New York (www.aktiencheck.de) - Nachdem sich die US-Leitindizes gestern mit Abschlägen in den Feierabend verabschiedet hatten, weisen sie am letzten Handelstag der Woche kurz nach Eröffnung angesichts enttäuschender Arbeitsmarktdaten ebenfalls rote Vorzeichen aus. Der Dow Jones verliert aktuell 0,93 Prozent auf 12.776,25 Zähler. Der NASDAQ Composite präsentiert sich mit einem Minus von 0,94 Prozent bei 2.948,25 Zählern, während der S&P 500 derzeit einen Abschlag von 0,97 Prozent auf 1.354,38 Punkte zeigt.
Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, hat sich die US-Arbeitsmarktsituation im Juni 2012 zwar weiter verbessert, jedoch deutlich weniger als erwartet. So erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft gegenüber dem Vormonat um 80.000. Volkswirte hatten einen Stellenaufbau um 100.000 Beschäftigte erwartet, nach einem Anstieg um revidiert 77.000 im Mai. Bereinigt um Beschäftigte im Staatsdienst stieg die Beschäftigtenzahl um 84.000, nach einem Zuwachs von revidiert 105.000 im Vormonat. Hier hatte die Prognose auf ein Plus von 105.000 gelautet. Ferner verharrte die Arbeitslosenquote bei 8,2 Prozent, nachdem sie im Vormonat schon bei 8,2 Prozent gestanden hatte. Volkswirte hatten mit einem unveränderten Stand von 8,2 Prozent gerechnet.
Unternehmensseitig befindet sich heute Dynegy im Blick. Der unabhängige Stromerzeuger meldete, dass er Gläubigerschutz nach Chapter 11 beantragt hat. Den Angaben zufolge wurde der Antrag bei demselben New Yorker Gericht eingereicht, das bereits mit dem laufenden Gläubigerschutz-Verfahren der Tochtergesellschaft Dynegy Holdings LLC betraut ist. Der jüngste Schritt soll die Umsetzung von Maßnahmen vereinfachen, die in einer erzielten Einigung zwischen Dynegy, Dynegy Holdings bzw. bestimmten Dynegy-Schuldnern und den Hauptgläubigern geplant sind. So soll die Muttergesellschaft Dynegy mit der Tochter Dynegy Holdings zusammengelegt werden, wobei die Gläubiger dann 99 Prozent der Anteile des fusionierten Unternehmens halten würden. Die Einigung ist bereits vom Gericht genehmigt worden. Aktien von Dynegy schlossen zuletzt bei 0,59 US-Dollar.
Papiere von KKR (KKRCo LP Partnership Units) tendieren zurzeit 1,3 Prozent leichter. Die deutsche WMF (WMF Wuerttembergische Metallwarenfabrik) teilte mit, dass die Blitz 12-463 GmbH (künftig Finedining Capital GmbH), eine Gesellschaft des US-Finanzinvestors, mit der Crystal Capital GmbH, einer Beteiligungsgesellschaft des von der Capvis Equity Partners AG beratenen Fonds Capvis Equity II L.P., einen Aktienkaufvertrag geschlossen hat, nach dem sie insgesamt 4.887.555 WMF-Stammaktien (ca. 52,37 Prozent der WMF-Stammaktien) zu einem Preis von 47,00 Euro je WMF-Stammaktie erwerben wird. Der Vollzug des Aktienkaufvertrags steht unter bestimmten aufschiebenden Bedingungen, u.a. der Freigabe durch die zuständigen Kartellbehörden.
Schließlich verkündete die Bank of New York Mellon , dass sie einen Vergleich hinsichtlich einer zuletzt bei einem Gericht in Oklahoma eingereichten Sammelklage erzielt hat. Den Angaben zufolge bezieht sich die durch CompSource Oklahoma eingereichte Klage auf Verluste aus Wertpapiergeschäften im Zusammenhang mit der Sigma Finance Inc. Der Vergleich bedarf noch der gerichtlichen Zustimmung. Der Konzern wird im zweiten Quartal eine Sonderbelastung in Höhe von 210 Mio. US-Dollar nach Steuern verbuchen. Darin spiegelt sich zum Teil die erwartete Zahlung in Höhe von 280 Mio. US-Dollar in Zusammenhang mit dem Sigma-Vergleich wider. Titel der Bank of New York Mellon geben momentan ein halbes Prozent nach. (06.07.2012/ac/n/m)