New York (aktiencheck.de AG) - Die US-amerikanischen Börsen sind mit roten Vorzeichen in die neue Handelswoche gestartet. Gut aufgenommen wurde allerdings die Entscheidung Irlands, den Euro-Rettungsschirm in Anspruch zu nehmen. Der Dow Jones verliert derzeit 0,41 Prozent auf 11.158,03 Punkte, während sich der NASDAQ Composite um 0,03 Prozent auf 2.503,56 Punkte zulegt. Der S&P 500 gibt indes um 0,30 Prozent nach auf 1.196,11 Zähler.
Die Federal Reserve Bank of Chicago ermittelte für Oktober 2010 eine Zunahme beim National Activity Index. Wie heute mitgeteilt wurde, hat sich der Chicago Fed National Activity Index (CFNAI) auf -0,28 Punkte verschlechtert, nachdem für September ein Wert von revidiert -0,52 (vorläufig: -0,58) Punkten ermittelt worden war. Im Drei-Monats-Durchschnitt, der monatliche Schwankungen ausgleicht, wurde beim CFNAI ein Wert von -0,46 Punkten gemeldet, nach -0,33 im September.
Der Versicherungskonzern AIG (American International Group) macht mit einem möglichen Spartenverkauf auf sich aufmerksam. Presseangaben zufolge hat das Unternehmen seine Eisenbahnfahrzeug-Sparte zum Verkauf gestellt. Gemäß des Berichts haben die Assets von AIG Rail Services einen Buchwert von rund 660 Mio. Dollar. Welche Summe der Konzern jedoch mit einem Verkauf erlösen will, sei den Angaben zufolge bisher unklar. Die Aktie von AIG gibt derzeit um 1,2 Prozent nach. Gleichzeitig rücken die Papiere von Merck & Co. um 0,7 Prozent vor, nachdem der Pharmakonzern bereits gestern positive Studiendaten zum Medikament Vytorin veröffentlicht hat. Demnach habe eine klinische Studie mit dem Medikament ergeben, dass Vytorin in den Dosierungen 10 und 20 Milligramm das Risiko bei Patienten, die an einem chronischem oder weit fortgeschrittenen Nierenleiden erkrankt sind, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, statistisch signifikant reduziere. Als Cholesterinsenker ist Vytorin bereits zugelassen. Auf Basis der Daten aus der Studie will der Konzern für diese Indikation einen Zulassungsantrag stellen. Daneben gab der Krankenversicherer Humana bekannt, dass er das private Gesundheitsunternehmen Concentra Inc. für rund 790 Mio. Dollar in bar übernehmen wird. Der Anteilsschein steigt um 3,7 Prozent.
Moody`s (Moodys), die Muttergesellschaft der gleichnamigen Rating-Agentur wird die kanadische CSI Global Education Inc. (CSI) übernehmen. Der Kaufpreis für den führenden Anbieter von Schulungs-, Qualifikations- und Zertifizierungsdiensten im kanadischen Finanzwesen liegt bei 155 Mio. Kanadischen Dollar (CAD) in bar. Die Aktie von Moody`s legt um 0,2 Prozent zu. Zudem steht der Software-Hersteller Novell kurz vor der Übernahme durch die Attachmate Corp. So werde Attachmate im Zuge der mit Novell geschlossenen Vereinbarung 6,10 Dollar je Aktie in bar für die Übernahme des Software-Konzerns bezahlen. Das Gesamtvolumen der Übernahme wurde auf rund 2,2 Mrd. Dollar beziffert. Der Titel rückt um 6,3 Prozent vor. Indes gab der Chemiekonzern H.B. Fuller (H B Fuller) bekannt, dass er Jim Owens mit sofortiger Wirkung zum President und CEO bestellt hat. Zudem wurde er zum Director berufen. Der Anteilsschein verbilligt sich um 1,3 Prozent. Der Agrarkonzern Monsanto meldete ebenfalls eine Veränderung im Vorstand. So wird der Executive Vice President und CFO des Konzerns, Carl Casale, den Konzern zum 31. Dezember 2010 verlassen. Ein Nachfolger für Casale für das Amt des CFO wurde bislang noch nicht gefunden. Die Aktie legt um 4,1 Prozent zu.
Schließlich gab es auch heute Quartalsausweise. Der Nahrungsmittelkonzern Tyson Foods konnte im vierten Quartal den Umsatz von 7,21 Mrd. Dollar im Vorjahr auf nunmehr 7,44 Mrd. Dollar steigern. Beim Nettoergebnis wurde ein Gewinn von 213 Mio. Dollar bzw. 57 Cents je Aktie ausgewiesen, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen Nettoverlust von 457 Mio. Dollar bzw. 1.23 Dollar je Aktie verzeichnet hatte. Analysten hatten zuvor ein EPS von 56 Cents bei Umsatzerlösen von 7,75 Mrd. Dollar erwartet. Der Titel verteuert sich um 4,4 Prozent. Ferner konnte der Chemiekonzern Valspar (The Valspar) seinen Gewinn im vierten Quartal leicht erhöhen. Zurückzuführen war dies auf ein solides Umsatzwachstum. Der Nettogewinn belief sich auf 51,3 Mio. Dollar bzw. 51 Cents je Aktie, nach 49,9 Mio. Dollar im Vorjahr. Vor Einmaleffekten lag der Gewinn bei 56 Cents (Vorjahr: 53 Cents) pro Aktie. Der Umsatz nahm gleichzeitig um 12,9 Prozent auf 876,8 Mio. Dollar zu. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 56 Cents je Aktie und einem Umsatz von 841,8 Mio. Dollar ausgegangen. Die Aktie rückt um 4,1 Prozent vor. (22.11.2010/ac/n/m)