New York (aktiencheck.de AG) - An der Wall Street herrschen im frühen Dienstaghandel nach den Aufschlägen des Vortages rote Vorzeichen vor. Zum einen warten die Anleger gespannt auf die Entscheidung des slowakischen Parlaments zur Ausweitung des Euro-Rettungsschirms. Zum anderen wird Alcoa heute nach Börsenschluss die Berichtssaison einläuten. Ferner wird am Abend noch das FOMC-Sitzungsprotokoll erwartet. In diesem Umfeld halten sich die Investoren zunächst mit Neuengagements zurück. Der Dow Jones verschlechtert sich um 0,48 Prozent auf 11.377,93 Punkte, während der NASDAQ Composite um 0,20 Prozent auf 2.560,80 Zähler fällt. Der S&P 500 gibt um 0,47 Prozent auf 1.189,28 Punkte nach.
Für die Aktie des Autovermieters Dollar Thrifty Automotive Group geht es heute im frühen Handel um 2,5 Prozent nach unten. Das Unternehmen hat das Übernahmeangebot des US-Rivalen Hertz Global Holdings ausgeschlagen und will weiter eigenständig bleiben. Wie es heißt, sei man nach Ablauf der Prüfung der Übernahmeofferte zu dem Schluss gekommen, das Übernahmeangebot des Konkurrenten in Höhe von 72,00 US-Dollar je Aktie in bar und eigenen Aktien abzulehnen. Dollar Thrifty hatte am 21. August eine Prüfung der eingegangen Übernahmeofferten für den Konzern angekündigt und die Interessenten aufgefordert, bis Anfang Oktober dieses Jahres ein finales und Angebot vorzulegen. Dabei hatte der Konzern darauf hingewiesen, dass kein Übernahmeangebot, welches ein mögliches Eingreifen der Kartellbehörden nach sich ziehen könnte, vom Board of Directors von Dollar Thrifty akzeptiert werde. Bis zum 10. Oktober sei kein entsprechendes Übernahmeangebot eingegangen, begründete der Konzern die Entscheidung, weiterhin eigenständig bleiben zu wollen. Hertz Global Holdings verschlechtern sich daraufhin um 1 Prozent.
News Corp. geben derweil um 1,4 Prozent nach. Der Medienkonzern will seine Aktionäre derzeit dazu bewegen, die aktuellen Board-Mitglieder auf der Hauptversammlung am 21. Oktober 2011 wiederzuwählen. Damit widerspricht der Konzern vehement den Vorschlägen des ISS (Institutional Shareholder Services). Der Anbieter von Dienstleistungen in den Bereichen Stimmrechtsberatung und Corporate Governance für Finanzmarktteilnehmer hatte die Aktionäre der News Corp. dazu aufgefordert, auf der kommenden Hauptversammlung gegen 13 der insgesamt 15 Directors zu stimmen, darunter auch gegen Chairman Rupert Murdoch und seine Söhne James und Lachlan. ISS verwies in diesem Zusammenhang auf Corporate Governance-Bedenken nach dem Abhörskandal bei der britischen Boulevardzeitung "News of the World".
IBM (IBM) hat einen weiteren Zukauf angekündigt. So wurde eine Vereinbarung zur Übernahme der nicht börsennotierten kanadischen Platform Computing geschlossen. Bei dem Unternehmen mit Sitz im kanadischen Toronto handelt es sich um einen Anbieter im Bereich Management-Software. Derzeit verfügt Platform Computing über weltweit 2.000 Unternehmenskunden. Die Übernahme soll im vierten Quartal abgeschlossen werden. Finanzielle Einzelheiten wurden nicht bekannt gegeben. Für den Titel geht es um 1,2 Prozent nach unten.
99 Cents Only Stores verbessern sich um 4,2 Prozent. Der Discount-Händler gab heute bekannt, dass er der Übernahme des Unternehmens durch die Ares Management LLC und das Canada Pension Plan Investment Board für rund 1,6 Mrd. US-Dollar zugestimmt hat. Die Aktionäre von 99 Cents Only Stores erhalten im Rahmen der Transaktion 22,00 US-Dollar in bar für jeden ihrer Anteilsscheine. Die Gründerfamilie Gold/Schiffer hat bereits zugestimmt, die Übernahme zu unterstützen. (11.10.2011/ac/n/m)