New York (aktiencheck.de AG) - Die US-amerikanischen Börsen starten am Mittwoch mit leichten Abschlägen in den Handel. Anleger halten sich im Vorfeld des morgen und übermorgen stattfindenden des G20-Treffens zurück. Der Dow Jones verliert derzeit 0,26 Prozent auf 11.317,38 Punkte, während sich der NASDAQ Composite um 0,24 Prozent auf 2.556,73 Punkte verschlechtert. Der S&P 500 gibt ebenfalls um 0,24 Prozent nach auf 1.210,54 Zähler.
Das US-Handelsbilanzdefizit hat sich im September nach Angaben des US-Handelsministeriums verringert. So hat sich das Defizit um 5,3 Prozent auf 44,0 Mrd. Dollar reduziert, während Volkswirte 44,8 Mrd. Dollar prognostiziert hatten. Für August wurde der Passivsaldo von vorläufig 46,3 Mrd. auf 46,5 Dollar nach oben korrigiert. Beim Außenhandel mit China hat sich der Passivsaldo auf nun 27,8 Mrd. Dollar ausgeweitet, nach 22,1 Mrd. Dollar im Vorjahresmonat. Ferner ermittelte die Mortgage Bankers Association of America (MBA) für die Woche zum 5. November 2010 einen saisonbereinigten Anstieg bei der Zahl der Hypothekenanträge. Demnach legte der entsprechende Index um 5,8 Prozent zu. In der Vorwoche war ein Minus von 5,0 Prozent ausgewiesen worden. Im Einzelnen wuchs der Subindex zur Refinanzierung bestehender Kredite um 6,0 Prozent, wogegen der Teilindex der Neuanträge zum Kauf von Häusern um 5,5 Prozent anzog. Den weiteren Angaben der MBA zufolge belief sich der durchschnittliche Zinssatz für 30-jährige Hypotheken auf unverändert 4,28 Prozent. Die US-Außenhandelspreise haben sich im Oktober nach Angaben des US-Arbeitsministeriums erhöht. So stiegen die Exportpreise im Vormonatsvergleich um 0,8 Prozent. Bereinigt um Agrargüter lagen sie um 0,7 Prozent über dem Vormonatsniveau, während sie im vorangegangenen Monat um 0,3 Prozent angezogen waren. Ferner kletterten die Importpreise gegenüber dem Vormonat um 0,9 Prozent. Bereinigt um Ölimporte stiegen die Einfuhrpreise um 0,3 Prozent, während im September ein Plus von 0,3 Prozent ausgewiesen worden war. Schließlich hat sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA auf 435.000 verringert. Am Abend werden noch Daten zum US-Staatshaushalt im Oktober erwartet.
Viel Beachtung fanden in den USA heute die Zahlen des Autobauers General Motors (Motors Liquidation). So konnte das Unternehmen im dritten Quartal schwarze Zahlen schreiben. Während der Umsatz bei 34,1 Mrd. Dollar lag, betrug der Nettogewinn nach Anteilen Dritter 2,0 Mrd. Dollar. Für das vierte Quartal stellt die Gesellschaft ein positives Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern in Aussicht. Die Aktie gibt jedoch mehr als 10 Prozent ab. Positiv fielen die Daten der Kaufhauskette Macy`s (Macys) aus. Im dritten Quartal konnte vor dem Hintergrund eines soliden Umsatzwachstums ein Gewinn nach einem Vorjahresverlust erzielt werden. Die Erwartungen wurden geschlagen. Zudem wurde die Jahresprognose erhöht. Der Nettogewinn lag bei 10 Mio. Dollar bzw. 2 Cents pro Aktie. Auf bereinigter Basis betrug der Gewinn 8 Cents pro Aktie. Der Umsatz erhöhte sich um 6,6 Prozent auf 5,62 Mrd. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 3 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 5,55 Mrd. Dollar ausgegangen. Die EPS-Prognose für das Gesamtjahr wurde von zuvor 1,89 bis 1,94 Dollar auf nunmehr 1,94 bis 1,99 Dollar erhöht. Das Papier verschlechtert sich um 0,4 Prozent. Ferner konnte der Modekonzern Polo Ralph Lauren im zweiten Geschäftsquartal zweistellige Wachstumsraten bei Umsatz und Gewinn verzeichnen. Dabei stiegen die Umsatzerlöse um 11 Prozent auf 1,53 Mrd. Dollar. Der Nettogewinn verbesserte sich um 16 Prozent auf 205,2 Mio. Dollar bzw. 2,09 Dollar pro Aktie. Analysten waren im Vorfeld nur von einem EPS von 1,70 Dollar bei Umsätzen von 1,48 Mrd. Dollar ausgegangen. Der Titel schießt um 6,3 Prozent nach oben. Schließlich verbilligen sich Aktien des IT-Dienstleisters Computer Sciences um 0,6 Prozent. Die Gesellschaft musste im zweiten Quartal angesichts leicht geringerer Umsätze einen Gewinnrückgang hinnehmen. Die Erwartungen wurden allerdings übertroffen. Zudem wurde der Ausblick aktualisiert. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern nun mit einem EPS-Ergebnis von 5,35 bis 5,45 Dollar (zuvor: 5,30 bis 5,40 Dollar) bei Erlösen von 16,5 bis 17,0 Mrd. Dollar (zuvor: 16,8 bis 17,2 Mrd. Dollar). Schließlich geben die Papiere des Suppenherstellers Campbell Soup um 3 Prozent nach, nachdem man die Ergebnisprognose nach unten revidiert hat.
Deutlich negativ fiel das Ergebnis des Anleiheversicherer Ambac Financial Group (AMBAC Financial Group) aus. Nachdem man am Montag Gläubigerschutz beantragt hatte, gab man gestern nachbörslich bekannt, im dritten Quartal einen deutlich niedrigeren Gewinn erwirtschaftet zu haben. So sank der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen auf 76 Mio. Dollar bzw. 25 Cents pro Aktie, nach 2,19 Mrd. Dollar. Der Umsatz fiel gleichzeitig von 2,69 Mrd. Dollar auf 361,2 Mio. Dollar. Der Titel brach bereits gestern um mehr als 50 Prozent ein. Nach Börsenschluss werden heute noch mit Spannung die Quartalsergebnisse von Cisco Systems erwartet. (10.11.2010/ac/n/m)