New York (aktiencheck.de AG) - Belastet von enttäuschenden Konjunkturdaten ist die Wall Street mit Verlusten in den letzten Handelstag der Woche gestartet. Der Dow Jones Industrial Average (ISIN US2605661048/ WKN 969420) büßt aktuell 0,21 Prozent ein auf 10.298,16 Zähler. Der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) kommt um 0,17 Prozent zurück auf 1.081,76 Stellen. Der Nasdaq Composite (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) gibt 0,37 Prozent ab auf 2.182,11 Punkte.
Wie das Handelsministerium bekannt gab, sind die Einzelhandelsumsätze in den USA im Juli auf Monatssicht um 0,4 Prozent gestiegen. Volkswirte hatten im Vorfeld einen Anstieg um 0,5 Prozent prognostiziert. Bereinigt um die schwankungsintensiven Umsätze der Automobilbranche wuchsen die Umsätze wie erwartet um 0,2 Prozent. Daneben haben sich die Verbraucherpreise im Juli erhöht. Der Verbraucherpreisindex wuchs gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent. Volkswirte hatten eine Preissteigerung um 0,2 Prozent erwartet. Die Kernrate lag wie prognostiziert um 0,1 Prozent über dem Vormonatsniveau. In Kürze folgen die Verbraucherstimmung sowie die Lagerbestände.
Der Einzelhandelskonzern JCPenney (J C Penney Company) konnte im zweiten Quartal ein positives Ergebnis ausweisen. Unternehmensangaben zufolge verringerte sich der Umsatz marginal auf 3,94 Mrd. Dollar. Ferner belief sich der Nettogewinn auf 14 Mio. Dollar bzw. 6 Cents je Aktie, gegenüber einem Vorjahresverlust von 1 Mio. Dollar bzw. 0 Cent pro Aktie. Analysten hatten zuvor ein EPS von 5 Cents sowie Umsatzerlöse von 4,01 Mrd. Dollar erwartet. Der Wert gewinnt kurz nach Handelsstart ein halbes Prozent. Die Kaufhauskette Dillard`s (Dillards) konnte im zweiten Quartal einen Gewinn ausweisen. Die Erlöse lagen mit 1,42 Mrd. Dollar unter dem Vorjahreswert von 1,46 Mrd. Dollar. Beim Nettoergebnis wurde ein Gewinn von 6,8 Mio. Dollar bzw. 10 Cents je Aktie verzeichnet, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen Nettoverlust von 26,7 Mio. Dollar bzw. 36 Cents je Aktie verbucht hatte. Im Berichtszeitraum wurden positive Einmaleffekte in Höhe von 7 Cents je Aktie ausgewiesen. Analysten hatten zuvor ein EPS von 12 Cents bei Umsatzerlösen von 1,44 Mrd. Dollar erwartet. Der Wert gibt über 2 Prozent ab.
Wie der Grafikchip-Hersteller NVIDIA am Vorabend erklärte, hat er im zweiten Fiskalquartal einen Nettoverlust von 141 Mio. Dollar erlitten, nach einem Nettoverlust von 105,3 Mio. Dollar im Vorjahr. Auf bereinigter Basis wurde ein Gewinn von 3 Cents je Aktie erzielt. Der Umsatz erhöhte sich von 776,5 Mio. Dollar auf nun 811,2 Mio. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 11 Cents je Aktie und einem Umsatz von 831,9 Mio. Dollar ausgegangen. Der Wert gewinnt dennoch fast 5 Prozent. Papiere von Autodesk legen fast 7 Prozent zu. Der Hersteller der Design-Software AutoCAD hat gestern nach Börsenschluss die Zahlen zum zweiten Fiskalquartal veröffentlicht. Der Nettogewinn belief sich auf 59,9 Mio. Dollar, nach 10,5 Mio. Dollar im Vorjahreszeitraum. Um Sondereffekte bereinigt wurde ein Gewinn in Höhe von 36 Cents je Aktie ausgewiesen. Der Konzernumsatz stieg von 414,9 Mio. Dollar auf 472,8 Mio. Dollar. Analysten hatten einen Gewinn von 27 Cents je Aktie bei Erlösen in Höhe von 458,9 Mio. Dollar erwartet. Der Technologiekonzern IBM (International Business Machines) wird den Spezialisten für Marketing-Software Unica für rund 480 Mio. Dollar übernehmen. Das Unternehmen zählt weltweit mehr als 1.500 Kunden. Die 500 Mitarbeiter von Unica werden nun in die Software Solutions Group von IBM integriert. IBM geben leicht ab. Unica stechen indes mit einem satten Plus von fast 120 Prozent ins Auge.
Der Pharmakonzern Eli Lilly (Eli Lilly and) hat im Zuge einer Gerichtsentscheidung in einem Patentverfahren seine Umsatzprognose für das laufende Fiskaljahr nach unten korrigiert. Ein Bezirksgericht in den USA habe in einem Patentprozess in Zusammenhang mit dem Medikament Strattera gegen Eli Lilly entschieden. Strattera ist zur Behandlung des Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätssyndroms (ADHS) zugelassen. Wie der Konzern ausführte, erwartet man für das Gesamtjahr nunmehr einen Umsatzanstieg im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich, nachdem man hier zuvor ein Umsatzplus im mittleren einstelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt hatte. Auswirkungen auf das Ergebnis je Aktie seien für das laufende Fiskaljahr durch die Gerichtsentscheidung nicht zu erwarten. Eli Lilly verlieren 3 Prozent. (13.08.2010/ac/n/m)