New York (aktiencheck.de AG) - Nachdem die wichtigsten US-Indizes gestern erhebliche Zugewinne verzeichnen konnten, atmen die Investoren heute erstmal durch und nehmen ein paar Gewinne mit. Dabei warten die Anleger auch mit Spannung auf die in Kürze erwarteten Daten zum US Verbrauchervertrauen. Der Dow Jones verschlechtert sich um 0,28 Prozent auf 11.506,89 Punkte, während der NASDAQ Composite um 0,16 Prozent auf 2.557,90 Punkte nachgibt. Der S&P 500 verliert 0,36 Prozent auf 1.205,76 Punkte.
Die Immobilienpreise in den USA sind im Juni 2011 gegenüber dem Vormonat angestiegen. Wie aus dem heute veröffentlichten S&P Case/Shiller Homeprice-Index hervorgeht, kletterten die Häuserpreise im Berichtsmonat in den wichtigsten 20 Städten gegenüber dem Vormonat um 1,1 Prozent, nach einem Plus von 1,0 Prozent im Mai. Dabei hat sich das Preisniveau in 19 der 20 Städte im Vormonatsvergleich verbessert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurde im Berichtszeitraum ein Rückgang der Häuserpreise um 4,5 Prozent ausgewiesen. Konjunkturseitig werden in Kürze noch Daten zum US Verbrauchervertrauen für August erwartet. Am Abend steht zudem noch die Veröffentlichung des FOMC Sitzungsprotokolls an.
Auch heute haben die Anleger im frühen Handel wieder ein paar Quartalsausweise zu verdauen. Winn-Dixie Stores (Winn Dixie Stores) verschlechtern sich um 2,1 Prozent, nachdem die Supermarktkette am Montag nach Börsenschluss die Zahlen für das vierte Quartal gemeldet hatte. So lag der Umsatz im Berichtszeitraum mit 1,62 Mrd. US-Dollar unter dem Vorjahreswert von 1,68 Mrd. US-Dollar. Bei den vergleichbaren Umsatzerlösen wurde bei Niederlassungen, die länger als ein Jahr geöffnet waren, ein Anstieg von 3,2 Prozent verzeichnet. Unter dem Strich wurde beim Nettoergebnis ein Rückgang auf 7,30 Mio. US-Dollar bzw. 13 Cents je Aktie ausgewiesen, nach 13,80 Mio. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft lag mit 10 Cents je Aktie unter dem Vorjahreswert von 29 Cents. Unter anderem hatte der Konzern im Berichtszeitraum unter dem harten Wettbewerbsumfeld zu leiden gehabt.
Im Zentrum des Interesses der Investoren stehen ferner heute die Zahlen von Barnes & Noble (BarnesNoble). Der Buchhändler konnte den Verlust im ersten Quartal verringern. So lag der Umsatz im Berichtszeitraum mit 1,42 Mrd. US-Dollar über dem Vorjahreswert von 1,40 Mrd. US-Dollar. Unter dem Strich wurde beim Nettoergebnis ein Verlust von 56,6 Mio. US-Dollar bzw. 99 Cents je Aktie ausgewiesen, nach zuvor 62,5 Mio. US-Dollar. Ohne die Berücksichtigung von steuerlichen Effekten lag der bereinigte Verlust je Aktie im Berichtszeitraum bei 94 Cents je Aktie. Wie der Konzern weiter ausführte, erwartet man für das laufende Fiskaljahr einen Verlust von 10 bis 50 Cents je Aktie. Der Titel schießt um 19,1 Prozent nach oben.
Für Dollar General geht es nach den heutigen Zweitquartalszahlen im frühen Handel um 2,8 Prozent nach oben. So lag der Umsatz des Einzelhändlers mit 3,58 Mrd. US-Dollar über dem Vorjahreswert von 3,21 Mrd. US-Dollar. Unter dem Strich wurde beim Nettogewinn ein Anstieg auf 146,0 Mio. US-Dollar bzw. 42 Cents je Aktie ausgewiesen, nach einem Nettogewinn von 141,2 Mio. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Ohne die Berücksichtigung von Einmaleffekten wurde beim bereinigten Ergebnis ein Gewinn von 52 Cents je Aktie erreicht, nach zuvor 42 Cents je Aktie. Analysten hatten zuvor ein EPS von 49 Cents bei Umsatzerlösen von 3,52 Mrd. US-Dollar erwartet. Für das laufende Fiskaljahr erwartet der Konzern ein bereinigtes EPS von 2,22 bis 2,30 US-Dollar, nachdem man hier zuletzt ein EPS von 2,20 bis 2,30 US-Dollar in Aussicht gestellt hatte. Für das laufende Fiskaljahr gehen Marktbeobachter von einem EPS von 2,26 US-Dollar aus.
Eine Nachricht gibt es heute auch von der Akquisitionsfront. Peabody Energy und der in Luxemburg ansässige Stahlkocher ArcelorMittal haben sich mit dem Board des australischen Kohleproduzenten Macarthur Coal auf die Bedingungen für die geplante Übernahme geeinigt. So hat man sich mit dem Board von Macarthur Coal auf eine Barübernahme aller ausstehenden Aktien verständigt. Dabei sollen die Aktionäre des australischen Kohleproduzenten 16 Australische Dollar je Aktie erhalten. Insgesamt wird das Unternehmen damit mit etwa 4,8 Mrd. Australische Dollar bewertet. Die Aktie von Peabody Energy notiert annähernd auf Vortagesniveau.
Zahlen gibt es ferner heute auch aus Kanada. Bank of Nova Scotia (Bank of Nova Scotia (Scotiabank)) verbessern sich um 0,3 Prozent. Die Bankgesellschaft konnte den Gewinn im dritten Quartal steigern. So lag der Nettogewinn nach Anteilen Dritter im Berichtszeitraum mit 1,20 Mrd. Kanadischen Dollar (CAD) bzw. 1,11 CAD je Aktie über dem Vorjahreswert von 1,01 Mrd. CAD. Bei den so genannten Cash-Earnings wurde ein Anstieg auf 1,14 CAD je Aktie verzeichnet, nach 0,99 CAD je Aktie im Vorjahreszeitraum. Bei den Gesamtumsätzen wurde ein Zuwachs auf 4,30 Mrd. CAD ausgewiesen, nach zuvor 3,78 Mrd. CAD. Bei den Zinseinnahmen verzeichnete das Kreditinstitut einen Anstieg auf 2,36 Mrd. CAD, nach 2,17 Mrd. CAD im Vorjahreszeitraum. Insgesamt konnte der Bankkonzern im Berichtszeitraum von der starken Entwicklung im Kerngeschäft profitieren. (30.08.2011/ac/n/m)