New York (aktiencheck.de AG) - Die US-Börsen tendieren im frühen Dienstaghandel fest und profitieren dabei von der insgesamt guten Stimmung am Markt. Damit folgen die US-Indizes der positiven Entwicklung in Europa. Der Dow Jones gewinnt 0,72 Prozent auf 12.482,15 Punkte, während der NASDAQ Composite 1,08 Prozent auf 2.705,37 Zähler steigt. Der S&P 500 legt um 0,93 Prozent zu auf 1.292,59 Punkte.
Konjunkturseitig stehen in Kürze noch die Daten zu den Lagerbeständen für November zur Veröffentlichung an.
Bereits gestern nach Börsenschluss öffnete Alcoa als erstes Schwergewicht seine Bücher zum abgelaufenen Quartal und läutete damit traditionell die US-Berichtssaison ein. Das Unternehmen wies dabei im vierten Quartal einen höheren Verlust aus als erwartet. Dagegen fiel der Umsatzanstieg stärker aus als prognostiziert. Der Nettoverlust belief sich auf 193 Mio. US-Dollar bzw. 18 Cents je Aktie, nach einem Nettogewinn von 258 Mio. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Um Einmaleffekte bereinigt belief sich der Verlust auf 34 Mio. US-Dollar bzw. 3 Cents je Aktie. Analysten hatten im Vorfeld einen Verlust von 2 Cents je Aktie erwartet. Die Umsatzerlöse erhöhten sich von 5,65 Mrd. US-Dollar im Vorjahr auf nun 5,99 Mrd. US-Dollar. Analysten hatten im Vorfeld einen Umsatz von 5,74 Mrd. US-Dollar erwartet. Das Papier legt um 1,6 Prozent zu.
Für eine Enttäuschung sorgte ebenfalls bereits gestern nach Börsenschluss Juniper Networks . Der Netzwerkausrüster hat aufgrund schwächer als erwartet ausgefallen Nachfrage nach Routern seinen Umsatz- und Gewinnausblick für das vierte Quartal gesenkt. So erwartet man nun einen Nettogewinn von 26 bis 28 Cents pro Aktie, bei Umsatzerlösen von 1,11 bis 1,12 Mrd. US-Dollar. Zuvor hatte Juniper Networks ein EPS von 32 bis 36 Cents bei einem Umsatz von 1,16 bis 1,22 Mrd. US-Dollar in Aussicht gestellt. Analysten stellen für das vierte Quartal ein EPS von 34 Cents bei Erlösen von 1,19 Mrd. US-Dollar in Aussicht. Die Aktie verbessert sich dennoch um 2,9 Prozent.
Wenig erfreuliche Nachrichten kamen heute auch von Tiffany (TiffanyCo). Die Juwelierkette hat aufgrund einer enttäuschenden Geschäftsentwicklung in den USA und Europa ihren Ausblick für das Gesamtjahr (per 31. Januar) gesenkt. So rechnet man inzwischen nur noch mit einem Gewinn je Aktie in Höhe von 3,60 bis 3,65 US-Dollar, nachdem man die Prognose zuletzt im November auf ein EPS zwischen 3,70 und 3,80 US-Dollar angehoben hatte. Die Analystenschätzung liegt bei 3,76 US-Dollar. Die Anteilsscheine brechen um 10,5 Prozent ein.
Weitere Neuigkeiten gibt es von der Akquisitionsfront. Fossil wird die Skagen Designs Ltd. und einige ihrer internationalen Tochtergesellschaften für rund 225 Mio. US-Dollar in bar sowie 150.000 Fossil-Aktien übernehmen. Wie es heißt, könnten die Verkäufer bis zu 100.000 zusätzliche Fossil-Aktien erhalten, sollten die Nettoumsätze von Fossil mit Skagen-Produkten bestimmte Schwellen überschreiten. Skagen Designs mit Sitz in Reno im US-Bundesstaat Nevada produziert, vermarktet und vertreibt Uhren, Schmuck und Sonnenbrillen. Die Aktie des Uhrenherstellers gibt um 0,1 Prozent nach.
Indes verschlechtern sich JCPenney (J C Penney Company) um 0,4 Prozent. Der Einzelhandelskonzern hat Thomas J. Engibous zum Chairman bestellt. Engibous wird sein neues Amt zum 28. Januar 2012 antreten. Engibous ist seit 1999 im Board of Directors vertreten und fungierte seit 2008 als Lead Independent Director. Er folgt auf Myron E. (Mike) Ullman, den ehemaligen CEO des Konzerns, der als Executive Chairman zurücktreten wird.
Schließlich rauschen Eastman Kodak um 17,5 Prozent nach oben. Der Fotokonzern teilte mit, dass er eine neue, einfachere Konzernstruktur schafft, um die Produktivität zu steigern, die Kosten zu senken und die Umwandlung hin zu einem digitalen Unternehmen zu beschleunigen. Den Angaben zufolge reduziert sich im Rahmen der neuen Struktur die Zahl der Konzern-Segmente von drei auf zwei. Künftig gibt es demnach das Commercial Segment sowie das Consumer Segment, wobei beide an das neu geschaffene Chief Operating Office berichten werden, das von Philip Faraci und Laura Quatela geleitet wird. Faraci wird weiterhin als President und COO fungieren. Quatela war zuletzt - zusammen mit Faraci - zum President und COO von Kodak bestellt worden. (10.01.2012/ac/n/m)