New York (aktiencheck.de AG) - Die Wall Street kann zum Wochenauftakt deutlich zulegen und schließt sich damit den starken Vorgaben aus Europa an. Zuvor haben die EU-Finanzminister einen Rettungsschirm beschlossen, um den Euro gegen Spekulanten zu schützen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) steuert 250 Mrd. Euro bei. Ingesamt beläuft sich das Volumen auf 750 Mrd. Euro. Mit diesen Hilfen sollen Attacken gegen Länder wie Spanien, Portugal und Italien gestoppt werden. Aktuell klettert der Dow Jones um 3,83 Prozent auf 10.777,96 Zähler. Für den S&P 500 geht es daneben um 4,06 Prozent nach oben auf 1.155,96 Punkte. Der Nasdaq Composite legt 4,59 Prozent zu auf 2.369,74 Stellen. Auf Erholungskurs befindet sich auch der Euro, der um 0,55 Prozent zulegt auf 1,2936 Dollar.
Wie auch an den europäischen Börsen zählen Finanzwerte zu den Favoriten. Unter anderem gewinnen Morgan Stanley knapp 6 Prozent, Goldman Sachs 4 Prozent, JP Morgan über 4 Prozent, Bank of America knapp 7 Prozent und Citigroup über 7 Prozent. Der angeschlagene Hypothekenanbieter Fannie Mae (Federal National Mortgage Association (Fannie Mae)) meldete, dass er im ersten Quartal einen hohen Milliardenverlust ausweisen musste. Zudem wurden weitere Staatshilfen in Höhe von 8,4 Mrd. Dollar beantragt. Demnach lag der Nettoverlust bei 13,06 Mrd. Dollar bzw. 2,29 Dollar je Aktie, nach einem Nettoverlust von 23,2 Mrd. Dollar bzw. 4,09 Dollar je Aktie im Vorjahreszeitraum. Dabei beinhaltet das jüngste Ergebnis rund 1,5 Mrd. Dollar an Dividendenzahlungen auf die vom US-Finanzministerium gehaltenen Vorzugsaktien. Der Gesamtumsatz verringerte sich von 5,19 Mrd. Dollar auf 3,02 Mrd. Dollar. Analysten hatten zuvor einen Verlust von 1,75 Dollar je Aktie sowie einen Umsatz von 5,63 Mrd. Dollar erwartet.
Die Schnellrestaurantkette McDonald`s (McDonalds) konnte im April einen Anstieg bei den vergleichbaren Filialumsätzen erzielen. Wie der weltweit führende Betreiber von Schnellrestaurants verkündete, erhöhten sich die Umsatzerlöse bei Niederlassungen, welche mindestens 13 Monate geöffnet waren (Same-Store Sales), gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,9 Prozent. Damit wurde die Analystenprognose von 4,5 Prozent übertroffen. Auf Konzernebene verzeichnete McDonald`s einen stärkeren Zuwachs der Umsatzerlöse um 10,3 Prozent, während man auf wechselkursbereinigter Basis ein Plus von 6,4 Prozent erzielen konnte. Die Aktie von McDonald`s gewinnt rund 3 Prozent. Für DISH Network (Dish Network) geht es um knapp 4 Prozent nach oben. Wie der zweitgrößte Satellitenfernsehanbieter in den USA erklärte, ist sein Gewinn im ersten Quartal trotz eines leichten Umsatzwachstums um 26 Prozent auf 230,9 Mio. Dollar bzw. 52 Cents pro Aktie gesunken. Die Erwartungen wurden jedoch geschlagen. Der Umsatz nahm um 5,2 Prozent auf 3,06 Mrd. Dollar zu.
Wie der Energieversorger NRG Energy bekannt gab, ist sein Gewinn im ersten Quartal um 71 Prozent gesunken. Der Nettogewinn betrug 58 Mio. Dollar bzw. 22 Cents pro Aktie. Der Umsatz nahm von 1,66 Mrd. Dollar auf 2,22 Mrd. Dollar zu. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 31 Cents und einem Umsatz von 2,18 Mrd. Dollar ausgegangen. Die Aktie legt kurz nach Handelsstart über 4 Prozent zu. Der unabhängige Stromerzeuger Dynegy (Dyneg a) hat im ersten Quartal einen Gewinn nach einem Vorjahresverlust erwirtschaftet. Die Erwartungen wurden damit deutlich geschlagen. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich auf 145 Mio. Dollar bzw. 24 Cents pro Aktie, im Vergleich zu einem Verlust von 335 Mio. Dollar bzw. 40 Cents pro Aktie im Vorjahr. Der Umsatz verringerte sich von 904 Mio. Dollar auf 858 Mio. Dollar. Die Aktie reagiert mit einem Plus von fast 13 Prozent auf die Ergebnisse.
Der Nahrungsmittelkonzern Tyson Foods konnte im zweiten Geschäftsquartal ein positives Ergebnis erzielen. Wie das Unternehmen verkündete, erhöhten sich die Umsatzerlöse um 10 Prozent auf 6,92 Mrd. Dollar. Der den Aktionären zuzurechnende Nettogewinn erreichte 159 Mio. Dollar oder 42 Cents je Aktie. Bereinigt um Sondereffekte betrug das EPS 46 Cents. Analysten waren lediglich von einem EPS von 34 Cents sowie Umsätzen von 6,54 Mrd. Dollar ausgegangen. Der Wert klettert in Reaktion auf das Zahlenwerk um gut 3 Prozent. Dean Foods brechen um 16 Prozent ein. Der Lebensmittelhersteller musste im ersten Quartal infolge sinkender Verkaufspreise ein deutliches geringeres Ergebnis ausweisen. Die Erlöse stiegen auf 2,97 Mrd. Dollar, nach 2,70 Mrd. Dollar im Vorjahresquartal. Der Nettogewinn sank von 76,2 Mio. Dollar bzw. 48 Cents je Aktie auf nun 43,2 Mio. Dollar bzw. 24 Cents pro Aktie. Im fortgeführten Geschäft belief sich das Ergebnis auf 23 Cents je Anteilsschein. Analysten hatten zuvor ein EPS von 28 Cents erwartet.
Dow Jones 10.777,96 (+3,83 Prozent) S&P 500 1.155,96 (+4,06 Prozent) NASDAQ Composite 2.369,74 (+4,59 Prozent) (10.05.2010/ac/n/m)