New York (aktiencheck.de AG) - Die Wall Street kann auf einen freundlichen Auftakt blicken. Der Dow Jones gewinnt kurz nach der Eröffnungsglocke 0,06 Prozent auf 10.415,43 Punkte. Der S&P 500 legt 0,08 Prozent zu auf 1.115,46 Zähler. Für den Nasdaq Composite geht es um 0,32 Prozent nach oben auf 2.313,35 Punkte.
Der Euro befindet sich weiter auf Erholungskurs, nachdem Spanien Anleihen im Volumen von rund 3,5 Mrd. Euro erfolgreich platzieren konnte. Laut Angaben des US-Arbeitsministeriums hat sich die Arbeitsmarktsituation in den USA in der Vorwoche verschlechtert. Demnach erhöhte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 12.000 auf 472.000, wogegen Volkswirte im Vorfeld einen Rückgang auf 450.000 prognostiziert hatten. Wie ferner bekannt wurde, haben sich die Verbraucherpreise im Mai gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent reduziert. Volkswirte hatten einen Preisrückgang um 0,1 Prozent erwartet. Die Kernrate lag wie erwartet um 0,1 Prozent über dem Vormonatsniveau. Wie das Handelsministerium in Washington erklärte, wies das US-Leistungsbilanzdefizit im ersten Quartal einen Zuwachs aus. Demnach erhöhte sich das Defizit um 8 Prozent auf 109,0 Mrd. Dollar, während Volkswirte sogar einen Anstieg auf 124,0 Mrd. Dollar prognostiziert hatten. In Kürze folgen noch die Frühindikatoren sowie der Philly Fed Index.
Die Aktie des größten US-amerikanischen Lebensmittelhändlers Kroger gewinnt im frühen Handel nach Zahlen mehr als 6 Prozent. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich im abgelaufenen Quartal auf 373,7 Mio. Dollar bzw. 58 Cents pro Aktie, verglichen mit 435,1 Mio. Dollar bzw. 66 Cents pro Aktie im Vorjahr. Der Umsatz stieg um 8,7 Prozent auf 24,76 Mrd. Dollar. Analysten waren im Vorfeld nur von einem Gewinn von 54 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 24,00 Mrd. Dollar ausgegangen. Zudem wurde die Jahresprognose bestätigt.
Der Nahrungsmittelhersteller J.M. Smucker (J M Smucker) konnte im vierten Geschäftsquartal einen Ergebnisanstieg erzielen. Die Erlöse lagen unverändert bei 1,07 Mrd. Dollar. Der Nettogewinn kletterte um 28 Prozent auf 120,6 Mio. Dollar bzw. 1,01 Dollar je Aktie. Ohne die Berücksichtigung von Einmaleffekten hatte der bereinigte Gewinn je Aktie bei 1,07 Dollar gelegen. Analysten hatten zuvor ein EPS von 80 Cents sowie einen Umsatz von 1,04 Mrd. Dollar erwartet. Der Wert legt über 4 Prozent zu. Wie der Fleischproduzent Smithfield Foods erklärte, konnte er seinen Verlust im vierten Geschäftsquartal dank einer wachsenden Nachfrage eingrenzen. Der Umsatz verbesserte sich um 2 Prozent auf 2,91 Mrd. Dollar. Ferner sank der Nettoverlust von 81,2 Mio. Dollar bzw. 57 Cents je Aktie auf nur noch 4,6 Mio. Dollar bzw. 3 Cents je Aktie. Ohne die Berücksichtigung von Sonderbelastungen belief sich der Gewinn auf 18 Cents je Aktie, die Analystenschätzung lautete auf 19 Cents je Anteilsschein. Die Aktie gibt leicht ab.
Der Rüstungskonzern Northrop Grumman teilte mit, dass sein Board ein neues Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu 2 Mrd. Dollar beschlossen hat. Den Angaben zufolge entspricht das Volumen des Aktienrückkaufprogramms rund 11 Prozent der derzeitigen Marktkapitalisierung des Unternehmens. Der Wert reagiert mit einem Plus von 0,6 Prozent auf die Ankündigung. Das Papier von Winnebago (Winnebago Industries) sticht mit einem Plus von gut 17 Prozent ins Auge. Der größte amerikanische Hersteller von Wohnmobilen hat im dritten Quartal angesichts eines deutlichen Umsatzsprungs einen kräftigen Ergebnissprung erzielt und die Erwartungen übertroffen.
Der Internet-Anbieter AOL gab bekannt, dass er entschieden hat, seine Tochter Bebo zu verkaufen. Den Angaben zufolge wird der Konzern im Wesentlichen alle Assets des Betreibers der Social Network-Seite Bebo an eine Gesellschaft der Private Investment-Firma Criterion Capital Partners LLC veräußern. AOL hatte Bebo vor über zwei Jahren für 850 Mio. Dollar erworben. AOL geben leicht ab.
Der Konsumgüterkonzern Newell Rubbermaid teilte mit, dass er seine europäischen Aktivitäten restrukturieren will. Ziel seien die Kostenreduzierung und die Verbesserung der Profitabilität. Durch die Maßnahmen geht der Konzern davon aus, die jährliche Profitabilität um 50 bis 60 Mio. Dollar zu verbessern. Zunächst werden jedoch bis Ende 2011 Restrukturierungs- und andere Plan-bezogene Kosten in Höhe von 90 bis 100 Mio. Dollar anfallen. Newell Rubbermaid geben 2 Prozent ab. (17.06.2010/ac/n/m)