fiskaljahr. Die Aktien von FedEx ziehen vor diesem Hintergrund im frühen Handel um 5,4 Prozent an.
Papiere von Rite Aid tendieren momentan sogar 6,1 Prozent fester. Die Drugstore-Kette konnte ihren Verlust im dritten Quartal dank höherer Umsatzerlöse und der erfolgreichen Umsetzung von Kostensenkungsmaßnahmen reduzieren. Damit wurden auch die Marktschätzungen in den Schatten gestellt.
Zahlen gab es zudem von Winnebago Industries und Discover Financial Services . Während der größte amerikanische Hersteller von Wohnmobilen für das erste Quartal einen Gewinnrückgang meldete, konnte das viertgrößte Kreditkartennetzwerk in den USA im vierten Quartal mit einem Gewinnwachstum aufwarten. Winnebago büßen 4,6 Prozent ein, Discover Financial geben 0,9 Prozent ab.
Anteilsscheine von Honeywell (Honeywell International) verteuern sich um 1,2 Prozent. Der Mischkonzern hat heute seine Prognosen für das Fiskaljahr 2012 konkretisiert und den Ausblick für das laufende Fiskaljahr 2011 bestätigt. CEO Dave Cote verwies in Zusammenhang mit der Gewinnprognose für das Fiskaljahr 2012 auf den nach wie vor starken Auftragsbestand sowie die nach wie vor solide Nachfragesituation in allen Kernbereichen des Konzerns. Dank der Einführung neuer Produkte sowie der weiteren Expansion in schnell wachsende Märkte sollte 2012 eine weitere Ergebnisverbesserung möglich sein, so der Manager.
Bereits gestern gab der Softdrink-Konzern Coca-Cola bekannt, dass er mit der saudischen Aujan Industries, einem der größten unabhängigen Getränkehersteller im Mittleren Osten, ein Abkommen geschlossen hat. Wie aus der Pressemitteilung des weltweit führenden Erfrischungsgetränkeherstellers hervorgeht, wird er rund die Hälfte der Anteile des bestehenden Getränkegeschäfts von Aujan Industries übernehmen. Das Volumen der Transaktion, die im ersten Halbjahr 2012 abgeschlossen werden soll, beläuft sich auf 980 Mio. US-Dollar. Die Aktie von Coca-Cola gewinnt aktuell 1,4 Prozent.
Ebenfalls gestern meldete der Baumaschinenhersteller Caterpillar , dass er an seinem Ausblick für das Gesamtjahr 2011 festhält. Den Angaben zufolge rechnet der Konzern demnach weiterhin mit einem Umsatz von rund 58 Mrd. US-Dollar bzw. rund 56 Mrd. US-Dollar ohne die Bucyrus-Akquisition. Das Ergebnis pro Aktie soll unverändert 6,75 US-Dollar pro Aktie bzw. 7,25 US-Dollar ohne die Bucyrus-Akquisition betragen. Für 2012 wird ein Umsatzwachstum von 10 bis 20 Prozent gegenüber 2011 in Aussicht gestellt. Titel von Caterpillar rücken um 0,9 Prozent vor. (15.12.2011/ac/n/m)