New York (aktiencheck.de AG) - Die Wall Street ist mit recht deutlichen Abschlägen in den Tag gestartet. Der Dow Jones Industrial Average (ISIN US2605661048/ WKN 969420) verliert kurz nach Handelsstart 0,78 Prozent auf 10.615,42 Zähler. Für den S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) geht es um 0,87 Prozent nach unten auf 1.118,00 Stellen. Der Nasdaq Composite (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) büßt 1,09 Prozent ein auf 2.280,51 Punkte. Hintergrund sind mitunter enttäuschende Daten aus China. So ist der chinesische Handelsbilanzüberschuss im Juli deutlich auf 28,7 Mrd. Dollar gestiegen. Hierbei kletterten die Ausfuhren um 38,1 Prozent auf ein Rekordniveau von 145,5 Mrd. Dollar. Die Importe erhöhten sich allerdings nur um 22,7 Prozent auf 116,8 Mrd. Dollar, was Konjunktursorgen anfachte.
Die US-Produktivität hat sich im zweiten Quartal überraschend reduziert. Demnach sank die Produktivität außerhalb der Landwirtschaft gegenüber dem Vorquartal um 0,9 Prozent. Volkswirte hatten im Vorfeld jedoch einen leichten Anstieg um 0,1 Prozent prognostiziert. Die Lohnstückkosten kletterten um 0,2 Prozent. In Kürze folgen die Großhandelsdaten. Am Abend wird außerdem die Zinsentscheidung der Fed erwartet.
Der Anleiheversicherer Ambac (AMBAC Financial Group) gab am Montagabend bekannt, dass er im zweiten Quartal aufgrund deutlich geringerer Sonderbelastungen einen niedrigeren Verlust erwirtschaftet hat. Der Nettoverlust nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich auf 57,6 Mio. Dollar, gegenüber einem Verlust von 2,37 Mrd. Dollar im Vorjahr. Wie der Konzern weiter mitteilte, gehen ihm die Barmittel aus. Sollte er nicht in der Lage sein, seine Verbindlichkeiten bis zum zweiten Quartal 2011 zu restrukturieren, müsse ein Insolvenzantrag gestellt werden. Die Aktie bricht daraufhin um über 27 Prozent ein. Wie in der Presse zu lesen war, hat die Bankgesellschaft Goldman Sachs (Goldman Sachs Group) einen langjährigen Manager des Konkurrenten Morgan Stanley angeworben. Demnach konnte Goldman Sachs mit Michael Wise einen neuen Leiter für seine Financial Institutions Group, Teil der Equity Capital Markets Group, gewinnen. Wise war insgesamt 13 Jahre für Morgan Stanley tätig, zuletzt als Chairman von dessen Equity Capital-Markets Division sowie als Co-Head von Equity Capital Markets in der Americas-Region. Goldman Sachs verlieren 0,7 Prozent. Morgan Stanley geben 0,8 Prozent ab.
Der Uhrenhersteller Fossil hat im zweiten Quartal einen deutlichen Umsatz- und Ergebnisanstieg vorzuweisen gehabt. Die Erlöse lagen mit 412,6 Mio. Dollar über dem Vorjahreswert von 315,9 Mio. Dollar. Der Nettogewinn verbesserte sich auf 54,5 Mio. Dollar bzw. 80 Cents je Aktie, nach einem Nettogewinn von 16,6 Mio. Dollar bzw. 25 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten zuvor nur ein EPS von 34 Cents bei einem Umsatz von 382,4 Mio. Dollar erwartet. Für das laufende Fiskaljahr wurde die Ergebnisprognose auf 3,13 bis 3,23 Dollar je Aktie erhöht, nachdem man hier zuvor ein EPS von 2,55 bis 2,65 Dollar in Aussicht gestellt hatte. Fossil rücken um gut 7 Prozent vor. Gartner gewinnen daneben fast 10 Prozent. Wie das Marktforschungsinstitut am Vorabend bekannt gab, ist sein Gewinn im zweiten Quartal angesichts eines soliden Umsatzwachstums gestiegen. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis geschlagen. Zudem wurde der Ergebnisausblick erneut nach oben korrigiert. (10.08.2010/ac/n/m)