New York (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten Indizes an der Wall Street tendieren am Donnerstag kurz nach Börseneröffnung nach relativ schwachen Arbeitsmarktdaten deutlich leichter. Ferner trübt auch die gestrige Absenkung der US-Wachstumsprognosen durch die Fed die Stimmung weiter ein. Der Dow Jones verliert derzeit 1,44 Prozent auf 11.935,11 Punkte, während der NASDAQ Composite ebenfalls um 1,44 Prozent auf 2.630,70 Punkte nachgibt. Der S&P 500 fällt 1,55 Prozent auf 1.267,16 Punkte.
Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich in der Woche zum 18. Juni 2011 nach Angaben des US-Arbeitsministeriums verschlechtert. So erhöhte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 9.000 auf 429.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 413.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 414.000 auf 420.000 nach oben korrigiert. Daneben ermittelte die Federal Reserve Bank of Chicago für Mai 2011 einen Anstieg beim National Activity Index. So hat sich der Chicago Fed National Activity Index (CFNAI) auf -0,37 Punkte verbessert, nachdem für April ein Wert von revidiert -0,56 Punkten ausgewiesen worden war. Im Drei-Monats-Durchschnitt, der monatliche Schwankungen ausgleicht, wurde beim CFNAI ein Wert von -0,19 Punkten gemeldet, nach revidiert -0,15 Zählern im April. In Kürze werden zudem noch Daten zu den Verkäufen neuer Häuser für Mai erwartet.
Bereits gestern nach Börsenschluss wurden noch einige interessante Quartalsergebnisse bekannt gegeben. Für die Aktien von Bed Bath & Beyond (Bed BathBeyond) geht es im frühen Handel heute um 1,8 Prozent nach oben. Der Sanitärausrüster konnte im ersten Fiskalquartal 2011/12 Umsatz und Gewinn deutlich steigern und die Erwartungen klar schlagen. Gleichzeitig enttäuschte allerdings der Ausblick. Das Nettoergebnis belief sich auf 181 Mio. US-Dollar bzw. 72 Cents je Aktie, nach 138 Mio. US-Dollar im Vorjahr. Die Umsatzerlöse konnten von 1,92 Mrd. US-Dollar auf 2,11 Mrd. US-Dollar gesteigert werden. Analysten hatten im Vorfeld ein EPS von 63 Cents bei Erlösen von 2,08 Mrd. US-Dollar erwartet. Für das laufende zweite Fiskalquartal 2011/12 prognostizieren sie ein EPS von 82 Cents und einen Umsatz von 2,31 Mrd. US-Dollar. Das Unternehmen selbst stellt für das zweite Quartal ein Ergebnis zwischen 77 und 82 Cents je Aktie in Aussicht. H.B. Fuller (H B Fuller) rücken daneben um 2,2 Prozent vor. Der Chemiekonzern konnte seinen Gewinn im zweiten Quartal trotz höherer Rohstoffkosten mehr als verdoppeln und profitierte dabei von einem starken Umsatzwachstum. Die Erwartungen wurden damit geschlagen. Zudem wurden die Jahresprognosen angehoben. Für eine positive Überraschung sorgte auch Red Hat . Der Linux-Anbieter übertraf im ersten Geschäftsquartal 2011/12 sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn die Schätzungen der Analysten. Der Titel verbessert sich daraufhin um 5,1 Prozent. Paychex legen schließlich im frühen Handel um 0,2 Prozent zu. Der auf Gehaltsabrechnungen spezialisierte Dienstleister steigerte im vierten Fiskalquartal 2010/11 Umsatz und Ergebnis und konnte damit die Analystenerwartungen erfüllen.
Auch heute gab es einige Quartalsausweise, die das Interesse der Investoren auf sich ziehen. Rite Aid können im frühen Handel um 3,6 Prozent vorrücken. Die Drugstore-Kette hat vor dem Hintergrund von Kostensenkungen im ersten Quartal trotz stagnierender Umsätze einen geringeren Verlust erwirtschaftet. Die Erwartungen wurden damit geschlagen. Ferner wurde die Jahresprognose bestätigt. Lennar hat derweil im zweiten Quartal zwar einen deutlich geringeren Gewinn erzielt, was mit höheren Sonderbelastungen und geringeren Margen zusammenhängt. Die Erwartungen wurden allerdings geschlagen. Die Aktie des Baukonzerns für Eigenheime verteuert sich um 1,4 Prozent. Schließlich geben die Anteilsscheine des Lebensmittelherstellers ConAgra Foods um 3 Prozent nach, obwohl der Konzern seinen Gewinn im vierten Quartal mehr als verdoppelt hat. Dabei profitierte man von gestiegenen Nahrungsmittelpreisen und einem Einmalertrag aus einem Versicherungsvergleich. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis jedoch knapp verfehlt. Nachbörslich werden heute unter anderem noch Oracle, H&R Block und Micron Technology ihre Bücher öffnen.
Ferner stehen im heutigen Handel die Aktien von Bristol-Myers (Bristol-Myers Squibb) und Pfizer im Blick, nachdem man positive Studiendaten zu dem Schlaganfall-Medikament Eliquis vorgelegen konnte. Während Bristol-Myers um 5,1 Prozent vorrücken, geht es für Pfizer um 2,4 Prozent nach oben. (23.06.2011/ac/n/m)