New York (www.aktiencheck.de) - Die US-Leitindizes müssen zur Wochenmitte im Vorfeld des Fed-Sitzungsergebnisses kurz nach Handelsbeginn rote Vorzeichen ausweisen. Die Marktteilnehmer erhoffen sich jedoch konjunkturfördernde Maßnahmen seitens der US-Notenbank. Der Dow Jones verliert aktuell 0,16 Prozent auf 12.817,43 Zähler. Der NASDAQ Composite präsentiert sich mit einem Minus von 0,10 Prozent bei 2.926,83 Zählern, während der S&P 500 derzeit einen Abschlag von 0,16 Prozent auf 1.355,83 Punkte zeigt.
Die Mortgage Bankers Association of America (MBA) ermittelte für die Woche zum 15. Juni 2012 einen saisonbereinigten Rückgang bei der Zahl der Hypothekenanträge. So verringerte sich der entsprechende Index gegenüber der vorangegangenen Woche um 0,8 Prozent. In der Vorwoche war hingegen ein Plus von 18,0 Prozent ermittelt worden. In Kürze wird noch der Ölmarktbericht gemeldet. Am Abend steht dann das Fed-Sitzungsergebnis zur Veröffentlichung an.
Bereits gestern nach Börsenschluss gab der Software-Konzern Adobe Systems seine Ergebnisse zum zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2011/12 bekannt. Das Unternehmen konnte seinen Umsatz steigern und auf bereinigter Basis beim Gewinn die Analystenerwartungen übertreffen. Der Ausblick enttäuschte indes. Daneben veröffentlichte Jabil Circuit , ein Auftragshersteller von Elektronikkomponenten, nachbörslich seine Ergebnisse zum zweiten Quartal 2011/12. Während der Umsatz leicht gesteigert werden konnte, ging der Gewinn zurück. Die EPS-Schätzungen der Analysten wurden auf bereinigter Basis jedoch erreicht. Während Adobe im frühen Handel 5,6 Prozent abgeben, können Jabil Circuit um 4,5 Prozent vorrücken.
Heute gab der Konsumgüterkonzern Procter & Gamble (P&G) (ProcterGamble) bekannt, dass er seine Prognosen für das vierte Quartal nach unten korrigiert hat, was mit einem geringer als erwarteten Wachstum in entwickelten Märkten und negativen Währungseffekten zusammenhängt. Zudem wurde ein erster Ausblick auf das Geschäftsjahr 2013 gegeben. Papiere von P&G büßen vor diesem Hintergrund 3,9 Prozent ein.
Ebenfalls im Blick befindet sich die News Corp. . Der Medienkonzern strebt offenbar die Übernahme der australischen Pay-TV-Gruppe Consolidated Media Holdings (CMH) an. Wie CMH erklärte, hat das Unternehmen demnach ein nicht-bindendes Übernahmeangebot von der News Ltd., der australischen Tochter der News Corp., in Höhe von 3,50 Australischen Dollar (AUD) je Aktie in bar erhalten. Die Offerte unterliegt dabei einer Reihe von Bedingungen, darunter die Zustimmung des Boards der News Ltd., die Genehmigungen durch die Behörden FIRB und ACCC, eine nicht wesentlich verschlechterte Geschäftsentwicklung bei CMH, Zeit für eine exklusive Due Diligence durch die News Ltd. sowie die Sicherheit für die News Ltd., nach Abschluss der Transaktion keinerlei Verpflichtungen hinsichtlich bestimmter CMH-Verbindlichkeiten zu haben. Das CMH-Board schlägt nun vor, konstruktive Gespräche mit der News Ltd. bezüglich der Offerte zu führen. Ob es das Übernahmeangebot weiter verfolgt werde bzw. ob es überhaupt zu einer Transaktion komme, könne zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nicht garantiert werden. Sollte es zu einer Transaktion kommen, würde diese indes nicht vor dem vierten Quartal 2012 abgeschlossen werden können, hieß es. Aktien der News Corp. gewinnen zurzeit 0,6 Prozent hinzu.
Eine Rückkehr an die Börse feiert der Fast-Food-Konzern Burger King , dessen Aktien heute erstmals seit 2010 wieder an der NYSE gehandelt werden. Wie die Schnellrestaurant-Kette mitteilte, wurde die Zusammenlegung ihres Geschäfts mit einer Tochter der Justice Holdings Ltd. vollzogen. Als Folge der Transaktion hat 3G Capital, der Hauptanteilseigner von Burger King Worldwide, rund 1,4 Mrd. US-Dollar in bar erhalten. 3G Capital bleibt mit rund 71 Prozent Mehrheitsaktionär von Burger King Worldwide, während die ehemaligen Justice-Aktionäre und -gründer nun ca. 29 Prozent der Anteile des fusionierten, börsennotierten Unternehmens halten. Der Finanzinvestor 3G Capital hatte die zweitgrößte Fastfood-Kette in den USA im Jahr 2010 von den damaligen Großaktionären TPG Capital, Goldman Sachs Capital Partners und Bain Capital Investors für 4 Mrd. US-Dollar übernommen und sie danach von der Börse genommen. Anteilsscheine von Burger King notieren derzeit bei 15,20 US-Dollar.
Schließlich präsentierte der Industriekonzern Actuant die Geschäftszahlen für das dritte Quartal. Dabei ging der Gewinn zwar zurück, jedoch legte das bereinigtes Ergebnis zu. CEO Robert C. Arzbaecher zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden und verwies unter anderem auf die solide Entwicklung auf dem US-Markt. Schwächer habe sich indessen die Nachfrage in China und Europa entwickelt. Titel von Actuant verlieren aktuell 7 Prozent. (20.06.2012/ac/n/m)