New York (aktiencheck.de AG) - Die US-Leitbörsen gehen mit leichten Aufschlägen in den letzten Handelstag der Woche. Dabei profitieren die Märkte von positiven Konjunkturdaten, guten Zahlen von Adobe sowie einer Reihe von Übernahmen. Der Dow Jones gewinnt kurz nach Börseneröffnung 0,47 Prozent auf 11.924,82 Punkte, während der NASDAQ Composite um 0,88 Prozent auf 2.563,43 Zähler zulegen kann. Der S&P 500 steigt um 0,65 Prozent auf 1.223,71 Punkte.
Wie das US-Arbeitsministerium heute mitteilte, haben sich die US-Verbraucherpreise im November 2011 stabilisiert. Demnach verharrte der Verbraucherpreisindex auf dem Niveau des Vormonats, wogegen er im Oktober um 0,1 Prozent gesunken war. Volkswirte hatten eine Preissteigerung um 0,1 Prozent prognostiziert. Die um die volatilen Nahrungsmittel- und Energiepreise bereinigte Kernrate lag um 0,2 Prozent über dem Vormonatsniveau, nachdem sie im Oktober um 0,1 Prozent angezogen war. Volkswirte waren hier von einem Plus von 0,1 Prozent ausgegangen.
Bereits gestern nach Börsenschluss gab der Software-Konzern Adobe Systems seine Zahlen zum vierten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2010/11 bekannt. Dabei konnte das Unternehmen einen unerwarteten Umsatz- und Gewinnanstieg vermelden. Zudem überzeugte der Ausblick. Die Aktie gewinnt aktuell mehr als 8 Prozent. Ebenfalls nachbörslich veröffentlichte der kanadische BlackBerry-Hersteller Research In Motion (RIM) seine Ergebnisse für das dritte Fiskalquartal 2011/12. Während der Gewinn- und Umsatzrückgang im Rahmen der Erwartungen ausfiel, enttäuschte der Konzern mit dem Ausblick. Entsprechend büßen die Titel von RIM gut 10 Prozent ein. Zudem meldete der Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleister Accenture , dass sich sein Gewinn im ersten Quartal erhöht hat, was auf ein starkes Wachstum sowohl im Bereich Consulting als auch im Outsourcing-Segment zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden damit geschlagen. Die Jahresergebnisprognose wurde jedoch gesenkt. Anteilsscheine von Accenture verlieren vor diesem Hintergrund 3,6 Prozent.
Heute wurde bekannt, dass RSC Holdings vor der Übernahme durch den Konkurrenten United Rentals steht. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, wurde zwischen beiden Konzernen eine Vereinbarung zur Übernahme von RSC Holdings durch United Rentals geschlossen. Dabei sollen die Aktionäre von RSC Holdings 18,00 US-Dollar je Aktie in Form von Bargeld und Aktien von United Rentals erhalten. Die Offerte setzt sich dabei aus einer Barkomponente in Höhe von 10,80 US-Dollar und 0,2783 Anteilsscheinen von United Rentals zusammen. Dies entspricht inklusive der Übernahme von Konzernverbindlichkeiten in Höhe von 2,3 Mrd. US-Dollar einem Enterprise Value von insgesamt rund 4,2 Mrd. US-Dollar. Während United Rentals 2,3 Prozent anziehen, rücken RSC Holdings um über 53 Prozent vor.
Daneben teilte die kanadische Valeant Pharmaceuticals (Valeant Pharmaceuticals International) mit, dass sie ISTA Pharmaceuticals ein Übernahmeangebot unterbreitet hat. Den Angaben zufolge hat man im Rahmen der Offerte für jede ISTA-Aktie 6,50 US-Dollar in bar geboten, was einem Gesamtvolumen von 314 Mio. US-Dollar entspricht. Einschließlich Netto-Verbindlichkeiten in Höhe von 13 Mio. US-Dollar liegt der Enterprise Value bei rund 327 Mio. US-Dollar. Der gebotene Kaufpreis beinhaltet eine Prämie von 67 Prozent auf den gestrigen Schlusskurs der ISTA-Aktie. Valeant verbilligen sich um 1,5 Prozent, ISTA schießen dagegen um 55 Prozent steil in die Höhe.
Papiere der Morton`s Restaurant Group (Mortons Restaurant Group) verteuern sich indes um gut 30 Prozent. Der Konzern steht vor der Übernahme durch Tilman J. Fertitta. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, werde Fertitta über seine Tochtergesellschaft Fertitta Morton's Restaurants Inc. im Rahmen der heute getroffenen Vereinbarung sämtliche Anteilsscheine von Morton's Restaurant zu einem Kaufpreis von 6,90 US-Dollar je Aktie übernehmen. Dies entspricht einem Aufschlag von 34 Prozent gegenüber dem letzten Schlusskurs der Aktie vom Vortag.
Schließlich gab es heute Quartalszahlen bei Darden Restaurants . Wie der Restaurantbetreiber verkündete, ist sein Gewinn im zweiten Quartal gesunken, was neben einer geringfügigen Sonderbelastung mit einer schwächer als erwarteten Umsatzentwicklung bei Olive Garden sowie höheren Nahrungsmittelkosten zusammenhängt. Titel von Darden tendieren im frühen Handel 1,3 Prozent leichter. (16.12.2011/ac/n/m)