11.07.2012 15:51
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Wall Street Eröffnung: Leichte Abschläge trotz positiver Konjunkturdaten stützen

New York (www.aktiencheck.de) - Die US-Leitindizes weisen am heutigen Mittwoch kurz nach Handelsbeginn leicht rote Vorzeichen aus. Dabei können die Märkte nicht von positiven Konjunkturdaten profitieren. Börsianer hoffen jedoch auf eine Erholung nach vier verlustreichen Handelstagen in Folge. Der Dow Jones verliert aktuell 0,21 Prozent auf 12.626,55 Zähler. Der NASDAQ Composite präsentiert sich mit einem Minus von 0,25 Prozent bei 2.895,15 Zählern, während der S&P 500 derzeit einen Abschlag von 0,02 Prozent auf 1.341,26 Punkte zeigt.

Wie das US-Handelsministerium mitteilte, hat sich das US-Handelsbilanzdefizit im Mai 2012 verkleinert. So hat sich das Handelsbilanzdefizit um 3,8 Prozent auf 48,7 Mrd. US-Dollar verringert, während Volkswirte 48,9 Mrd. US-Dollar prognostiziert hatten. Im April wurde ein Passivsaldo von revidiert 50,6 (vorläufig: 50,1) Mrd. US-Dollar verbucht. Hierbei stiegen die Exporte um 0,2 Prozent auf 183,1 Mrd. US-Dollar. Die Importe sanken um 0,7 Prozent auf 231,8 Mrd. US-Dollar. Daneben ermittelte die Mortgage Bankers Association of America (MBA) für die Woche zum 7. Juli 2012 einen saisonbereinigten Rückgang bei der Zahl der Hypothekenanträge. So verringerte sich der entsprechende Index gegenüber der vorangegangenen Woche um 2,1 Prozent. In der Vorwoche war sogar ein Minus von 6,7 Prozent ermittelt worden. In Kürze werden noch die Lagerbestände und Umsätze im Großhandel, der Ölmarktbericht und am Abend das FOMC Sitzungsprotokoll gemeldet.

Bereits gestern Abend hat der Dieselmotorenhersteller Cummins seine Umsatzprognose für das laufende Fiskaljahr nach unten revidiert. So geht man für das laufende Fiskaljahr nur noch von einem Umsatz auf Vorjahresniveau aus. Zuletzt hatte Cummins gegenüber 2011 einen Umsatzanstieg von 10 Prozent in Aussicht gestellt. Zur Begründung verwies der Konzern auf den sich abschwächenden Absatztrend auf dem US-Markt. Auch habe sich die Nachfrage in den so genannten Emerging Markets wie Indien, China und Brasilien nicht im Rahmen der konzerneigenen Erwartungen entwickelt. Negative Wechselkurseffekte wirken sich den Angaben zufolge ebenfalls belastend auf die Umsatzentwicklung aus. Die Aktie von Cummins gibt aktuell 2,4 Prozent ab.

Ebenfalls gestern Abend hat der Netzwerkausrüster ADTRAN für das zweite Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang ausgewiesen. CEO Tom Stanton führte die schwache Ergebnisentwicklung vor allem auf das herausfordernde Marktumfeld zurück. Angesichts der unsicheren Gesamtsituation dürfte sich das Umfeld auch in naher Zukunft nicht verbessern, so der Manager weiter. ADTRAN brechen zurzeit um 11 Prozent ein.

Heute meldete der Hardware-Hersteller Xerox , einer der weltgrößten Druckerhersteller, dass er das britische Unternehmen WDS, einen Anbieter von technischem Support, Knowledge Management sowie zugehöriger Beratung für die Mobilfunkindustrie, übernehmen wird. Den Angaben zufolge wurde WDS im Jahr 1995 gegründet und beschäftigt mehr als 2.000 Mitarbeiter in den USA, Großbritannien, Südafrika, Singapur, Australien und Neuseeland. Xerox gewinnen 0,7 Prozent hinzu.

Papiere von Alcoa tendieren im frühen Handel 0,2 Prozent leichter. Der Aluminiumkonzern hat ein langjähriges Lieferabkommen mit dem zum europäischen Luft-. und Raumfahrtkonzern EADS gehörenden Flugzeugbauer Airbus geschlossen. Im Rahmen der heute geschlossenen Vereinbarung wird Alcoa demnach Airbus mit Aluminiumplatten und -blechen sowie anderen Aluminiumprodukten beliefern. Das Gesamtvolumen des im Rahmen der Luftfahrtmesse in Farnborough unterzeichneten Abkommens wurde auf 1,4 Mrd. US-Dollar beziffert.

Auch die CIT Group , ein weltweit führender Anbieter im Bereich der Transportfinanzierung, vertieft ihre Geschäftsbeziehung zu EADS. Demnach hat man bei Airbus zehn weitere Flugzeuge der A330-Familie fest in Auftrag gegeben. CIT Group steigen aktuell um 0,2 Prozent.

Der Pharmakonzern Eli Lilly (Eli Lilly and) hat heute enttäuschende Studiendaten zu einem in der klinischen Erprobung befindlichen Medikament zur Behandlung von Schizophrenie veröffentlicht. Eli Lilly verbilligen sich um 0,6 Prozent.

Schließlich rücken Anteilsscheine von Abercrombie & Fitch (AbercrombieFitch) um 6,8 Prozent vor. Der Modekonzern plant einem Zeitungsbericht zufolge einen umfassenden Aktienrückkauf. Darüber hinaus beabsichtige der Konzern, seine Expansionspläne in Europa zurückzufahren. (11.07.2012/ac/n/m)

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