New York (aktiencheck.de AG) - Nach der Rating-Abstufung durch Standard & Poor´s notieren die wichtigsten US-Indizes im frühen Montaghandel im roten Bereich. Mit der Abstufung haben die USA erstmals ihr Top-Rating verloren. Der Dow Jones verschlechtert sich um 1,63 Prozent auf 11.257,74 Punkte, während der NASDAQ Composite um 1,71 Prozent auf 2.489,01 Punkte nachgibt. Der S&P 500 verliert 1,75 Prozent auf 1.178,41 Punkte.
Die Rating-Agentur Standard & Poor´s hat am Freitagabend das Kreditrating der USA abgestuft. So wurde die langfristige Bonitätsnote der weltweit führenden Volkswirtschaft von "AAA" auf "AA+" abgesenkt. Der langfristige Ausblick wurde mit "negativ" eingestuft. Begründet wurde diese spektakuläre Entscheidung vor allem mit der weiter steigenden Staatsverschuldung der USA nach der Anhebung der Verschuldungsgrenze von zuletzt 14,3 auf mehr als 17 Bio. US-Dollar in den kommenden Jahren. In diesem Zusammenhang wurden auch die von den Demokraten und Republikanern beschlossenen Ausgabenkürzungen und Einsparungen in Höhe von insgesamt 2,4 Bio. US-Dollar in den kommenden zehn Jahren kritisiert. Diese gehen der Rating-Agentur nicht weit genug. Selbst wenn die angestrebten Einsparungen vollständig umgesetzt werden sollten, dürfte die Staatsverschuldung in den USA in den kommenden Jahren weiter zulegen, so S&P weiter.
Nach Quartalszahlen steht heute in den USA vor allem die Aktie von Tyson Foods mit einem Zugewinn von 1,9 Prozent im Blick. Der Nahrungsmittelkonzern musste im dritten Quartal einen Gewinnrückgang ausweisen. Zwar lag der Umsatz mit 8,25 Mrd. US-Dollar über dem Vorjahreswert von 7,44 Mrd. US-Dollar. Beim Nettogewinn wurde aber ein Rückgang auf 196 Mio. US-Dollar bzw. 51 Cents je Aktie ausgewiesen, nach zuvor 248 Mio. US-Dollar. Das Ergebnis beinhaltet dabei positive Einmaleffekte in Höhe von 5 Cents je Aktie. Insgesamt hat man den Angaben zufolge unter den höheren Futtermittelpreisen zu leiden gehabt. Analysten hatten zuvor lediglich ein EPS von 41 Cents sowie einen Umsatz von 8,29 Mrd. US-Dollar erwartet.
Dollar Thrifty Automotive Group (Dollar Thrifty Automotive Group) fahren mit einem Abschlag von 2,1 Prozent hinterher. Der Autovermieter konnte im zweiten Quartal zwar mit einem leichten Gewinnanstieg aufwarten, verfehlte aber die Erwartungen der Analysten. Indes steigerte U.S. Cellular (United States Cellular) im zweiten Quartal seinen Gewinn deutlich und übertraf die Analystenerwartungen klar. Der Titel des Mobilfunkanbieters gibt daraufhin um 1,7 Prozent nach.
Um 10,3 Prozent brechen Quicksilver Resources ein. Der Öl- und Erdgaskonzern im zweiten Quartal wegen eines Asset-Verkaufs einen Gewinnanstieg verzeichnet. Auf um Einmaleffekte bereinigter Basis konnten die Analystenschätzungen übertroffen werden. Die Papiere des unabhängigen Stromerzeugers Dynegy verlieren daneben 4,9 Prozent an Wert. Das Unternehmen hat seinen Verlust im zweiten Quartal reduziert und profitierte dabei von geringeren Mark-to-Market-Verlusten.
Schließlich verschlechtern sich McDonald`s (McDonalds) um 0,3 Prozent. Die Schnellrestaurantkette konnte im Juli einen klaren Anstieg bei den vergleichbaren Filialumsätzen erzielen. Die Erwartungen wurden damit geschlagen. So erhöhten sich die Same-Store Sales gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,1 Prozent. Analysten waren im Vorfeld von einem Zuwachs von 4,4 Prozent ausgegangen. (08.08.2011/ac/n/m)