New York (aktiencheck.de AG) - Die US-amerikanischen Börsen sind mit Abschlägen in den zweiten Tag der neuen Handelswoche gestartet. Neben der Finanzkrise Irlands sorgen sich die Marktteilnehmer vor allem darum, dass der militärische Konflikt zwischen Nord- und Südkorea eskalieren könnte. Der Dow Jones verliert derzeit 1,03 Prozent auf 11.063,39 Punkte, während der NASDAQ Composite um 0,88 Prozent auf 2.509,70 Punkte nachgibt. Für den S&P 500 geht es indes um 0,97 Prozent nach unten auf 1.186,22 Zähler.
Das US-Handelsministerium legte in Washington seine zweite Schätzung zur Wirtschaftsentwicklung im dritten Quartal 2010 vor und revidierte dabei seine vorläufigen Angaben nach oben. So stieg das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) demnach gegenüber dem Vorquartal um 2,5 Prozent, während vorläufig ein Plus von lediglich 2,0 Prozent ausgewiesen worden war. Volkswirte hatten für den Berichtszeitraum einen BIP-Anstieg um 2,4 Prozent erwartet. Im zweiten Quartal 2010 war die Wirtschaftsleistung lediglich um 1,7 Prozent geklettert. In Kürze werden die Daten zu den Verkäufen bestehender Häuser veröffentlicht. Heute Abend steht insbesondere noch das FOMC Sitzungsprotokoll auf der Agenda.
Bereits gestern nach Börsenschluss wurden mit Spannung die endgültigen Zahlen für das vierte Fiskalquartal 2009/2010 von Hewlett-Packard erwartet. Der Hardware-Hersteller konnte dabei einen unerwarteten Umsatzanstieg um 8 Prozent verzeichnen. Der Gewinnanstieg fiel ebenfalls oberhalb der Erwartungen aus. Das Nettoergebnis belief sich demnach auf 2,5 Mrd. Dollar bzw. 1,10 Dollar je Aktie, nach 2,4 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum. Das bereinigte Ergebnis lag bei 1,33 Dollar je Aktie. Die Analysten hatten im Vorfeld ein EPS von durchschnittlich 1,27 Dollar erwartet. Die Aktie rückt heute im frühen Handel um 2,3 Prozent vor. Gleichzeitig musste der Netzwerkausrüster Brocade (ISIN US1116211087/ WKN 922590) im vierten Quartal trotz höherer Umsatzerlöse einen Gewinnrückgang hinnehmen und enttäuschte zudem mit einem verhaltenen Ausblick. Das Papier gibt um 4,9 Prozent nach. Indes verbuchte der Technologiekonzern Analog Devices im vierten Fiskalquartal 2009/10 einen deutlichen Umsatz- und Ergebnisanstieg. Der Anteilsschein verbilligt sich um 0,9 Prozent. Ferner hat sich der Medienkonzern News Corp. (News a) auf Shoppingtour begeben. Wie bereits gestern Abend vermeldet wurde, wird man das private Bildungstechnik-Unternehmen Wireless Generation für rund 360 Mio. Dollar in bar mehrheitlich übernehmen. Die Aktie verliert 1,6 Prozent an Wert.
Aktien des Nahrungsmittelkonzerns Campbell Soup geben um 1,2 Prozent nach. Das Unternehmen musste im ersten Quartal einen Umsatz- und Gewinnrückgang ausweisen. Insgesamt hat der Konzern nach eigenen Angaben im Berichtsquartal unter der verhaltenen Konsumnachfrage zu leiden gehabt. Darüber hinaus hätten sich die höheren Werbeausgaben in den USA nicht ausgezahlt. Die Schätzungen der Analysten wurden verfehlt. Hormel Foods gewinnen 2,1 Prozent an Wert. Der Nahrungsmittelkonzern konnte im vierten Quartal mit einem Gewinnanstieg aufwarten. Dabei profitierte das Unternehmen eigenen Angaben zufolge im Berichtszeitraum von der deutlich gestiegenen Kundennachfrage in einigen Produktsegmenten. Die Analystenerwartungen wurden übertroffen.
Der Stromerzeuger Dynegy , der im Visier des US-Finanzinvestors Blackstone Group (The Blackstone Group LP) steht, gab heute bekannt, dass er beabsichtigt, umgehend strategische Alternativen zu prüfen, sollten seine Aktionäre der Offerte von Blackstone nicht zustimmen. Laut Dynegy will man nun einerseits Vorschläge von potenziell interessierten Parteien einholen und gleichzeitig sorgfältig die Möglichkeiten einer eigenständigen Restrukturierung prüfen. Hintergrund dieser geplanten Maßnahmen ist die Annahme des Managements, dass die Aktionäre dem Angebot des Finanzinvestors Blackstone, in dessen Rahmen die Dynegy-Anteilseigner 5,00 Dollar je Aktie erhalten sollen, nicht die nötige Zustimmung verweigern werden. Dynegy und Blackstone beabsichtigen daher, das geschlossene Merger Agreement wieder aufzulösen. Während Blackstone um 2,4 Prozent nachgeben, verlieren Dynegy 3,7 Prozent an Wert.
Der Medizintechnikhersteller Medtronic musste im zweiten Quartal einen Gewinnrückgang ausweisen. So stieg der Umsatz von 3,84 Mrd. Dollar im Vorjahr auf 3,90 Mrd. Dollar. Beim Nettoergebnis wurde hingegen ein Rückgang auf 566 Mio. Dollar bzw. 52 Cents je Aktie ausgewiesen, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen Nettogewinn von 868 Mio. Dollar verzeichnet hatte. Um Einmaleffekte bereinigt lag der Nettogewinn bei 82 Cents je Aktie. Analysten hatten zuvor ein EPS von 81 Cents bei Umsatzerlösen von 3,90 Mrd. Dollar erwartet. Der Titel verbilligt sich um 0,8 Prozent. Brown Shoe (Brown Shoe Company) konnte im dritten Quartal einen höheren Gewinn erzielen. Zurückzuführen war dies auf ein deutliches Umsatzwachstum. Der Schuhhändler übertraf die Erwartungen klar. Zudem wurde ein starker Ausblick auf das laufende und das nächste Geschäftsjahr gegeben. Das Papier schießt um mehr als 16 Prozent nach oben. Die Aktien der Juwelierkette Zale verlieren gleichzeitig 3,3 Prozent an Wert. Die Gesellschaft musste im ersten Quartal einen Umsatzrückgang verzeichnen. Zudem erhöhte sich auch der Nettoverlust deutlich. Gewinnseitig wurden die Analystenerwartungen verfehlt. Schließlich konnte die Fondsgesellschaft Eaton Vance im vierten Quartal den Umsatz und den Nettogewinn nach Anteilen Dritter im Vergleich zum Vorjahr steigern. Der Titel legt um 1,3 Prozent zu. (23.11.2010/ac/n/m)