New York (aktiencheck.de AG) - Nachdem die wichtigsten Indizes an der Wall Street gestern im späten Handel bereits zur Aufholjagd angesetzt haben, geht es im frühen Mittwochhandel mehrheitlich weiter nach oben. Die Stimmung der Investoren wird dabei durch Hoffnungen auf eine nachhaltige chinesische Unterstützung bei der Lösung der EU-Schuldenkrise verbessert. Der Dow Jones fällt um 0,20 Prozent auf 12.851,94 Punkte, während der NASDAQ Composite 0,30 Prozent auf 2.940,67 Zähler zulegt. Für den S&P 500 geht es im frühen Handel um 0,05 Prozent nach oben auf 1.351,14 Punkte.
Die Federal Reserve Bank of New York ermittelte für Februar 2012 erneut eine Verbesserung bei der allgemeinen Geschäftstätigkeit im Verarbeitenden Gewerbe des Distrikts New York. So erhöhte sich der Empire State Manufacturing Index auf +19,53 Punkte, während Volkswirte mit einem Wert von +14,0 Zählern gerechnet hatten. Für Dezember 2011 war ein Wert von +13,48 Punkten ermittelt worden. Die Mortgage Bankers Association of America (MBA) ermittelte indes für die Woche zum 10. Februar 2012 einen saisonbereinigten Rückgang bei der Zahl der Hypothekenanträge. So verringerte sich der entsprechende Index um 1,0 Prozent. In der Vorwoche war hingegen ein Plus von 7,5 Prozent gemeldet worden. Im Einzelnen stieg der Subindex zur Refinanzierung bestehender Kredite gegenüber der Vorwoche um 0,8 Prozent, wogegen der Teilindex der Neuanträge zum Kauf von Häusern um 8,4 Prozent abgab. Des Weiteren ist die US-Industrieproduktion im Januar unverändert geblieben, wie die U.S. Federal Reserve Bank mitteilte. So lag der Produktionsausstoß der Fabriken, Bergwerke und Energieversorger unverändert auf seinem Vormonatsniveau, während er im Dezember um revidiert 1,0 (vorläufig: +0,4) Prozent gestiegen war. Volkswirte hatten ein Plus von 0,6 Prozent prognostiziert. Zudem schrumpfte die Kapazitätsauslastung der US-Industrie leicht auf 78,5 Prozent, während die Prognose auf 78,6 Prozent gelautet hatte. Im Vormonat hatte die Auslastung bei revidiert 78,6 (vorläufig: 78,1) Prozent gestanden. Schließlich werden heute noch der NAHB/WF Hausmarktindex für Februar sowie das FOMC Sitzungsprotokoll erwartet.
Bereits gestern nach Börsenschluss meldeten sich noch einige interessante Unternehmen mit ihren Quartalsbilanzen zu Wort. Von besonderem Interesse war dabei MetLife . Der größte US-Lebensversicherer konnte im vierten Quartal Umsatz und Gewinn verbessern und die Erwartungen übertreffen. Der Nettogewinn belief sich auf 1,1 Mrd. US-Dollar bzw. 1,06 US-Dollar je Aktie, nach 51 Mio. US-Dollar bzw. 5 Cents je Aktie im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Der operative Gewinn konnte um 17 Prozent auf nun 1,4 Mrd. US-Dollar bzw. 1,31 US-Dollar je Aktie gesteigert werden. Der operative Umsatz verbesserte sich um 19 Prozent auf 16,41 Mrd. US-Dollar. Analysten hatten zuvor ein EPS von 1,24 US-Dollar und einen Umsatz von 16,81 Mrd. US-Dollar erwartet. Die Aktie rückt um 2,1 Prozent vor.
Heute ging der Zahlenreigen bereits vor Handelsstart an der Wall Street weiter. Deere (DeereCo (John Deere)) hat im ersten Quartal angesichts eines starken Umsatzwachstums einen deutlich höheren Gewinn erzielt. Dabei profitierte der Konzern von einer kräftigen Nachfrage nach seinen Produkten. Die Erwartungen wurden damit geschlagen. Der Nettogewinn belief sich auf 532,9 Mio. US-Dollar bzw. 1,30 US-Dollar pro Aktie, gegenüber 513,7 Mio. US-Dollar im Vorjahr. Der Umsatz nahm im Berichtszeitraum um 11 Prozent auf 6,77 Mrd. US-Dollar zu. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 1,24 US-Dollar pro Aktie und einem Umsatz von 6,50 Mrd. US-Dollar ausgegangen. Die Aktie des Herstellers landwirtschaftlicher Maschinen gibt um 3,2 Prozent nach. Penske Automotive (Penske Automotive Group) fahren daneben mit einem Abschlag von 1,4 Prozent hinterher. Der Automobilhändler erzielte im vierten Quartal einen Umsatz- und Ergebnisanstieg und konnte damit die Analystenprognose schlagen.
Comcast (Comcast) verbessern sich um 5,8 Prozent. Der Kabelnetzbetreiber hat seinen Gewinn im vierten Quartal erhöht. Dabei profitierte man vor allem von starken Zuwächsen im Video- und Internet-Geschäft. Die Erwartungen wurden damit geschlagen. Zudem kündigte der Konzern ein Aktienrückkaufprogramm und eine Dividendenerhöhung an.
Henry Schein (Henry Schein) geben um 1 Prozent nach. Das Handelsunternehmen für pharmazeutische Produkte und Medizintechnik konnte im vierten Quartal mit einem Gewinnanstieg aufwarten. Auch der Umsatz erhöhte sich deutlich. Die Schätzungen der Analysten wurden geschlagen. Abercrombie & Fitch (AbercrombieFitch) klettern daneben um 10,4 Prozent nach oben, obwohl der Modekonzern im vierten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang ausweisen musste. Auf um Einmaleffekte bereinigter Basis wurden aber die Schätzungen der Analysten erreicht.
Dr Pepper Snapple (Dr Pepper Snapple Group) rücken um 3,7 Prozent vor. Der Softdrink-Hersteller steigerte im vierten Quartal seinen Gewinn deutlich. Zurückzuführen war dies auf Preiserhöhungen. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis geschlagen. Schließlich schießen Dean Foods um 13,7 Prozent in die Höhe. Der Lebensmittelhersteller konnte im vierten Quartal 2011 ihren Verlust reduzieren und übertraf auf bereinigter Basis die Erwartungen der Analysten.
Neuigkeiten gibt es ferner heute auch von der Akquisitionsfront. So hat Kellogg seine Marktposition durch einen milliardenschweren Zukauf verstärkt. Demnach wurde ein Abkommen zur Übernahme der Konzernsparte Pringles des Konsumgüterkonzerns Procter & Gamble (ProcterGamble) geschlossen. Pringles erwirtschaftet jährliche Umsatzerlöse von rund 1,5 Mrd. US-Dollar. Die Übernahme lässt sich Kellogg insgesamt 2,695 Mrd. US-Dollar kosten. Während Kellogg um 3,9 Prozent vorrücken, steigen Procter & Gamble um 0,5 Prozent. (15.02.2012/ac/n/m)