New York (aktiencheck.de AG) - Nachdem die US-Börsen gestern mit kräftigen Aufschlägen aus dem Handel gehen konnten, zeichnet sich heute kurz nach Handelsbeginn ein verhaltenes Bild ab. Die aktuellen Daten vom Arbeitsmarkt, die auf eine höhere Beschäftigung in den USA hinweisen, können die Stimmung der Anleger nicht heben. Zudem lasten weiterhin die Unsicherheiten hinsichtlich der Lage in Ägypten auf der Stimmung. Präsident Mubarak hatte zwar öffentlich erklärt, auf eine weitere Amtszeit zu verzichten, damit kam er der Forderung der Straße nach einem sofortigen Rücktritt jedoch nicht nach. Der Dow Jones gewinnt derzeit 0,04 Prozent auf 12,044.81 Punkte, während der NASDAQ Composite um 0,09 Prozent auf 2,753.53 Punkte zulegt. Der S&P 500 gibt indes um 0,11 Prozent auf 1,306.20 Punkte nach.
Die US-Beschäftigung hat sich nach Angaben des Arbeitsmarkt-Dienstleisters ADP im Januar 2011 erhöht. So stieg die Beschäftigtenzahl im Privatsektor gegenüber dem Vormonat um 187.000. Hierbei wuchs die Zahl um 21.000 im Produzierenden Gewerbe und kletterte um 166.000 im Dienstleistungsbereich. Für Dezember war ein revidierter Anstieg um 247.000 (vorläufig: 297.000) ausgewiesen worden. Die Mortgage Bankers Association of America (MBA) ermittelte unterdessen für die Woche zum 28. Januar 2011 einen saisonbereinigten Anstieg bei der Zahl der Hypothekenanträge. So erhöhte sich der entsprechende Index um 11,3 Prozent. In der Vorwoche war ein Minus von 12,9 Prozent ausgewiesen worden.
Der Internet-Anbieter AOL konnte im vierten Quartal ein Gewinnplus erzielen, musste jedoch angesichts rückläufiger Werbeeinnahmen einen Umsatzrückgang um 26 Prozent hinnehmen. Anteile von AOL geben aktuell 1,8 Prozent nach. Die Aktie von Level 3 Communications bricht unterdessen um mehr als 7 Prozent ein. Der Anbieter von Kommunikationsnetzwerken hat seinen Verlust im vierten Quartal 2010 zwar reduzieren können, allerdings verbuchte das Unternehmen auch einen rückläufigen Umsatz. JDA Software (JDA Software Group) konnte im vierten Quartal nicht das Vorjahresergebnis erreichen. Unternehmensangaben vom Dienstag zufolge wuchsen die Umsatzerlöse zwar um 58 Prozent, dagegen fiel der Nettogewinn von 8,5 Mio. US-Dollar auf 5,8 Mio. US-Dollar. Anteile von JDA Software verlieren daraufhin 3,5 Prozent an Wert.
Papiere von Time Warner ziehen um 4,9 Prozent an. Der Medienkonzern hat im vierten Quartal einen höheren Gewinn erzielt und die Erwartungen auf bereinigter Basis geschlagen. Dabei profitierte der Konzern von deutlich gestiegenen Werbeumsätzen. Zudem wurde das Aktienrückkaufprogramm von 1 Mrd. Dollar auf 5 Mrd. US-Dollar aufgestockt und die Quartalsdividende um 11 Prozent auf 23,5 Cents je Aktie angehoben. Aktien von MEMC Electronic Materials legen um 7,3 Prozent zu, nachdem der Technologiekonzern meldete, dass er im vierten Quartal wieder in die Gewinnzone zurückkehren konnte.
Titel von Manpower bewegen sich mit 1,4 Prozent im Minus. Der Zeitarbeitsspezialist musste im vierten Quartal angesichts hoher Einmalbelastungen einen Nettoverlust von 350,4 Mio. US-Dollar hinnehmen, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Nettogewinn von 29,1 Mio. US-Dollar erwirtschaftet worden war. Der Börsenbetreiber Nasdaq OMX (NASDAQ Stock Market) meldete für das abgelaufene Quartal einen kräftigen Gewinnanstieg. Unternehmensangaben zufolge habe man dabei vor allem von der starken operativen Entwicklung der europäischen Tochtergesellschaften und der überdurchschnittlichen Handelsaktivität im Derivate-Geschäft profitieren können. Die Unternehmensaktie klettert nach Zahlen um 1,7 Prozent nach oben.
Aktien von Mattel legen derweil um 3,4 Prozent zu. Der Spielwarenhersteller konnte im vierten Quartal mit einem Umsatzanstieg aufwarten, musste jedoch aufgrund positiver Einmaleffekte im Vorjahrszeitraum einen leichten Ergebnisrückgang hinnehmen. Papiere von Hospira brechen um 8,8 Prozent ein. Der Hersteller von Produkten für den Gesundheitsbereich verzeichnete im vierten Quartal einen Gewinnrückgang auf 60,6 Mio. US-Dollar bzw. 36 Cents je Aktie und verfehlte damit die Erwartungen. Der Aktie von AnnTaylor Stores liegt mit 1,0 Prozent im Minus, obwohl der Einzelhändler seine Prognose für das vierte Quartal angesichts stark ausgefallener Umsatzerlöse im Weihnachtsgeschäft nach oben revidiert hat und von einem Gewinn oberhalb der aktuellen Konsensschätzungen ausgeht. Der Gesundheitskonzern Allergan meldete indes, dass er seinen Gewinn im vierten Quartal steigern konnte, was auf eine stärkere Nachfrage nach seinen Medikamenten und medizinischen Geräten zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis jedoch knapp verfehlt. Zudem wurde ein schwacher Ausblick gegeben. Papiere von Allergan verlieren aktuell 1,0 Prozent an Wert. (02.02.2011/ac/n/m)