New York (aktiencheck.de AG) - Belastet von schwachen Arbeitsmarktdaten hat die Wall Street mit Verlusten eröffnet. Der Dow Jones Industrial Average (ISIN US2605661048/ WKN 969420) sackt kurz nach Handelsstart um 0,41 Prozent ab auf 10.631,62 Zähler. Der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) büßt daneben 0,47 Prozent ein auf 1.120,52 Stellen. Für den Nasdaq Composite (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) geht es um 0,49 Prozent nach unten auf 2.281,91 Punkte.
Wie das Arbeitsministerium in Washington bekannt gab, hat sich die Arbeitsmarktsituation in den USA im Juli verschlechtert. Demnach fiel die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft um 131.000 Personen gegenüber dem Vormonat. Volkswirte hatten nur einen Stellenabbau um 87.000 Beschäftigte erwartet. Die Arbeitslosenquote verharrte unterdessen bei 9,5 Prozent. Volkswirte hatten mit einem Anstieg auf 9,6 Prozent gerechnet. Die durchschnittlichen Stundenlöhne stiegen um 0,2 Prozent. Hier waren Volkswirte von einem Zuwachs um 0,1 Prozent ausgegangen.
Der Lebensmittelkonzern Kraft Foods hat am Vorabend die Geschäftszahlen für das zweite Quartal veröffentlicht. Infolge der Cadbury-Übernahme konnte ein deutlicher Umsatzsprung erzielt werden. Der Umsatz lag bei 12,25 Mrd. Dollar, was einem Plus von 25,3 Prozent entspricht. Der Nettogewinn konnte auf 937 Mio. Dollar zulegen, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen Nettogewinn von 829 Mio. Dollar ausgewiesen hatte. Das bereinigte EPS wurde mit 60 Cents je Aktie angegeben. Analysten hatten zuvor ein EPS von 52 Cents sowie einen Umsatz von 12,33 Mrd. Dollar erwartet. Im Anschluss bestätige der Nahrungsmittelkonzern seine Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2010. Der Wert kann kurz nach Handelsstart um 2,3 Prozent vorrücken.
Wie der Versicherungskonzern AIG (American International Group) bekannt gab, musste er im zweiten Quartal einen deutlichen Verlust ausweisen. Der Nettoverlust lag bei 2,66 Mrd. Dollar, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen Nettogewinn von 1,82 Mrd. Dollar verzeichnet hatte. Um zahlreiche negative Einmaleffekte bereinigt verzeichnete AIG einen Gewinn in Höhe von 1,99 Dollar je Aktie. Bei den Nettoprämieneinnahmen wurde ein Rückgang auf 7,79 Mrd. Dollar verzeichnet, was einem Minus von 3,5 Prozent entspricht. Analysten hatten zuvor ein EPS von 99 Cents erwartet. AIG gewinnen 4,4 Prozent. Anteile des Hypothekenanbieters Fannie Mae (Federal National Mortgage Association (Fannie Mae)) sacken um 3 Prozent ab. Nach einem milliardenschweren Verlust im zweiten Quartal muss das Unternehmen erneut staatliche Hilfen in Anspruch nehmen. Wie am Vorabend bekannt wurde, hat Fannie Mae im Berichtszeitraum einen Nettoverlust nach Anteilen Dritter in Höhe von 3,13 Mrd. Dollar erlitten, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen Nettoverlust von 15,17 Mrd. Dollar verzeichnet hatte. Ohne die Berücksichtigung von Zinszahlungen in Zusammenhang mit der Inanspruchnahme von staatlichen Finanzhilfen lag der Nettoverlust nach Anteilen Dritter bei 1,22 Mrd. Dollar. Die Umsatzerlöse verringerten sich auf 4,50 Mrd. Dollar, nach 5,59 Mrd. Dollar im Vorjahr. Angesichts des jüngsten Verlusts hat Fannie Mae weitere Staatshilfen in Höhe von 1,5 Mrd. Dollar beantragt.
Der kanadische Automobilzulieferer Magna International konnte im zweiten Quartal dank deutlich höherer Umsatzerlöse wieder einen Gewinn ausweisen. Die Erlöse stiegen um 63 Prozent auf 6,05 Mrd. Dollar. Beim Nettoergebnis wurde ein Gewinn von 293 Mio. Dollar bzw. 2,59 Dollar je Aktie ausgewiesen, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen Nettoverlust von 205 Mio. Dollar bzw. 1,83 Dollar je Aktie verzeichnet hatte. Analysten hatten zuvor ein EPS von 1,46 Dollar sowie einen Umsatz von 5,41 Mrd. Dollar erwartet. Magna legen fast 6 Prozent zu.
Activision Blizzard (Activision Blizzard) verlieren knapp 7 Prozent. Der Computerspiele-Hersteller hat am Donnerstagabend die Zahlen für das zweite Quartal gemeldet, wobei die Erwartungen verfehlt wurden. Der Ausblick hat ebenfalls enttäuscht. Für Sotheby's (Sothebys) geht es um annähernd 6 Prozent nach oben. Das Auktionshaus hat zuvor Zahlen zum zweiten Quartal veröffentlicht. Dabei wurden ein Umsatz- und Gewinnsprung erzielt und die Erwartungen geschlagen. (06.08.2010/ac/n/m)