New York (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten amerikanischen Indizes sind mit uneinheitlichen Vorzeichen in die neue Handelswoche gestartet. Ursächlich für die relativ schlechte Stimmung am Markt ist einmal mehr die Griechenland-Problematik. So konnte am Wochenende noch keine Lösung für die Finanzprobleme des hoch verschuldeten EU-Landes gefunden werden und die Entscheidung über dringend benötigte Finanzhilfen wurde zunächst verschoben. Der Dow Jones gewinnt derzeit 0,05 Prozent auf 12.010,15 Punkte, während der NASDAQ Composite um 0,15 Prozent auf 2.620,51 Punkte zulegt. Der S&P 500 fällt 0,01 Prozent auf 1.271,40 Punkte.
Marktbewegende Konjunkturdaten stehen heute nicht zur Veröffentlichung an. Auch von der Unternehmensseite her ist die Nachrichtenlage relativ dünn. Ford Motor wird Presseangaben zufolge 1 Mrd. US-Dollar in seine Marke Lincoln investieren. Einem Zeitungsbericht zufolge wird der Konzern eine neue Generation von Fahrzeugen für die angeschlagene Marke entwickeln. Wie es heißt, arbeitet Ford momentan an sieben brandneuen bzw. stark modifizierten Modellen, die Lincoln in den nächsten vier Jahren auf den Markt bringen wird. Der Titel des Automobilkonzerns legt um 0,8 Prozent zu.
Ferner gibt es heute auch Nachrichten von der Akquisitionsfront. PNC Financial (PNC Financial Services Group), die größte Bankgesellschaft im US-Bundesstaat Pennsylvania, wird eine Sparte der Royal Bank of Canada (RBC) übernehmen. PNC wird demnach die RBC Bank (USA), die US-amerikanische Retail Banking-Tochter der Royal Bank of Canada, für 3,45 Mrd. US-Dollar in Form von Bargeld und Aktien erwerben. Dabei hat PNC die Möglichkeit, bis zu 1 Mrd. US-Dollar des Kaufpreises, der einen Abschlag von 112 Mio. US-Dollar auf den Buchwert der Sparte bedeutet, in eigenen Aktien zu begleichen. Die RBC Bank (USA) verfügt über Assets im Wert von rund 25 Mrd. US-Dollar und hat 424 Filialen in den US-Bundesstaaten North Carolina, Florida, Alabama, Georgia, Virginia und South Carolina. Während PNC Financial 3 Prozent an Wert verlieren, verteuern sich Royal Bank of Canada um 0,3 Prozent.
JCPenney (J C Penney Company) kommunizierte einen Zeitplan für den bereits angekündigten Wechsel an der Unternehmensspitze. So wird der amtierende CEO Myron E. Ullman noch bis zum 1. Februar 2012 als Executive Chairman fungieren. Dann wird er aus dem Board sowie aus dem Unternehmen ausscheiden. Neuer CEO des Einzelhandelskonzerns wird zum 1. November 2011 Ron Johnson. Für die Aktie geht es um 0,7 Prozent nach oben.
Mit einem Aufschlag von mehr als 50 Prozent befinden sich die Papiere des Pharmakonzerns Acura Pharmaceuticals im Höhenrausch, nachdem man von der US-Gesundheitsbehörde FDA die Zulassung für das Schmerzmittel Oxecta erhalten hat. Das Schmerzmittel zur Behandlung von akuten und chronischen Schmerzen in den USA zugelassen. Die Gesellschaft hat das Produkt gemeinsam mit dem Pharmakonzern Pfizer entwickelt. Pfizer verschlechtern sich um 0,7 Prozent.
Schließlich fliegen die Aktien von Boeing mit einem Abschlag von 0,3 Prozent hinterher. Der Flugzeugbauer hat einen weiteren Großauftrag erhalten. Die Fluggesellschaft Qatar Airways hat insgesamt sechs Maschinen vom Typ Boeing 777-300 geordert. Der Wert des im Rahmen der Flugzeugmesse in Le Bourget vergebenen Auftrags wurde nach Listenpreisen auf 1,7 Mrd. US-Dollar beziffert. (20.06.2011/ac/n/m)