New York (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten US-Indizes befinden sich im frühen Donnerstaghandel auf dem Rückzug. Dabei drückt nach wie vor insbesondere der Umstand, dass die US-Notenbank Fed signifikante Abwärtsrisiken im Konjunkturausblick sieht. Zudem fielen auch die heutigen Daten vom US-Arbeitsmarkt etwas schlechter als erwartet aus. Der Dow Jones verschlechtert sich um 3,13 Prozent auf 10.776,36 Punkte, während der NASDAQ Composite um 2,71 Prozent auf 2.469,45 Zähler fällt. Der S&P 500 gibt um 2,84 Prozent auf 1.133,68 Punkte nach.
Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich in der Woche zum 17. September 2011 nach Angaben des US-Arbeitsministeriums verbessert. So verringerte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 9.000 auf 423.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 418.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 428.000 auf 432.000 nach oben korrigiert. In Kürze werden noch die Frühindikatoren für August sowie der FHFA Hauspreisindex für Juli erwartet.
Im Blickfeld der Investoren stehen heute unter anderem die bereits gestern nach Börsenschluss bekannt gegebenen Zahlen von Bed Bath & Beyond sowie Red Hat. Bed Bath & Beyond (Bed BathBeyond) legen nach Zweitquartalszahlen um 0,7 Prozent zu. Der Sanitärausrüster konnte dank gestiegener Umsätze den Gewinn deutlich verbessern und so die Erwartungen schlagen. Der Ausblick überzeugte ebenfalls. Das Nettoergebnis belief sich auf 229 Mio. US-Dollar bzw. 93 Cents je Aktie, nach 182 Mio. US-Dollar im Vorjahr. Die Umsatzerlöse konnten von 2,14 Mrd. US-Dollar auf 2,31 Mrd. US-Dollar gesteigert werden. Die vergleichbaren Umsätze erhöhten sich um 5,6 Prozent. Analysten hatten im Vorfeld ein EPS von 84 Cents bei Erlösen von 2,31 Mrd. US-Dollar erwartet. Für das laufende dritte Fiskalquartal 2011/12 prognostizieren sie ein EPS von 86 Cents und einen Umsatz von 2,35 Mrd. US-Dollar. Das Unternehmen selbst stellt für das dritte Quartal ein Ergebnis zwischen 82 und 87 Cents je Aktie in Aussicht. Daneben geht es für Red Hat nach Zahlen zum zweiten Geschäftsquartal 2011/12 um 2,1 Prozent nach oben. Der Linux-Anbieter schlug die Umsatz- und Gewinnerwartungen deutlich. Der Umsatz belief sich auf 281,3 Mio. US-Dollar, nach 219,8 Mio. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn stieg von 23,7 Mio. US-Dollar auf nun 40 Mio. US-Dollar bzw. 20 Cents je Aktie. Auf bereinigter Basis belief sich das EPS auf 29 Cents. Analysten hatten im Vorfeld der Zahlen einen Umsatz von 271 Mio. US-Dollar sowie ein EPS von 25 Cents erwartet.
Heute richtet sich der Fokus der Investoren dann vor allem auf die Zahlen von FedEx . Der Logistikkonzern konnte zwar sein Ergebnis im ersten Geschäftsquartal deutlich verbessern, hat jedoch den Ausblick für das Gesamtjahr gesenkt. So erhöhten sich die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahresquartal um 11 Prozent auf 10,52 Mrd. US-Dollar. Ferner kletterte der Nettogewinn um 22 Prozent auf 464 Mio. US-Dollar bzw. 1,46 US-Dollar pro Aktie. Analysten hatten durchschnittlich 1,46 US-Dollar beim EPS und 10,32 Mrd. US-Dollar beim Umsatz prognostiziert. Für das gesamte Geschäftsjahr gehen Analysten von einem EPS von 6,40 US-Dollar bei Umsatzerlösen in Höhe von 42,53 Mrd. US-Dollar aus. Das Unternehmen selbst stellt einen Gewinn von 6,25 bis 6,75 (bisher: 6,35 bis 6,85) US-Dollar pro Aktie in Aussicht. Der Titel bricht um 9,3 Prozent ein.
Rite Aid (Rite Aid) hat im zweiten Geschäftsquartal infolge steigender Umsätze den Verlust verringert. So erhöhten sich die Umsatzerlöse auf 6,27 Mrd. US-Dollar, nach 6,16 Mrd. US-Dollar im Vorjahresquartal. Die Same Store Sales zogen dabei um 2,2 Prozent an. Daneben sank der Nettoverlust von 197,0 Mrd. US-Dollar auf nun 92,3 Mio. US-Dollar bzw. 11 Cents pro Aktie. Analysten hatten durchschnittlich ein EPS von -17 Cents und einen Umsatz von 6,22 Mrd. US-Dollar prognostiziert. Die Papiere der Drugstore-Kette verlieren 3,7 Prozent an Wert. Daneben legen Discover Financial Services um 2,7 Prozent zu. Das viertgrößte Kreditkartennetzwerk in den USA konnte seinen Gewinn im dritten Quartal mehr als verdoppeln. Dabei profitierte man von einer stärkeren Nutzung der Karten und rückläufigen Zahlungsverzügen. Die Erwartungen wurden damit klar geschlagen. Nachbörslich werden heute auch noch die Quartalsergebnisse von Nike erwartet.
Nun ist es offiziell: Der Mischkonzern United Technologies gab gestern Abend bekannt, dass er den Luftfahrtzulieferer Goodrich übernehmen wird. Zudem bekräftigte man den Ausblick für das Gesamtjahr. Im Rahmen der Transaktion erhalten Goodrich-Aktionäre für jeden ihrer Anteilsscheine 127,50 US-Dollar in bar. Dies entspricht einem Enterprise Value von insgesamt 18,4 Mrd. US-Dollar, einschließlich zu übernehmender Verbindlichkeiten in Höhe von 1,9 Mrd. US-Dollar. Während United Technologies 6,7 Prozent an Wert einbüßen, schießen Goodrich um 9,8 Prozent nach oben. Daneben verlautbarte der Finanzdienstleister State Street ebenfalls bereits gestern, dass er eine Vereinbarung zum Erwerb des Wertpapierhändlers Pulse Trading abgeschlossen hat. Der Anteilsschein verschlechtert sich um 2,5 Prozent.
Honeywell (Honeywell International) verbilligen sich um 3,5 Prozent, nachdem der Mischkonzern heute meldete, dass er an seinem Ausblick für das Geschäftsjahr 2011 festhält. (22.09.2011/ac/n/m)