New York (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten US-Indizes können am Freitag im frühen Handel ein wenig vorrücken. Insgesamt fehlt es dem Markt derzeit aber an neuen Impulsen. Zudem halten sich die Anleger vor dem langen Wochenende mit Neuengagements zurück. Am Montag bleibt die Wall Street wegen des Feiertags Memorial Day geschlossen. Möglicherweise kann die in Kürze anstehende Veröffentlichung der Verbraucherstimmung Uni Michigan für Mai die Märkte stärker in die ein oder andere Richtung bewegen. Der Dow Jones legt derzeit 0,42 Prozent zu auf 12.454,83 Punkte, während der NASDAQ Composite 0,34 Prozent auf 2.792,32 Punkte hinzugewinnt. Der S&P 500 steigt um 0,46 Prozent auf 1.331,85 Punkte.
In den USA sind die saisonbereinigten persönlichen Einkommen und Ausgaben im April 2011 nach Angaben des US-Handelsministeriums angewachsen. So erhöhten sich die persönlichen Einkommen um 0,4 Prozent gegenüber dem Vormonatsniveau, während im Vormonat ein Plus von revidiert 0,4 (vorläufig: 0,5) Prozent verbucht worden war. Ferner zogen die persönlichen Konsumausgaben um 0,4 Prozent an, nachdem sie im Vormonat um 0,5 (vorläufig: 0,6) Prozent gestiegen waren. Volkswirte hatten im Vorfeld Zuwächse von 0,4 Prozent bei den Einkommen und 0,5 Prozent bei den Konsumausgaben prognostiziert. In Kürze werden noch Daten zur Verbraucherstimmung Uni Michigan für Mai und zu den anstehenden Hausverkäufen für März erwartet.
Hoch im Kurs stehen heute im frühen Handel die Aktien Marvell Technology (Marvell Technology Group), nachdem der Halbleiterhersteller bereits gestern nach Börsenschluss seine Ergebnisse für das erste Quartal 2011/2012 bekannt gab. Dabei konnte man die Markterwartungen nicht erfüllen. Während der Umsatz um 6 Prozent auf 802,4 Mio. US-Dollar sank, brach das Nettoergebnis (GAAP) von 205,8 Mio. US-Dollar auf 146,9 Mio. US-Dollar bzw. 22 Cents je Aktie (verwässert) ein. Das Nettoergebnis (non-GAAP) wurde auf 189,3 Mio. US-Dollar bzw. 29 Cents je Aktie (verwässert) beziffert. Analysten hatten zuvor ein EPS von 30 Cents bei Umsatzerlösen von 826,1 Mio. US-Dollar erwartet. Allerdings überzeugte der Konzern mit einem starken Ausblick. Die Aktie verbessert sich um 11 Prozent.
Interessante Nachrichten gab es zudem bereits gestern von Johnson & Johnson (JohnsonJohnson). Der Gesundheitskonzern prüft zurzeit Wachstumsstrategien für sein Pharmageschäft. In den letzten Jahren hatte man hier mit Patentverlusten und rückläufigen Umsätzen zu kämpfen. Das Unternehmen rechnet damit, dass der weltweite Pharmamarkt von derzeit schätzungsweise 850 Mrd. US-Dollar bis zum Jahr 2015 auf mehr als 1 Bio. US-Dollar wachsen wird. Vor diesem Hintergrund will Johnson & Johnson seine Pharmasparte mit differenzierten Arzneimitteln, dem Aufbau einer transformativen Pipeline, der Stärkung der geografischen Präsenz sowie Investitionen in organisatorische Ressourcen dahingehend aufstellen, um an diesem Wachstum partizipieren zu können. Zwischen 2011 und 2015 will der Konzern dabei die Zulassung von insgesamt elf neuen Medikamenten und Impfstoffen beantragen. Der Titel rückt um 1,2 Prozent vor.
Der Verlagskonzern McClatchy hat für 236 Mio. US-Dollar insgesamt 14 Morgen Land verkauft. Hierunter fällt auch das Gebäude, in dem die Tochtergesellschaft Miami Herald Media Company untergebracht ist. Käufer war die Bayfront 2011 Property LLC, eine Tochter der Genting Malaysia Berhad. Das Papier schießt vor diesem Hintergrund aktuell um 12 Prozent nach oben.
Nachdem es bereits gestern Zahlen aus dem kanadischen Bankensektor gab, meldete sich heute der Branchenprimus zu Wort. So konnte die Royal Bank of Canada ihren Gewinn im zweiten Quartal steigern. Dabei profitierte man von stärkeren Ergebnissen in den Bereichen Canadian Banking, Wealth Management und Insurance sowie geringeren Rückstellungen für Kreditausfälle. Allerdings wurden die Erwartungen auf bereinigter Basis verfehlt. Indes hat die Bank die Quartalsdividende um 8 Prozent auf 0,54 CAD pro Aktie angehoben. Der Anteilsschein gibt um 2,2 Prozent nach. (27.05.2011/ac/n/m)