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26.07.2011 15:57

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Wall Street Eröffnung: Mehrheitlich im Minus, US-Schuldenkrise und Zahlenflut im Blick

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New York (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten US-Börsen notieren am Dienstag kurz nach Handelsstart mehrheitlich in der Verlustzone. Neben einer Reihe von gemischt aufgenommenen Quartalszahlen steht dabei auch heute der anhaltende US-Schuldenstreit im Blickfeld der Investoren. Der Dow Jones verschlechtert sich um 0,51 Prozent auf 12.528,77 Punkte, während der NASDAQ Composite um 0,07 Prozent auf 2.844,92 Punkte zulegt. Der S&P 500 verliert 0,07 Prozent auf 1.336,44 Punkte.

Die Immobilienpreise in den USA sind im Mai 2011 gegenüber dem Vormonat angestiegen. Wie aus dem heute veröffentlichten S&P Case/Shiller Homeprice-Index hervorgeht, kletterten die Häuserpreise im Berichtsmonat in den wichtigsten 20 Städten gegenüber dem Vormonat um 1,0 Prozent, nach einem Plus von 0,6 Prozent im April. Dabei hat sich das Preisniveau in 16 der 20 Städte im Vormonatsvergleich verbessert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurde im Berichtszeitraum ein Rückgang der Häuserpreise um 4,5 Prozent ausgewiesen. In Kürze werden zudem noch Daten zum Verbrauchervertrauen im Juli und zu den Verkäufen neuer Häuser für Juni erwartet.

Im Blick stehen im frühen Handel auch die gestern nachbörslich gemeldeten Zahlen von Texas Instruments . Der Halbleiterhersteller konnte im zweiten Quartal trotz eines Umsatz- und Gewinnrückgangs die Analystenerwartungen schlagen. Der Umsatz sank leicht auf 3,46 Mrd. US-Dollar. Der Nettogewinn belief sich auf 672 Mio. US-Dollar bzw. 56 Cents je Aktie, nach 769 Mio. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten im Vorfeld mit einem EPS von 53 Cents bei einem Umsatz von 3,44 Mrd. US-Dollar gerechnet. Die Aktie verteuert sich um 1,3 Prozent.

Heute ließen indes bereits wieder einige absolute Schwergewichte in ihre Bücher blicken, allen voran Ford, UPS und 3M. Aktuell fahren Ford (Ford Motor) um 0,4 Prozent vor. Der Automobilkonzern verzeichnete im zweiten Quartal einen Gewinnrückgang. Zurückzuführen war dies auf Sonderbelastungen sowie Kosten in Zusammenhang mit dem Abbau von Verbindlichkeiten. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis allerdings übertroffen. Der Nettogewinn belief sich auf rund 2,4 Mrd. US-Dollar bzw. 59 Cents pro Aktie, nach ca. 2,6 Mrd. US-Dollar im Vorjahr. Vor Einmaleffekten wurde ein operatives Ergebnis von 65 Cents (Vorjahr: 68 Cents) pro Aktie ausgewiesen. Der Gesamtumsatz stieg von 35,0 Mrd. US-Dollar auf 35,5 Mrd. US-Dollar, wobei der Umsatz ohne Volvo um 4,2 Mrd. US-Dollar zulegen konnte. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 60 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 31,59 Mrd. US-Dollar ausgegangen. Negativ aufgenommen wurden indes die Zahlen des Mischkonzerns 3M . So lag der Umsatz im zweiten Quartal mit 7,68 Mrd. US-Dollar über dem Vorjahreswert von 6,73 Mrd. US-Dollar. Beim Nettogewinn wurde ein Anstieg auf 1,16 Mrd. US-Dollar bzw. 1,60 US-Dollar ausgewiesen, nach 1,12 Mrd. US-Dollar. Analysten hatten zuvor ein EPS von 1,60 Dollar sowie einen Umsatz von 7,60 Mrd. US-Dollar erwartet. Für das laufende Fiskaljahr erwartet der Konzern nunmehr ein EPS von 6,10 bis 6,25 US-Dollar, nachdem man hier zuvor ein EPS von 6,05 bis 6,25 US-Dollar je Aktie in Aussicht gestellt hatte. Die Aktie gibt um 3,7 Prozent nach. Mit einem Abschlag von 3,2 Prozent notieren auch die Papiere des Logistikkonzerns UPS (United Parcel Service) im negativen Terrain. Das Unternehmen konnte im zweiten Quartal dank eines starken US-Geschäfts und wachsender Exporte ein deutliches Gewinnwachstum verzeichnen und die Erwartungen schlagen. Der Umsatz stieg um 8,1 Prozent auf 13,19 Mrd. US-Dollar. Der Nettogewinn kletterte von 845 Mio. US-Dollar auf nun 1,06 Mrd. US-Dollar bzw. 1,07 US-Dollar pro Aktie. Bereinigt um Sondereffekte betrug das EPS 1,05 US-Dollar. Marktbeobachter hatten zuvor ein EPS von 1,04 US-Dollar geschätzt.

Lockheed Martin (Lockheed Martin) musste im zweiten Quartal infolge von Pensionsverpflichtungen und Aufwendungen in Zusammenhang mit einem Personalabbau einen Gewinnrückgang verzeichnen. Allerdings wurden die Umsatz- und Gewinnerwartungen der Analysten trotzdem übertroffen. Zudem wurde die Gewinnprognose für das Gesamtjahr angehoben. Der Anteilsschein des Rüstungskonzerns steigt um 0,9 Prozent. Illinois Tool Works geben daneben um 6,3 Prozent nach, obwohl der Maschinenbaukonzern im zweiten Quartal das Vorjahresergebnis klar übertreffen konnte.

Lexmark (Lexmark International) schießen um 15,2 Prozent nach oben. Der Druckerhersteller steigerte seinen Gewinn im zweiten Quartal und konnte die Erwartungen der Analysten auf bereinigter Basis deutlich übertreffen. Dabei wirkte sich eine starke Nachfrage seitens der Geschäftskunden positiv aus. Für eine positive Überraschung sorgte auch Office Depot . Der zweitgrößte Bürohändler in den USA musste im zweiten Quartal zwar einen höheren Verlust ausweisen, was mit Sonderbelastungen und geringeren Verbraucherausgaben angesichts einer langsamen Erholung der US-Wirtschaft zusammenhängt. Die Erwartungen konnten auf bereinigter Basis jedoch übertroffen werden. Der Titel rückt daraufhin um 7,1 Prozent vor. Gut schmecken den Investoren heute auch die Papiere von Hershey (The Hershey), die sich um 0,8 Prozent verteuern, nachdem der Süßwarenhersteller im zweiten Quartal mit einem deutlichen Ergebnisanstieg aufwarten konnte. Die Erwartungen der Analysten wurden geschlagen.

Für eine klare Enttäuschung sorgte PACCAR (Paccar). Der Lkw-Hersteller wartete zwar im zweiten Quartal mit einem deutlichen Umsatz- und Ergebnisanstieg auf. Allerdings wurden die Gewinnerwartungen der Analysten verfehlt. Für das Papier geht es um 11,2 Prozent nach unten. Group 1 Automotive fahren daneben um 7,3 Prozent vor. Der Autohändler hat seinen Gewinn im zweiten Quartal aufgrund deutlich höherer Margen und einer effizienten Kostenkontrolle fast verdoppelt. Die Erwartungen wurden damit klar übertroffen.

SUPERVALU (SUPERVALU) legen deutlich um 9,8 Prozent zu. Die Supermarktkette hat im ersten Quartal einen höheren Gewinn erwirtschaftet, was auf Kostensenkungen zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden damit übertroffen. Zudem wurde die Jahresprognose bestätigt. Mit einem Abschlag von 7,9 Prozent kommen heute im frühen Handel schließlich die Aktien von AK Steel Holding unter die Räder. Der Konzern steigerte im zweiten Quartal zwar Umsatz und Ergebnis, verfehlte allerdings gleichzeitig bei beiden Kennzahlen die Analystenerwartungen. Nachbörslich werden u.a. noch Amazon, Juniper Networks und Norfolk Southern ihre Bücher öffnen. (26.07.2011/ac/n/m)

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