New York (aktiencheck.de AG) - Die US-Börsen tendieren zum Start in das neue Handelsjahr im frühen Dienstaghandel deutlich im Plus. Die Investoren setzen darauf, dass die in Kürze anstehenden US-Konjunkturdaten positiv ausfallen werden. Der Dow Jones gewinnt 1,91 Prozent auf 12.450,82 Punkte, während der NASDAQ Composite 2,19 Prozent auf 2.662,23 Zähler steigt. Auch der S&P 500 legt um 1,83 Prozent zu auf 1.280,58 Punkte.
Konjunkturseitig werden in Kürze noch der ISM-Index für Dezember und die Daten zu den Bauausgaben im November erwartet. Am Abend steht zudem auch noch die Veröffentlichung des FOMC Sitzungsprotokolls auf der Agenda.
BP fordert von Halliburton , dem zweitgrößten Ölfeld-Servicedienstleister der Welt, in Zusammenhang mit der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko eine Entschädigung in Höhe von über 20 Mrd. US-Dollar. Presseangaben zufolge wirft der britische Ölkonzern seinem Subunternehmen vor, das Bohrloch nicht sachgemäß abgedichtet und möglicherweise minderwertigen Zement verwendet zu haben. Zudem sei Beweismaterial vernichtet worden. Deshalb reichte BP am Montagabend in New Orleans Klage gegen Halliburton ein. Der US-Konzern hält dagegen, BP trage aufgrund schlechter Ingenieur- und Wartungsarbeiten die Hauptschuld an dem Unglück. Im April 2011 war die Bohrinsel "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko explodiert und untergegangen. Dies hatte die verheerendste Umweltkatastrophe in der US-Geschichte zur Folge. BP war der Betreiber der Bohrinsel und hatte Halliburton beauftragt, das Bohrloch am Meeresgrund mit Zement zu versiegeln. Halliburton verlieren 0,9 Prozent an Wert.
Exxon Mobil (Exxon Mobil) wird derweil wohl von Venezuela deutlich weniger Schadensersatz erhalten als ihm von einem internationalen Schiedsgericht zugesprochen wurde. So hat der staatliche venezolanische Ölkonzern PDVSA angekündigt, lediglich 255 Mio. US-Dollar zu zahlen, die in den nächsten 60 Tagen überwiesen werden sollen. Die internationale Handelskammer ICC hatte die Schadenersatzzahlung zuvor auf 908 Mio. US-Dollar festgelegt. PDVSA begründete die deutlich geringere Summe mit noch ausstehenden Schulden. Unter Staatschef Hugo Chavez wurden in Venezuela einige Ölfelder des Konzerns verstaatlicht. Das Land ist der größte Erdöl-Exporteur Lateinamerikas. Exxon hatte 10 Mrd. US-Dollar Schadenersatz gefordert. Die Aktie des Ölkonzerns verbessert sich um 1,7 Prozent. (03.01.2012/ac/n/m)