New York (aktiencheck.de AG) - Die US-amerikanischen Aktien sind, angetrieben von einem starken Ausblick von Intel und den guten Quartalsergebnissen von JP Morgan, mit Aufschlägen in den neuen Handelstag gestartet. Der Dow Jones gewinnt derzeit 0,50 Prozent auf 11.075,46 Punkte, während sich der NASDAQ Composite 0,57 Prozent auf 2.431,59 Punkte verbessert. Der S&P 500 legt um 0,52 Prozent zu auf 1.175,91 Zähler.
Die US-Außenhandelspreise haben sich im September nach Angaben des US-Arbeitsministeriums unterschiedlich entwickelt. Demnach erhöhten sich die Exportpreise im Vormonatsvergleich um 0,6 Prozent. Bereinigt um Agrargüter lagen sie um 0,3 Prozent über dem Vormonatsniveau, während sie im vorangegangenen Monat um 0,5 Prozent gestiegen waren. Ferner sanken die Importpreise gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent. Bereinigt um Ölimporte stiegen die Einfuhrpreise um 0,3 Prozent, während im August ein Plus von 0,3 Prozent ausgewiesen worden war. Des Weiteren ermittelte die Mortgage Bankers Association of America (MBA) für die Woche zum 8. Oktober 2010 einen saisonbereinigten Anstieg bei der Zahl der Hypothekenanträge. Der entsprechende Index verbesserte sich um 14,6 Prozent. In der Vorwoche war ein Minus von 0,2 Prozent ausgewiesen worden.
Die Großbank JP Morgan (JPMorgan ChaseCo) konnte im dritten Quartal mit einem deutlichen Gewinnplus aufwarten. So lag der Nettogewinn im Berichtszeitraum mit 4,42 Mrd. Dollar bzw. 1,01 Dollar je Aktie über dem Vorjahreswert von 3,59 Mrd. Dollar bzw. 82 Cents je Aktie. Der Umsatz verringerte sich hingegen von 26,62 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum auf 23,82 Mrd. Dollar. Während man im Investmentbanking ein solides Ergebnis erzielen konnte, verzeichnete man im Privatkundensegment insbesondere dank der deutlichen Belebung im Hypothekengeschäft ein deutliches Ergebnisplus. Ebenfalls zulegen konnte die Bank eigenen Angaben zufolge im Geschäftskundensegment sowie im Asset Management. Das deutlich verbesserte Umfeld im Kreditgeschäft hatte außerdem zu geringeren Rückstellungen für faule Kredite geführt. Das Ergebnis im Berichtszeitraum beinhaltet negative Einmaleffekte in Höhe von insgesamt 33 Cents je Aktie sowie positive Effekte in Höhe von 22 Cents je Aktie in Zusammenhang mit geringeren Rückstellungen im Kreditkartengeschäft. Analysten hatten zuvor ein EPS von 88 Cents bei Umsatzerlösen von 24,48 Mrd. Dollar erwartet. Die Aktie verbilligt sich aktuell um 0,1 Prozent.
Chevron (Chevron), der zweitgrößte US-Ölkonzern, gab am Dienstag nach US-Börsenschluss im Rahmen seines Interim Update bekannt, dass er für das dritte Quartal 2010 einen geringeren Gewinn als im zweiten Quartal erwartet. So werden negative Währungseffekte als Folge des schwachen US-Dollar das Ergebnis im dritten Quartal voraussichtlich um rund 400 Mio. Dollar schmälern. Im zweiten Quartal konnte der Konzern seinen Gewinn gegenüber dem Vorjahr mehr als verdreifachen. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich auf 5,41 Mrd. Dollar bzw. 2,70 Dollar pro Aktie, nach 1,75 Mrd. Dollar bzw. 87 Cents pro Aktie im Vorjahr. Das Papier verbilligt sich um 0,4 Prozent. Ferner steht Office Depot , der zweitgrößte Bürohändler in den USA, in Verhandlungen über den Verkauf der Sparte Office Depot (Israel) Ltd. an die New Hamashbir Lazarchan Ltd. Den Angaben zufolge würde der Konzern durch einen Verkauf 47 Mio. Dollar erlösen, abzüglich der ausstehenden Verbindlichkeiten der Sparte zum Abschluss der Transaktion. Die Aktie kann um 2,4 Prozent vorrücken. Der Rüstungskonzern Lockheed Martin wird seine Sparte Enterprise Integration Group (EIG) für 815 Mio. Dollar in bar an Veritas Capital veräußern wird. Der Verkauf der EIG wird voraussichtlich bis Jahresende abgeschlossen. Der Anteilsschein steigt aktuell um 0,7 Prozent.
Der Netzwerkausrüster ADTRAN konnte im dritten Quartal einen deutlichen Umsatz- und Ergebnisanstieg ausweisen. Demnach erhöhte sich der Umsatz im Berichtszeitraum auf 163 Mio. Dollar, was einem Plus von 27 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 128,1 Mio. Dollar entspricht. Der Nettogewinn stieg auf 32,1 Mio. Dollar bzw. 50 Cents je Aktie, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen Nettogewinn von 21,6 Mio. Dollar bzw. 34 Cents je Aktie erzielt hatte. Das Papier verbilligt sich um 2,5 Prozent. Des Weiteren gab Audiovox , ein Lieferant für die Elektronikindustrie bekannt, dass der Gewinn im zweiten Quartal trotz steigender Umsätze um 76 Prozent gesunken ist. Das Papier gibt aktuell um 1,0 Prozent nach. (13.10.2010/ac/n/m)