New York (aktiencheck.de AG) - Nachdem sich die wichtigsten US-Indizes uneinheitlich in das Wochenende verabschiedet hatten, geht es am heutigen Montag im frühen Handel deutlich nach unten. Als Belastungsfaktor erweist sich dabei die Schuldenkrise in den USA. Medienberichten zufolge sind die Verhandlungen zwischen Republikanern und Demokraten über die Eindämmung der Staatverschuldung offenbar gescheitert. Der Dow Jones verschlechtert sich um 1,65 Prozent auf 11.602,03 Punkte, während der NASDAQ Composite um 1,94 Prozent auf 2.522,65 Zähler fällt. Der S&P 500 sinkt um 1,83 Prozent auf 1.193,36 Punkte.
Auf der Konjunkturseite ermittelte die Federal Reserve Bank of Chicago für Oktober 2011 einen Zuwachs beim National Activity Index gegenüber dem Vormonat. Wie heute mitgeteilt wurde, hat sich der Chicago Fed National Activity Index (CFNAI) auf -0,13 Punkte verbessert, nachdem für September ein Wert von revidiert -0,20 Punkten ausgewiesen worden war. Im Drei-Monats-Durchschnitt, der monatliche Schwankungen ausgleicht, wurde beim CFNAI ein Wert von -0,27 Punkten ermittelt, nach revidiert -0,16 Zählern im September. In Kürze stehen noch die Verkäufe bestehender Häuser zur Veröffentlichung an.
Auf der Unternehmensseite stehen zwei Übernahmen im Blickpunkt der Anleger. Einerseits meldete das Pharma- und Biotechnologieunternehmen Gilead Sciences , dass es Pharmasset , einen Entwickler oraler Therapeutika zur Behandlung von Hepatitis C, für rund 11 Mrd. US-Dollar übernehmen wird. Im Rahmen der Transaktion erhalten Pharmasset-Aktionäre für jeden ihrer Anteilsscheine 137,00 US-Dollar in bar. Der Übernahme, die im ersten Quartal 2012 abgeschlossen werden soll, hat das Pharmasset-Board bereits zugestimmt. Bis 2014 wird die Transaktion voraussichtlich das Ergebnis von Gilead schmälern, wobei ab 2015 mit einem Ergebnisbeitrag gerechnet wird. Während Gilead rund 10 Prozent leichter tendieren, schießen Pharmasset um 85 Prozent nach oben.
Zudem teilte der Versicherungskonzern Alleghany mit, dass er mit dem Rückversicherer Transatlantic Holdings einen Zusammenschluss vereinbart hat. Im Rahmen der Transaktion erhalten Transatlantic-Aktionäre für jeden ihrer Anteilsscheine insgesamt 59,79 US-Dollar in Form von Aktien und Bargeld. Das Gesamtvolumen der Transaktion beläuft sich damit auf rund 3,4 Mrd. US-Dollar. Anteilsscheine von Alleghany büßen gut 8 Prozent ein, Titel von Transatlantic Holdings rücken dagegen um knapp 1 Prozent vor.
Indes musste der Nahrungsmittelkonzern Tyson Foods im vierten Geschäftsquartal trotz eines Rekordumsatzes einen kräftigen Ergebnisrückgang verbuchen. Hierfür waren höhere Einkaufspreise verantwortlich. Die Erwartungen der Analysten wurden damit verfehlt. Die Aktie gibt vor diesem Hintergrund um 0,3 Prozent ab.
Papiere von Western Digital verbilligen sich indes um 1,2 Prozent. Der Festplattenhersteller gab heute bekannt, dass ein Schiedsgericht in Minnesota im Rahmen eines entsprechenden Verfahrens gegen das Unternehmen entschieden hat. Den Angaben zufolge wurde dem Konkurrenten Seagate Technology dabei eine Zahlung von 525 Mio. US-Dollar durch Western Digital zugesprochen. Seagate hatte Western Digital und einem Mitarbeiter, der einst bei Seagate beschäftigt war, vorgeworfen, vertrauliche Informationen und Geschäftsgeheimnisse unterschlagen zu haben. Titel von Seagate fallen momentan um 1,5 Prozent. (21.11.2011/ac/n/m)