New York (aktiencheck.de AG) - Die Wall Street ist mit Verlusten in den letzten Handelstag der Woche gestartet. Hintergrund sind Sorgen um das Wirtschaftswachstum in Europa und die damit verbundenen schwachen Vorgaben. Der Dow Jones gibt aktuell 0,65 Prozent ab auf 10.713,04 Zähler. Der S&P 500 kommt daneben um 1,00 Prozent zurück auf 1.145,81 Punkte. Der Nasdaq Composite verliert 1,13 Prozent auf 2.367,21 Stellen. Vielmehr setzen die Anleger auf Gold. Eine Feinunze des gelben Edelmetalls wird derzeit mit 1.244 Dollar (+0,70 Prozent) gehandelt. Dagegen steht der Ölpreis unter Druck. Ein Barrel Light Sweet Crude Oil kostete zuletzt 73,54 Dollar (-0,86 Dollar).
Auf Monatssicht sind die Umsatzerlöse im Einzelhandel in den USA im April um 0,4 Prozent gestiegen, während sie im März um revidiert 2,1 Prozent geklettert waren. Volkswirte hatten im Vorfeld nur einen Zuwachs um 0,2 Prozent prognostiziert. Bereinigt um die schwankungsintensiven Umsätze der Automobilbranche erhöhten sich die Umsätze um 0,4 Prozent. Experten waren von einem Umsatzplus von 0,5 Prozent ausgegangen. Wie ferner bekannt wurde, ist die US-Industrieproduktion im April mit beschleunigtem Tempo gestiegen. So lag der Produktionsausstoß der Fabriken, Bergwerke und Energieversorger wie erwartet um 0,8 Prozent über seinem Vormonatsniveau. Zudem kletterte die Kapazitätsauslastung der US-Industrie auf 73,7 Prozent, während die Prognose auf 73,9 Prozent gelautet hatte. In Kürze stehen außerdem die Verbraucherstimmung und die Lagerbestände auf dem Programm.
Der Einzelhandelskonzern JCPenney (J C Penney Company) konnte im ersten Quartal ein deutliches Ergebnisplus erzielen. Unternehmensangaben zufolge erhöhte sich der Umsatz auf 3,93 Mrd. Dollar, nach 3,88 Mrd. Dollar im Vorjahresquartal. Das entspricht einem Plus von 1,2 Prozent. Ferner kletterte der Nettogewinn kräftig von 25 Mio. Dollar bzw. 11 Cents je Aktie auf nun 60 Mio. Dollar bzw. 25 Cents pro Aktie. Bereinigt um Pensionsaufwendungen betrug das EPS 40 Cents. Analysten hatten zuvor ein EPS von 25 Cents sowie Umsatzerlöse von 3,93 Mrd. Dollar erwartet. Für das Gesamtjahr liegen die Analystenschätzungen bei einem EPS von 1,65 Dollar und Umsätzen von 17,96 Mrd. Dollar. Das Unternehmen selbst hob seine EPS-Prognose von 1,55 Dollar auf nun 1,64 Dollar an. Die Aktie reagiert mit einem Minus von rund 1 Prozent auf die Zahlen. Daneben konnte auch die Kaufhauskette Dillard`s (Dillards) im ersten Geschäftsquartal dank Kosteneinsparungen und einer guten Geschäftsentwicklung ein kräftiges Gewinnwachstum einfahren. Unternehmensangaben zufolge nahmen die Umsatzerlöse auf 1,48 Mrd. Dollar ab, nach 1,51 Mrd. Dollar im Vorjahresquartal. Der Nettogewinn stieg von 7,7 Mio. Dollar bzw. 10 Cents pro Aktie auf nun 48,8 Mio. Dollar bzw. 68 Cents pro Aktie. Auf bereinigter Basis lag der Gewinn bei 70 Cents pro Aktie. Analysten hatten im Vorfeld einen Gewinn von 51 Cents pro Aktie und Umsätzen von 1,52 Mrd. Dollar erwartet. Dillard`s rücken um über 9 Prozent vor.
Wie die Filmverleihkette Blockbuster am Vorabend bekannt gab, hat sie im ersten Quartal einen Verlust erwirtschaftet, was vor allem auf Sonderbelastungen zurückzuführen ist. Der den Aktionären zuzurechnende Nettoverlust belief sich auf 65,4 Mio. Dollar bzw. 33 Cents pro Aktie, nach einem Gewinn von 27,7 Mio. Dollar bzw. 12 Cents pro Aktie im Vorjahr. Vor Einmaleffekten wurde ein Nettoverlust von 14 Cents pro Aktie ausgewiesen. Der Umsatz belief sich auf 939,4 Mio. Dollar, nach 1,09 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum. Analysten waren im Vorfeld von einem Verlust von 14 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 933,25 Mio. Dollar ausgegangen. Blockbuster brechen um rund 26 Prozent ein.
Dow Jones 10.713,04 (-0,65 Prozent) S&P 500 1.145,81 (-1,00 Prozent) NASDAQ Composite 2.367,21 (-1,13 Prozent) (14.05.2010/ac/n/m)