New York (aktiencheck.de AG) - Nach schwachen Daten vom US-amerikanischen Arbeitsmarkt sind an der Wall Street rote Vorzeichen auszumachen. Der Dow Jones Industrial Average verliert aktuell 0,53 Prozent auf 10.682,02 Punkte. Der S&P 500 knickt daneben um 0,60 Prozent ein auf 1.127,46 Zähler. Der NASDAQ Composite gibt unterdessen 0,27 Prozent nach auf 2.328,34 Punkte.
Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich in der Woche zum 18. September verschlechtert. Laut US-Arbeitsministerium erhöhte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 12.000 auf 465.000, wogegen Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 450.000 prognostiziert hatten. Der gleitende Vier-Wochen-Durchschnitt fiel um 3.250 auf 463.250 Erstanträge für Leistungen im Rahmen der US-Arbeitslosenversicherung.
Der Automobilkonzern General Motors - Motors Liquidation gab heute bekannt, dass Opel entschieden hat, seinen neuen Kleinwagen am thüringischen Standort Eisenach zu bauen. Das moderne und umweltschonende Automobil ziele auf das Segment unterhalb des Corsa. Den Angaben zufolge wird der Start der Serienproduktion im Jahr 2013 sein. Papiere von General Motors klettern 1,4 Prozent nach oben.
Aktien von Adobe Systems bewegen sich aktuell mit 0,2 Prozent im Minus, nachdem die Anteile gestern fast 20 Prozent an Wert verloren hatten. Titel von Red Hat schießen um über 10 Prozent in die Höhe. Der Linux-Anbieter hat gestern nach Börsenschluss die Zahlen zum zweiten Geschäftsquartal 2010/11 gemeldet. Dabei konnte der Umsatz auf 219,8 Mio. Dollar gesteigert werden. Der Nettogewinn belief sich auf 23,7 Mio. Dollar bzw. 12 Cents je Aktie. Im Vorjahresquartal hatte Red Hat ein Nettoergebnis von 28,9 Mio. Dollar bzw. 15 Cents je Aktie erzielt. Auf bereinigter Basis belief sich der Gewinn auf 19 Cents je Aktie. Analysten hatten im Vorfeld der Zahlen lediglich einen Umsatz von 211,5 Mio. Dollar sowie ein EPS von 18 Cents erwartet.
Die Schnellrestaurantkette McDonald`s (McDonalds) hat eine Dividendenerhöhung angekündigt. So hat das Board of Directors eine Anhebung der Quartalsdividende um 11 Prozent auf 61 Cents je Aktie beschlossen. Damit steige die Dividendenausschüttung im vierten Quartal auf 650 Mio. Dollar. Papiere von McDonald`s liegen aktuell geringfügig mit 0,1 Prozent im Minus. Anteile von Macy`s (Macys) geben unterdessen 1,5 Prozent ab. Die Kaufhauskette beabsichtigt, rund 65.000 Saisonarbeitskräfte für das diesjährige Weihnachtsgeschäft einzustellen. Den Angaben zufolge liegt die Zahl der geplanten Saisonarbeitskräfte leicht über dem Niveau der Vorjahre. Darin spiegelt sich die Erwartung des Konzerns wider, dass sich die vergleichbaren Filialumsätze in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2010 um 3 bis 3,5 Prozent erhöhen werden.
Rite Aid , eine der größten Drugstore-Ketten in den USA, musste im zweiten Geschäftsquartal infolge sinkender Umsätze einen größeren Verlust verbuchen. Der den Aktionären zuzurechnende Nettoverlust wuchs von 120,4 Mrd. Dollar oder 14 Cents je Aktie auf nun 199,3 Mio. Dollar bzw. 23 Cents pro Aktie. Hierin sind Refinanzierungskosten in Höhe von 5 Cents pro Aktie enthalten. Analysten hatten durchschnittlich ein EPS von -16 Cents erwartet. Die Aktie von Rite Aid bricht um über 12 Prozent ein. Aktien von Bed Bath & Beyond (Bed BathBeyond) gewinnen 3,4 Prozent hinzu. Der Sanitärausrüster hatte gestern nach Börsenschluss die Zahlen für das zweite Fiskalquartal 2010/11 vorgelegt. Dabei konnte der Konzern den Nettogewinn deutlich auf 181,8 Mio. Dollar bzw. 70 Cents je Aktie steigern und die Erwartungen übertreffen.
Anteile von Blockbuster brechen um über 30 Prozent ein. Die größte Filmverleihkette in den USA gab heute bekannt, dass sie einen Antrag auf Gläubigerschutz nach Chapter 11 gestellt hat. Den Angaben zufolge will der Konzern im Rahmen des Gläubigerschutzverfahrens seine Verbindlichkeiten in Höhe von derzeit fast 1 Mrd. Dollar auf 100 Mio. Dollar oder weniger reduzieren. Vorerst bleiben jedoch sämtliche 3.000 Blockbuster-Geschäfte in den USA geöffnet, hieß es.
Der Schul- und Kinderbuchverlag Scholastic musste im ersten Quartal bei geringeren Umsatzerlösen einen höheren Verlust von 35,2 Mio. Dollar bzw. 98 Cents je Aktie ausweisen. Um Einmaleffekte bereinigt lag der Verlust aus dem fortgeführten Geschäft im Berichtszeitraum bei 95 Cents je Aktie. Für das laufende Fiskaljahr erwartet der Konzern nach wie vor ein EPS aus dem fortgeführten Geschäft im Bereich von 1,95 bis 2,20 Dollar. Scholastic-Aktien legen daraufhin um 5,5 Prozent zu.
(23.09.2010/ac/n/m)