New York (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten Indizes an der Wall Street befinden auch im frühen Mittwochhandel mehrheitlich im Aufwind. Dabei stützt nach wie vor die Hoffnung, dass das griechische Parlament heute dem Sparprogramm zustimmen wird. Der Dow Jones gewinnt derzeit 0,26 Prozent auf 12.220,59 Punkte, während sich der NASDAQ Composite um 0,09 Prozent auf 2.726,90 Punkte verschlechtert. Der S&P 500 steigt 0,32 Prozent auf 1.300,79 Punkte.
Die Mortgage Bankers Association of America (MBA) ermittelte für die Woche zum 24. Juni 2011 einen saisonbereinigten Rückgang bei der Zahl der Hypothekenanträge. So verringerte sich der entsprechende Index um 2,7 Prozent. In der Vorwoche war sogar ein Minus von 5,9 Prozent gemeldet worden. Im Einzelnen fiel der Subindex zur Refinanzierung bestehender Kredite um 2,6 Prozent, während der Teilindex der Neuanträge zum Kauf von Häusern um 3,0 Prozent nachgab. Den weiteren Angaben der MBA zufolge belief sich der durchschnittliche Zinssatz für 30-jährige Hypotheken auf 4,46 Prozent, was einer Abnahme um 0,11 Prozentpunkte gegenüber der Vorwoche entspricht. In Kürze werden noch die Daten zu den anstehenden Hausverkäufen für April erwartet.
Bereits gestern gab es nachbörslich noch einige Quartalsberichte, die heute die Aufmerksamkeit der Investoren auf sich ziehen. Im Blick stehen dabei vor allem die Aktien von Progress Software , die sich im frühen Handel um 1,3 Prozent verbilligen. Der Hersteller von Anwendungsinfrastruktur-Software für Unternehmen musste im zweiten Fiskalquartal 2010/11 trotz eines soliden Umsatzwachstums einen leichten Gewinnrückgang verzeichnen. Die Gewinnerwartungen wurden dennoch getroffen. Beim Ausblick konnte der Konzern allerdings nicht überzeugen.
Heute gab es ebenfalls wieder diverse Quartalsausweise. Für die Anteilsscheine von Monsanto geht es um 4,2 Prozent nach oben. Der Agrarkonzern steigerte seinen Gewinn im dritten Quartal deutlich und profitierte dabei von einem starken Umsatzwachstum. Die Erwartungen wurden klar geschlagen. Zudem wurde der Ausblick angehoben. Der Nettogewinn belief sich auf 680 Mio. US-Dollar bzw. 1,26 US-Dollar pro Aktie, nach 384 Mio. US-Dollar im Vorjahr. Der Umsatz nahm um 21 Prozent auf 3,59 Mrd. US-Dollar zu. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 1,10 US-Dollar pro Aktie und einem Umsatz von 3,36 Mrd. US-Dollar ausgegangen. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern nun mit einem bereinigten EPS-Ergebnis von 2,84 bis 2,88 US-Dollar (zuvor: 2,72 bis 2,82 US-Dollar). Analysten sehen hier einen Gewinn von 2,82 US-Dollar pro Aktie.
General Mills (General Mills) konnte derweil im vierten Quartal mit einem Umsatz- und Ergebnisplus aufwarten. So lag der Umsatz mit 3,63 Mrd. US-Dollar über dem Vorjahreswert von 3,53 Mrd. US-Dollar. Unter dem Strich wurde beim Nettogewinn ein Anstieg auf 320,2 Mio. US-Dollar bzw. 48 Cents je Aktie ausgewiesen, nach zuvor 211,9 Mio. US-Dollar. Vor Einmaleffekten lag der bereinigte Gewinn je Aktie bei 52 Cents. Analysten hatten zuvor ein EPS von 52 Cents bei Umsatzerlösen von 3,67 Mrd. US-Dollar erwartet. Die Aktie des Lebensmittelkonzerns gibt um 1,7 Prozent nach. Family Dollar Stores steigerte im dritten Quartal ebenfalls Umsatz und Gewinn. Allerdings wurden hier die Analystenerwartungen verfehlt. Das Papier der Einzelhandelskette verliert daraufhin 2,9 Prozent an Wert. Für eine Enttäuschung sorgte auch der Baukonzern KB Home (KB Home ). So hat sich der Verlust im zweiten Quartal mehr als verdoppelt, was auf Sonderbelastungen und deutlich geringere Umsätze zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden damit deutlich verfehlt. Der Anteilsschein büßt 4,6 Prozent an Wert ein. Acuity Brands konnte daneben im dritten Geschäftsquartal vor dem Hintergrund einer steigenden Nachfrage ein höheres Ergebnis ausweisen. Gewinnseitig wurden die Analystenerwartungen aber knapp verfehlt. Die Aktie des Herstellers von Beleuchtungsausrüstung verschlechtert sich um 0,8 Prozent.
Ferner richtet sich heute der Fokus auf die Titel der Bank of America . Die größte US-Bank hat sich im Streit um den Verkauf hypothekenbesicherter Wertpapiere mit den zuständigen Behörden auf die Zahlung von insgesamt 8,5 Mrd. US-Dollar geeinigt. Außerdem wird die Bank of America im zweiten Quartal weitere Rückstellungen in Zusammenhang mit weiteren Rechtsstreitigkeiten in Höhe von 5,5 Mrd. US-Dollar bilden. Im zweiten Quartal geht das Kreditinstitut in Zusammenhang mit dem milliardenschweren Vergleich von einem Verlust von 88 bis 93 Cents je Aktie aus. Vor Einmaleffekten erwartet der Finanzkonzern einen Gewinn von 28 bis 33 Cents je Aktie. Das Papier rückt um 2,8 Prozent vor.
Schließlich steht auch die Aktie von BJ`s Wholesale Club mit einem Aufschlag von 4,7 Prozent im Blick. Der Großhändler steht vor der Übernahme. So hat man der Übernahmeofferte eines aus den beiden Finanzinvestoren Leonard Green & Partners L.P. (LGP) und CVC Capital Partners bestehenden Konsortiums im Gesamtvolumen von 2,8 Mrd. US-Dollar zugestimmt. Im Rahmen der Vereinbarung werden die Aktionäre des Großhandelskonzerns 51,25 US-Dollar je Aktie in bar erhalten. (29.06.2011/ac/n/m)