New York (aktiencheck.de AG) - Die US-Börsen können nach starken Vorgaben aus Asien und Europa am Montag mit deutlichen Zugewinnen in die neue Handelswoche starten. Daneben sorgt auch die Hoffnung auf eine baldige Lösung in Zusammenhang mit der Schulödenkrise in der Eurozone bei vielen Anlegern für Optimismus. Der Dow Jones verbessert sich um 1,54 Prozent auf 11.420,14 Punkte, während der NASDAQ Composite um 2,80 Prozent auf 2.510,72 Zähler steigt. Der S&P 500 legt um 2,59 Prozent zu auf 1.188,82 Punkte.
Die Baugenehmigungen in den USA sind im Oktober 2011 nicht so stark gestiegen wie zunächst angenommen. Dies gab das US-Handelsministerium in Washington am Montag bekannt. So wurden insgesamt 0,644 Millionen Baugenehmigungen für Privathäuser erteilt. Damit wurde der vorläufig veröffentlichte Wert nach oben korrigiert. Zunächst hatte das US-Handelsministerium einen Anstieg um 10,9 Prozent auf 0,653 Millionen Baugenehmigungen gemeldet, nach 0,589 Millionen im September
In einem ansonsten recht nachrichtenarmen Handelsumfeld stehen unter anderem Anteilsscheine von Amazon.com Inc. zu Handelsbeginn im Fokus. Wie aus einer am Montag veröffentlichten Pressemitteilung des Konzerns hervorgeht, wurden am Tag nach "Thanksgiving" mehr als viermal so viele Geräte des populären eBook-Readers verkauft als ein Jahr zuvor. Amazon bietet das Gerät derzeit in vier Ausführungen an: "Kindle", "Kindle Touch", "Kindle Touch 3G" und das neueste Modell "Kindle Fire". Diese sind für 79, 99, 149 und 199 US-Dollar zu haben. Nach Aussage von Amazon sei die mit 199 US-Dollar teuerste Ausführung des eBook-Readers, der "Kindle Fire" am vergangenen "Black Friday" am häufigsten nachgefragt worden. Der "Black Friday" gilt in den USA traditionell als Auftakt für die weihnachtliche Shopping-Saison. Kurz nach Handelsstart kann die Aktie von Amazon derzeit mehr als 5,5 Prozent zulegen.
Daneben hat der US-Krankenversicherer UnitedHealth Group seine Prognose für das laufende Fiskaljahr 2011 bestätigt und den Ausblick für das kommende Geschäftsjahr 2012 konkretisiert. Demnach geht er für das laufende Fiskaljahr von einem EPS von 4,52 bis 4,57 US-Dollar aus. Analysten gehen hier von einem EPS von 4,55 US-Dollar aus. Für das Fiskaljahr 2012 stellt der US-Krankenversicherer Umsatzerlöse im Bereich von 107 bis 108 Mrd. US-Dollar sowie ein EPS von 4,55 bis 4,75 US-Dollar in Aussicht. Marktbeobachter gehen hier von einem EPS von 4,75 US-Dollar und Umsatzerlösen von 108,5 Mrd. US-Dollar aus. Derzeit kann der Wert 2,3 Prozent zulegen.
Deutlich schwächer präsentieren sich zu Handelsbeginn die Anteilsscheine von Greif (Grei b). Zuvor hatte der Verpackungshersteller seine Prognose für das laufende Fiskaljahr nach unten revidiert. Wie aus einer Pressemitteilung des Konzerns hervorgeht, erwartet der Konzern für das Fiskaljahr 2011 vor Einmaleffekten einen Gewinn von 3,65 bis 3,75 US-Dollar je Aktie. Zuletzt hatte Greif hier ein EPS von 4,15 bis 4,30 US-Dollar in Aussicht gestellt. Analysten gehen für das laufende Fiskaljahr von einem EPS von 4,05 US-Dollar aus. Unter anderem verwies der Verpackungshersteller auf die schwächer als erwartete Umsatzentwicklung in Westeuropa, die vor allem im zweiten Halbjahr beim Absatzvolumen sowie bei der Profitabilität hinter den Erwartungen zurückgeblieben sei. Auch habe man unter einer höheren Steuerbelastung zu leiden gehabt. Aktuell gibt die Aktie 2,8 Prozent ab. (28.11.2011/ac/n/m)