New York (aktiencheck.de AG) - Belastet von Konjunktursogen hat die Wall Street mit kräftigen Verlusten eröffnet. Der Dow Jones Industrial Average (ISIN US2605661048/ WKN 969420) fällt kurz nach der Eröffnungsglocke um 1,97 Prozent zurück auf 10.434,08 Zähler. Der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) büßt 2,10 Prozent ein auf 1.097,50 Stellen. Der Nasdaq Composite (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) kommt um 2,37 Prozent zurück auf 2.223,27 Punkte. Am Vorabend hat die Fed wie erwartet die Leitzinsen bei 0,0 bis 0,25 Prozent belassen. Angesichts des schwachen wirtschaftlichen Ausblicks sollen die Leitzinsen auch weiterhin auf dem aktuellen Null-Zins-Niveau gehalten werden.
Wie am Nachmittag bekannt wurde, hat sich das US-Handelsbilanzdefizit im Juni deutlich vergrößert. Demnach steig das Defizit um 18,8 auf 49,9 Mrd. Dollar, während Volkswirte nur 42,2 Mrd. Dollar prognostiziert hatten. Hierbei handelt es sich um den höchsten Passivsaldo seit Oktober 2008. Im Einzelnen fielen die Exporte um 1,3 Prozent, wogegen die Importe um 3,0 Prozent zulegten.
Der Medien- und Entertainment-Konzern Walt Disney (The Walt Disney) gab am Vorabend die Zahlen zum dritten Fiskalquartal bekannt. Dabei wurden Umsatz und Gewinn unerwartet deutlich gesteigert, was besonders mit erfolgreichen Filmproduktionen und dem Sportkanal ESPN zusammenhängt. Unternehmensangaben zufolge wurde ein Umsatz von 10,0 Mrd. Dollar erwirtschaftet, der damit 16 Prozent über dem Vorjahreswert lag. Der Nettogewinn belief sich auf 1,33 Mrd. Dollar, nach 954 Mio. Dollar im Vorjahreszeitraum. Vor Sondereffekten stieg das Ergebnis je Aktie von 52 Cents auf 67 Cents. Analysten hatten im Vorfeld lediglich ein EPS von 58 Cents bei einem Umsatz von 9,38 Mrd. Dollar erwartet. Walt Disney geben dennoch 2,8 Prozent ab.
Der IT-Dienstleister Computer Sciences (CSC) hat seinen Gewinn im ersten Quartal angesichts leicht höherer Umsätze steigern können. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich auf 143 Mio. Dollar bzw. 91 Cents pro Aktie, nach 131 Mio. Dollar bzw. 85 Cents pro Aktie im Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich von 3,9 Mrd. Dollar auf 3,94 Mrd. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 91 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 4,07 Mrd. Dollar ausgegangen. Der Ausblick wurde bestätigt. CSC verlieren 2 Prozent.
Wie die Kaufhauskette Macy`s (Macys) erklärte, konnte sie im zweiten Quartal Umsatz und Gewinn steigern. Die Erlöse verbesserten sich um 7,2 Prozent auf 5,54 Mrd. Dollar. Die Same-Store Sales kletterten um 4,9 Prozent. Der Nettogewinn stieg von 7 Mio. Dollar bzw. 2 Cents pro Aktie auf nun 147 Mio. Dollar bzw. 35 Cents pro Aktie. Analysten waren im Vorfeld nur von einem EPS von 29 Cents und einem Umsatz von 5,50 Mrd. Dollar ausgegangen. Die Aktie legt daraufhin gegen den Trend über 2 Prozent zu.
Die Großbank JPMorgan (JPMorgan ChaseCo ) gab bekannt, dass sie von der zur Citigroup gehörenden Citibank ein Kreditportfolio im Volumen von 3,5 Mrd. Dollar übernommen hat. Den Angaben zufolge umfasst das Kreditportfolio rund 3.800 Kredite, vor allem für Mehrfamilienhäuser in Kalifornien, New York und Illinois. Dabei sind in dem Portfolio ausschließlich Kredite enthalten, die regelmäßig bedient werden. Die Transaktion wird auf das Nettoergebnis der Citigroup keine nennenswerten Auswirkungen haben, hieß es. JPMorgan geben 1,4 Prozent ab. Citigroup verlieren 1,1 Prozent. (11.08.2010/ac/n/m)