21.12.2012 15:51
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Wall Street Eröffnung: Herbe Verluste, Lösung im Haushaltsstreit bis Jahresende unwahrscheinlich

New York (www.aktiencheck.de) - Nachdem sich die US-Leitindizes am Donnerstag mit leichten Aufschlägen in den Feierabend verabschiedet hatten, verbuchen sie am letzten Handelstag der Woche trotz positiver Konjunkturdaten kurz nach Eröffnung tiefrote Vorzeichen. Dabei wird die Stimmung der Börsianer vor allem durch die jüngsten Rückschläge bei den laufenden Haushaltsverhandlungen gedrückt. So wird es immer unwahrscheinlicher, dass Demokraten und Republikaner bis Jahresende noch eine Einigung erzielen und damit die fiskalische Klippe vermeiden. Der Dow Jones verliert aktuell 0,86 Prozent auf 13.196,76 Zähler. Der NASDAQ Composite präsentiert sich mit einem Minus von 1,47 Prozent bei 3.005,52 Zählern, während der S&P 500 derzeit einen Abschlag von 1,02 Prozent auf 1.428,94 Punkte verzeichnet.

Wie das US-Handelsministerium mitteilte, ist der Auftragseingang langlebiger Güter im November 2012 im Vergleich zum Vormonat gestiegen. Bei den Gütern mit einer Nutzungsdauer von über drei Jahren lag die Zahl der Bestellungen um 0,7 Prozent über Vormonatsniveau, während Volkswirte eine Zunahme um 0,2 Prozent prognostiziert hatten. Für Oktober war ein Auftragsplus von revidiert 1,1 Prozent gemeldet worden. Derweil sind die saisonbereinigten persönlichen US-Einkommen und -Ausgaben im November 2012 angewachsen. So erhöhten sich die persönlichen Einkommen um 0,6 Prozent gegenüber dem Vormonatsniveau, während im Vormonat ein Plus von revidiert 0,1 Prozent verbucht worden war. Ferner stiegen die persönlichen Konsumausgaben um 0,4 Prozent, während sie im Vormonat einen Rückgang um revidiert 0,1 Prozent gezeigt hatten. Volkswirte hatten im Vorfeld Zuwächse von jeweils 0,3 Prozent bei den Einkommen und den Konsumausgaben prognostiziert. Schließlich ermittelte die Federal Reserve Bank of Chicago für November 2012 einen Anstieg beim National Activity Index gegenüber dem Vormonat. Demnach hat sich der Chicago Fed National Activity Index (CFNAI) auf +0,10 Punkte verschlechtert, nachdem für Oktober ein Wert von revidiert -0,64 Punkten gemeldet worden war. In Kürze dürfte die Veröffentlichung des Verbrauchervertrauens für weitere Impulse sorgen.

Bereits gestern nach Börsenschluss gab Nike die Zahlen zum zweiten Fiskalquartal 2012/13 bekannt. Dabei musste der Sportartikelhersteller einen Gewinnrückgang ausweisen. Der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft lag jedoch klar über den Analystenerwartungen. Anteilsscheine von Nike können vor diesem Hintergrund um 4,7 Prozent vorrücken.

Daneben präsentierte der kanadische BlackBerry-Hersteller Research In Motion (RIM) gestern nachbörslich seine Ergebnisse für das dritte Geschäftsquartal. Dabei musste das Unternehmen zwar einen Umsatzeinbruch und einen Verlust hinnehmen, jedoch wurden die Analystenerwartungen geschlagen. Zudem wurde heute bekannt, dass Research In Motion mit dem finnischen Mobiltelefonhersteller Nokia eine neue Patentlizenzvereinbarung geschlossen hat. Als Folge des Abkommens werden sämtliche bestehenden Patentstreitigkeiten zwischen den Unternehmen beendet sowie laufende Prozesse in den USA, Großbritannien und Kanada eingestellt. Der finanzielle Rahmen der Vereinbarung sieht eine Einmalzahlung sowie laufende Zahlungen vor, die allesamt Research In Motion an Nokia leistet. Finanzielle Einzelheiten wurden nicht genannt. RIM-Aktien brechen in New York zurzeit um 17 Prozent ein.

Heute meldete die Drugstore-Kette Walgreen , dass ihr Gewinn im ersten Quartal gesunken ist, was mit einer Reihe von Sonderbelastungen und einem Umsatzrückgang zusammenhängt. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Ebene verfehlt. Titel von Walgreen büßen momentan knapp 2 Prozent ein.

Daneben tendieren Papiere von General Electric (GE) im frühen Handel 0,7 Prozent leichter. Der Mischkonzern gab bekannt, dass er das Luftfahrt-Geschäft der italienischen Avio S.p.A., eines Herstellers von Triebwerkskomponenten für zivile und Militärflugzeuge, für 4,3 Mrd. US-Dollar übernehmen wird. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, erwirbt der Konzern die Sparte von der europäischen Private Equity-Gesellschaft Cinven, der Avio seit 2006 gehört, und dem italienischen Aerospace- und Rüstungskonzern Finmeccanica . Die Transaktion bedarf noch der Genehmigung seitens der Wettbewerbsbehörden und der Regierungen. Die Raumfahrt-Sparte von Avio ist indes nicht von der Übernahme betroffen. (21.12.2012/ac/n/m)

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