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20.01.2011 16:01

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Wall Street Eröffnung: Verluste, eBay und Morgan Stanley im Blick

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New York (aktiencheck.de AG) - Die US-Börsen präsentieren sich im Donnerstaghandel kurz nach Börsenstart in schwächerer Verfassung. Auf die Stimmung der Anleger drückt eine mögliche weitere geldpolitische Straffung in China. Für die Investoren rückt gleichzeitig aber auch die anlaufende Berichtssaison mehr und mehr in den Fokus. Der Dow Jones verliert derzeit 0,20 Prozent auf 11.801,83 Punkte, während der NASDAQ Composite um 0,61 Prozent auf 2.708,69 Punkte nachgibt. Der S&P 500 verschlechtert sich um 0,33 Prozent auf 1.278,70 Punkte.

Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich nach Angaben des US-Arbeitsministeriums in der Woche zum 15. Januar 2011 verbessert. So verringerte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 37.000 auf 404.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 425.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 445.000 auf 441.000 nach unten korrigiert. In Kürze werden zudem noch Daten zu den Frühindikatoren und den Verkäufen bestehender Häuser für Dezember sowie der Philadelphia Fed Index für Januar erwartet.

Mit Spannung wurden die gestern nachbörslich bekannt gegebenen Zahlen von eBay erwartet. Dabei konnte der Internet-Konzern im vierten Quartal 2010 den bereinigten Gewinn um 17 Prozent steigern und die Erwartungen übertreffen. Zudem überzeugte auch der Ausblick. So belief sich der Nettogewinn auf 559 Mio. Dollar bzw. 42 Cents je Aktie, nach 1,36 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Einmaleffekte steigerte eBay den Gewinn um 17 Prozent auf 684 Mio. Dollar bzw. 52 Cents je Aktie. Die Analysten hatten im Vorfeld ein EPS von lediglich 47 Cents erwartet. Die Umsätze stiegen um 5 Prozent auf 2,50 Mrd. Dollar und lagen damit auch knapp über den Erwartungen. Für das laufende erste Quartal 2011 stellt eBay einen Umsatz von 2,4 bis 2,5 Mrd. Dollar und ein bereinigtes EPS von 44 bis 46 Cents in Aussicht. Die Aktie rückt um 4,5 Prozent vor. Xilinx verlieren 0,9 Prozent an Wert. Der Chip-Hersteller konnte mit seinen Zahlen zum dritten Fiskalquartal 2010/11 einen deutlichen Gewinnanstieg vermelden. Die Gewinnerwartungen wurden übertroffen, während der Umsatz unterhalb der Erwartungen lag. Seagate (Seagate Technology) verzeichnete bei seinen Zahlen zum zweiten Fiskalquartal 2010/2011 einen deutlichen Gewinneinbruch. Auf bereinigter Basis wurden die Analystenerwartungen erfüllt. Der Anteilsschein des Technologiekonzerns verbilligt sich um 5,1 Prozent.

Auch heute gab es bereits wieder diverse Quartalsausweise. So wurden u.a. die jüngsten Ergebnisse von Morgan Stanley veröffentlicht. Die Bank konnte im vierten Quartal mit einem Gewinnanstieg aufwarten. Der Umsatz lag mit 7,81 Mrd. Dollar über dem Vorjahreswert von 6,84 Mrd. Dollar. Beim Nettoergebnis wurde ein den Aktionären zuzurechnender Gewinn von 600 Mio. Dollar bzw. 41 Cents je Aktie ausgewiesen, nach einem Nettogewinn von 376 Mio. Dollar bzw. 29 Cents je Aktie im Vorjahr. Der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft lag im Berichtszeitraum bei 43 Cents (Vorjahr: 18 Cents). Analysten hatten zuvor ein EPS von 35 Cents bei Umsatzerlösen von 7,35 Mrd. Dollar erwartet. Die Aktie rückt um 1,3 Prozent vor. Marshall & Ilsley (MarshallIlsley) verlieren 0,7 Prozent an Wert. Die Bank konnte ihren Verlust im vierten Quartal halbieren, was mit deutlich geringeren Rückstellungen für Kreditausfälle zusammenhing. Die Erwartungen wurden aber verfehlt. Union Pacific geben um 3,2 Prozent nach. Die Eisenbahngesellschaft konnte im vierten Quartal 2010 ein Plus bei Umsatz und Gewinn ausweisen und die Erwartungen schlagen. So erhöhten sich die Umsatzerlöse um 17 Prozent auf 4,41 Mrd. Dollar. Zudem kletterte der Nettogewinn um 41 Prozent auf 775 Mio. Dollar bzw. 1,56 Dollar pro Aktie. Analysten hatten durchschnittlich lediglich ein EPS von 1,48 Dollar und Umsätze von 4,35 Mrd. Dollar prognostiziert.

Freeport-McMoRan Copper & Gold (Freeport-McMoRan CopperGold) verlieren 4,4 Prozent an Wert. Der Minenbetreiber erzielte im vierten Quartal 2010 dank steigender Gold- und Kupferpreise einen Gewinnanstieg. Mit seinen Zahlen zum ersten Quartal konnte Johnson Controls die Erwartungen übertreffen. So steigerte der Spezialist für Innenraumkomfort, Gebäudeeffizienz und Energielösungen seinen Gewinn leicht. Zurückzuführen war dies auf ein zweistelliges Umsatzwachstum in allen drei Geschäftsbereichen. Zudem wurde die Jahresplanung erhöht. Die Aktie gibt um 4,1 Prozent nach. UnitedHealth Group konnte ferner im vierten Quartal dank höherer Prämieneinnahmen einen Gewinnanstieg ausweisen. Der Titel verschlechtert sich um 0,7 Prozent. Tyco Electronics profitierte von der Erholung der US-Automobilindustrie und konnte Umsatz und Ergebnis im ersten Geschäftsquartal verbessern. Die Aktie gibt um 3,4 Prozent nach. Fairchild Semiconductor (Fairchild Semiconductor International) verbilligen sich um 6,5 Prozent. Der Halbleiterhersteller wies im vierten Quartal dank höherer Umsatzerlöse einen Gewinnanstieg aus. Rockwell Collins konnte ebenfalls im ersten Geschäftsquartal (per 31. Dezember) einen Umsatz- und Ergebniszuwachs ausweisen und damit die Erwartungen erfüllen. Der Anteilsschein des Mischkonzerns legt um 0,4 Prozent zu.

Southwest Airlines (Southwest Airlines) verbilligen sich um 0,1 Prozent. Die Fluggesellschaft teilte heute mit, dass ihr Gewinn im vierten Quartal wegen höheren Umsätzen gestiegen ist. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis erfüllt. PNC Financial (PNC Financial Services Group) geben derweil um 1,9 Prozent nach. Die größte Bankgesellschaft im US-Bundesstaat Pennsylvania musste im vierten Quartal einen Gewinnrückgang hinnehmen. Zurückzuführen war dies vor allem auf rückläufige Umsätze. Die Erwartungen konnten jedoch übertroffen werden. Schließlich rückt die Aktie von Wendy`s/Arby`s (Wendys/Arbys Group) um 4,9 Prozent vor. Der Fast-Food-Konzern erklärte, dass er derzeit strategische Alternativen für die Arby`s Restaurant Group in Betracht zieht, darunter auch ein Verkauf der Schnellrestaurantkette. (20.01.2011/ac/n/m)

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