New York (aktiencheck.de AG) - Bei den US-amerikanischen Aktien ist am letzten Handelstag der Woche im frühen Handel keine einheitliche Tendenz zu erkennen. Der Dow Jones gewinnt 0,26 Prozent auf 12.796,54 Punkte, während der NASDAQ Composite 0,10 Prozent auf 2.869,65 Punkte abgibt. Der S&P 500 rückt 0,02 Prozent auf 1.360,80 Zähler vor.
Die persönlichen Einkommen und Ausgaben sind im März 2011 saisonbereinigt um 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonatsniveau gestiegen, während im Vormonat ein Plus von revidiert 0,4 Prozent verbucht worden war. Ferner zogen die persönlichen Konsumausgaben um 0,6 Prozent an, nachdem sie im Vormonat um 0,9 Prozent gestiegen waren. Ferner hat sich der Anstieg der US-Arbeitskosten im ersten Quartal 2011 mit beschleunigtem Tempo fortgesetzt. Gegenüber dem Vorquartal wuchs der entsprechende Index in den USA um 0,6 Prozent an. Volkswirte waren von einer Kostensteigerung um 0,5 Prozent ausgegangen. Daneben ermittelte die Vereinigung der Chicagoer Einkaufsmanager für April 2011 einen Rückgang beim saisonbereinigten Konjunktur-Index. So lag der Einkaufsmanager-Index bei 67,6 Punkten, nach 70,6 Punkten im Vormonat. Volkswirte hatten im Vorfeld einen Wert von 68,0 Punkten prognostiziert.
Die Aktie von Research In Motion bricht um knapp 14 Prozent ein. Der BlackBerry-Hersteller hat gestern nach Börsenschluss die Prognosen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2012 nach unten korrigiert. Als Grund wurden unerwartet wenige Smartphone-Auslieferungen genannt. Demnach rechnet der Konzern im Quartal zum 28. Mai 2011 nur noch mit einem Ergebnis pro Aktie von 1,30 bis 1,37 US-Dollar, nach bisher erwarteten 1,47 bis 1,55 US-Dollar. Auch der Umsatz soll nun etwas unterhalb des Plankorridors von 5,2 bis 5,6 Mrd. US-Dollar liegen.
Gestern nach Börsenschluss legte der Software-Gigant Microsoft die Zahlen für das vergangene Quartal vor, woraufhin die Aktie heute kurz nach Handelsbeginn 2,5 Prozent verliert. Im Berichtszeitraum konnte der Umsatz von 14,50 Mrd. US-Dollar im Vorjahreszeitraum auf nun 16,43 Mrd. US-Dollar gesteigert werden. Das EPS wurde von 0,45 US-Dollar auf 0,61 US-Dollar gesteigert. Ferner stürzen Ingram Micro nach Zahlen um 9,5 Prozent ab. Titel von Motorola Mobility Holdings können daneben 6,2 Prozent vorrücken. Der Mobiltelefonhersteller hat gestern nach Börsenschluss für das erste Quartal einen deutlich geringeren Verlust gemeldet. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis übertroffen. Der Nettoverlust nach Abzug von Minderheitsanteilen betrug 27 Cents je Aktie, nach einem Verlust von 72 Cents je Aktie im Vorjahr.
Stark präsentiert sich die Aktie von Goodyear Tire & Rubber (Goodyear TireRubber) mit einem Kursgewinn von gut 12 Prozent. Der Reifenhersteller konnte im ersten Quartal 2011 dank eines Rekordumsatzes in die Gewinnzone zurückkehren. So stieg der Konzernumsatz um 27 Prozent auf 5,40 Mrd. US-Dollar, nach 4,27 Mrd. US-Dollar im Vorjahresquartal. Der Nettogewinn belief sich auf 103 Mio. US-Dollar bzw. 0,42 US-Dollar je Aktie, gegenüber einem Vorjahresverlust von 47 Mio. US-Dollar bzw. 0,19 US-Dollar je Aktie. Analysten hatten zuvor ein EPS von 0,12 US-Dollar sowie Umsätze von 4,77 Mrd. US-Dollar prognostiziert.
Die Aktie des zweitgrößten US-Ölkonzerns Chevron wird aktuell unverändert gehandelt. Der Gewinn konnte dank gestiegener Ölpreise und bessere Ergebnisse im Raffineriegeschäft im ersten Quartal deutlich gesteigert werden. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich auf 6,21 Mrd. US-Dollar bzw. 3,09 US-Dollar pro Aktie, nach 4,55 Mrd. US-Dollar bzw. 2,27 US-Dollar pro Aktie im Vorjahr. Damit wurde die EPS-Prognose der Analysten von 3,04 US-Dollar übertroffen. Der Umsatz des Konzerns wuchs um 25 Prozent auf 58,41 Mrd. US-Dollar.
Für Titel von Caterpillar geht es hingegen um 2,7 Prozent bergauf. Der Baumaschinenhersteller konnte im ersten Quartal 2011 dank Kosteneinsparungen und einer Nachfrageerholung ein Umsatz- und Gewinnwachstum erreichen und hat seinen Ausblick für das Gesamtjahr angehoben. So lag der Umsatz im Berichtszeitraum mit 12,95 Mrd. US-Dollar um 57 Prozent über dem Vorjahreswert von 8,24 Mrd. US-Dollar. Der Nettogewinn stieg von 233 Mio. US-Dollar bzw. 0,36 US-Dollar je Aktie auf 1,23 Mrd. US-Dollar bzw. 1,84 US-Dollar je Aktie. Analysten hatten zuvor ein EPS von 1,31 US-Dollar sowie einen Umsatz von 11,69 Mrd. US-Dollar prognostiziert.
Die Aktie von Merck & Co. gewinnt im frühen Handel 0,8 Prozent. Der Pharmakonzern hat seinen Gewinn im ersten Quartal mehr als verdreifacht, was auf Kostensenkungen sowie auf Sonderbelastungen im Vorjahr zurückzuführen ist. Auf bereinigter Basis wurden die Erwartungen geschlagen. Der Nettogewinn stieg im Jahresvergleich von 298,8 Mio. US-Dollar bzw. 0,09 US-Dollar je Aktie auf nun 1,04 Mrd. US-Dollar bzw. 0,34 US-Dollar pro Aktie. Vor Einmaleffekten lag das EPS bei 0,92 US-Dollar. Der Umsatz nahm von 11,42 Mrd. US-Dollar auf 11,58 Mrd. US-Dollar zu. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 0,84 US-Dollar pro Aktie und einem Umsatz von 11,37 Mrd. US-Dollar ausgegangen.
Schließlich verlieren Aon aktuell 0,7 Prozent. Der weltgrößte Versicherungs-Broker hat den Gewinn im ersten Quartal angesichts eines starken Umsatzwachstums um 38 Prozent gesteigert und die Erwartungen auf bereinigter Basis gesteigert. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen betrug 246 Mio. US-Dollar bzw. 0,71 US-Dollar pro Aktie, nach 178 Mio. US-Dollar bzw. 0,63 US-Dollar pro Aktie im Vorjahr. Der Gewinn aus dem laufenden Geschäft vor bestimmten Einmaleffekten belief sich auf 0,80 US-Dollar pro Aktie. Der Umsatz lag mit 2,76 Mrd. US-Dollar um 45 Prozent über dem Vorjahresniveau. Analysten hatten im Vorfeld einen Gewinn von 80 Cents pro Aktie und einen Umsatz von 2,74 Mrd. US-Dollar prognostiziert. (29.04.2011/ac/n/m)