New York (aktiencheck.de AG) - Die US-amerikanischen Börsen sind mit klaren Aufschlägen in den zweiten Handelstag der Woche gestartet. Ein erzielter Kompromiss im Streit zwischen Demokraten und Republikanern um Steuererleichterungen wirkt sich dabei positiv auf die Marktstimmung aus. Der Dow Jones gewinnt derzeit 0,75 Prozent auf 11.447,86 Punkte, während der NASDAQ Composite um 0,97 Prozent auf 2.620,13 Punkte zulegt. Für den S&P 500 geht es indes um 0,92 Prozent nach oben auf 1.234,43 Zähler. Wichtige Konjunkturdaten standen bisher nicht an, im späteren Handelsverlauf werden noch die Verbraucherkredite gemeldet.
Im frühen Handel gewinnen Aktien der Citigroup rund 3 Prozent. Die US-Regierung will sich von weiteren Anteilsscheinen der Großbank trennen. Wie aus einer gestern veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, werde das US-Finanzministerium weitere rund 2,4 Milliarden Stammaktien des Kreditinstituts veräußern. Damit stößt die US-Regierung ihre verbliebene Beteiligung in Höhe von knapp 7 Prozent an der einst weltgrößten Bank ab. Bis dato hat das US-Finanzministerium eigenen Angaben zufolge bereits 5,3 Milliarden der insgesamt 7,7 Milliarden gehaltenen Citigroup-Aktien verkauft.
Daneben müssen Anteilsscheine von 3M trotz eines starken Ausblicks derzeit um 2 Prozent abgeben. Der Mischkonzern gab heute bekannt, dass er für das Geschäftsjahr 2011 auf bereinigter Basis mit einem höheren Gewinn rechnet. Den Angaben zufolge geht der Konzern für 2011 von einem Gewinn pro Aktie von 6,17 bis 6,37 Dollar vor Einmaleffekten aus. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet man unverändert ein bereinigtes Ergebnis pro Aktie von 5,70 bis 5,74 Dollar. Analysten prognostizieren hier ein EPS-Ergebnis von 6,20 Dollar bzw. 5,73 Dollar. Für das Geschäftsjahr 2011 stellt der Konzern einen Umsatz von 29,0 bis 30,5 Mrd. Dollar in Aussicht. Analysten sehen die Erlöse hier bei 29,15 Mrd. Dollar.
Wie der drittgrößte US-Mobilfunkbetreiber Sprint Nextel bereits gestern mitteilte, will er in den kommenden sieben Jahren bis zu 11 Mrd. Dollar durch eine Netzwerk-Restrukturierung einsparen. Dabei entfallen bis zu 40 Prozent der geplanten Einsparungen auf eine Trennung vom iDEN Netzwerk, welches in 2005 von Nextel übernommen wurde. Die Aktie tendiert 2 Prozent fester.
Quartalszahlen gab es bei AutoZone und Talbots (The Talbots). Der Autoteilehändler hat dabei im ersten Quartal sein Ergebnis verbessern. Insgesamt habe man im Berichtszeitraum von Sparmaßnahmen sowie einer Verbesserung der Margen profitieren können. Die Aktie zieht aktuell 1,5 Prozent an. Dagegen brechen Papiere von Talbots um über 20 Prozent ein. Die Einzelhandelskette mit Fokus auf Frauenbekleidung konnte zwar im dritten Quartal den Gewinn steigern und die Ergebniserwartungen schlagen, jedoch wurden die Umsatzschätzungen verfehlt. Zudem wurde ein schwacher Ausblick auf das laufende Quartal gegeben.
Schließlich teilte die Bank of Montreal , die viertgrößte Bankgesellschaft in Kanada, heute mit, dass sich ihr Gewinn im dritten Quartal um 14 Prozent erhöht hat, was vor allem auf starke Ergebnisse in den Bereichen P&C Canada, BMO Capital Markets und Private Client Group sowie auf geringere Rückstellungen für Kreditausfälle zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis geschlagen. An der NYSE verteuern sich Titel der Bank of Montreal momentan um fast 3 Prozent. (07.12.2010/ac/n/m)