13.12.2012 15:57
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Wall Street Eröffnung: Im Minus trotz guter Arbeitsmarktdaten, Haushaltsstreit belastet, Pier 1 im Blick

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New York (www.aktiencheck.de) - Die US-Leitindizes präsentieren sich im frühen Donnerstaghandel vor dem Hintergrund der gestrigen Fed-Entscheidung, weiterhin Anleihen aufzukaufen und die Nullzinspolitik fortzusetzen, trotz erfreulicher Arbeitsmarktdaten mit leichten Abschlägen. Dabei belasten die zunehmenden Sorgen rund um den Haushaltsstreit. Der Dow Jones verliert aktuell 0,12 Prozent auf 13.229,46 Zähler. Der NASDAQ Composite präsentiert sich mit einem Minus von 0,08 Prozent bei 3.011,33 Zählern, während der S&P 500 derzeit einen Abschlag von 0,09 Prozent auf 1.426,90 Punkte verzeichnet.

Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, hat sich die Arbeitsmarktsituation in den USA in der Woche zum 8. Dezember 2012 verbessert. So verringerte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gegenüber der Vorwoche um 29.000 auf 343.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 375.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 370.000 auf 372.000 nach oben korrigiert. Daneben hat sich der Einzelhandelsumsatz in den USA nach Angaben des US-Handelsministeriums im November 2012 erhöht. Auf Monatssicht stiegen die Umsatzerlöse um 0,3 Prozent, während sie im Oktober um 0,3 Prozent gesunken waren. Volkswirte hatten im Vorfeld einen Anstieg um 0,4 Prozent prognostiziert. Bereinigt um die schwankungsintensiven Umsätze der Automobilbranche blieben die Umsätze gegenüber dem Vormonat unverändert. Experten waren hier ebenfalls von einem unveränderten Wert ausgegangen. Bereits im Vormonat hatten die bereinigten Umsatzerlöse im Einzelhandel auf Monatssicht keine Veränderung gezeigt. Schließlich haben sich die US-Erzeugerpreise im November 2012 reduziert. Binnen Monatsfrist gingen die Preise um 0,8 Prozent zurück. Bereinigt um die schwankungsanfälligen Nahrungsmittel- und Energiepreise stiegen die Preise in der Kernrate jedoch um 0,1 Prozent an. Volkswirte hatten im Vorfeld ein Minus von 0,5 Prozent bzw. ein Plus von 0,1 Prozent prognostiziert. Im Oktober waren die Erzeugerpreise im Vormonatsvergleich um 0,2 Prozent gesunken. Für die Kernrate war im Oktober ein Rückgang um 0,2 Prozent verzeichnet worden. In Kürze werden noch die Lagerbestände veröffentlicht.

Unternehmensseitig befindet sich heute u.a. Pier 1 Imports im Blick. Der Möbelhändler gab bekannt, dass sein Gewinn im dritten Quartal angesichts eines klaren Umsatzwachstums und verbesserter Margen leicht gestiegen ist. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis geschlagen. Zudem wurde die Jahresplanung angehoben. Wie der Konzern weiter mitteilte, hat sein Board ein neues Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 100 Mio. US-Dollar beschlossen. Das Programm tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft. Schließlich wurde noch die Quartalsdividende um 25 Prozent auf 5 Cents pro Aktie angehoben. Aktien von Pier 1 Imports steigen zurzeit um 2,3 Prozent.

Der Netzwerkausrüster Ciena (CIENA) musste im vierten Quartal einen höheren Verlust ausweisen. Unter anderem hatte der Konzern unter rückläufigen Margen zu leiden. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis knapp verfehlt. Anteilsscheine von Ciena können aktuell trotzdem gut 4 Prozent zulegen.

Papiere der Bank of America tendieren im frühen Handel marginal fester. Japans größte Bankgesellschaft Mitsubishi UFJ Financial Group (MUFG) gab bekannt, dass sie den Anteil der US-Bank an dem Private Banking-Joint Venture in Japan übernehmen wird. Den Angaben zufolge erwirbt das japanische Institut demnach die 49 Prozent-Beteiligung der Merrill Lynch Japan Securities Co. Ltd. an dem Gemeinschaftsunternehmen Mitsubishi UFJ Merrill Lynch PB Securities Co. Ltd., das MUFG und Merrill Lynch im Jahr 2006 gegründet hatten.

Indes gewinnen Titel von United Technologies 0,3 Prozent hinzu. Der japanische Maschinenbaukonzern Mitsubishi Heavy Industries (MHI) verkündete, dass er die Sparte Pratt & Whitney Power Systems (PWPS) des US-Mischkonzerns übernehmen wird. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, handelt es sich bei PWPS um die Geschäftseinheit für kleine und mittelgroße Gasturbinen innerhalb der Aeroengine-Division Pratt & Whitney (P&W) von United Technologies. Die Einheit entwickelt, produziert und verkauft aus Flugtriebwerken abgeleitete Gasturbinen und beschäftigt rund 430 Mitarbeiter.

Zu guter Letzt hat die Drugstore-Kette CVS Caremark eine Dividendenerhöhung und ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm angekündigt. Außerdem wurde die Prognose für das Fiskaljahr 2013 konkretisiert. CVS Caremark gewinnen momentan 3,6 Prozent hinzu. (13.12.2012/ac/n/m)

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