New York (aktiencheck.de AG) - Die Wall Street ist nach schwachen US-Konjunkturdaten und der Senkung der Prognose von Hewlett-Packard mit negativen Vorzeichen in den Dienstaghandel gestartet. Der Dow Jones verliert derzeit 0,54 Prozent auf 12.480,11 Punkte, während der NASDAQ Composite um 0,52 Prozent auf 2.767,80 Zähler nachgibt. Der S&P 500 fällt um 0,36 Prozent auf 1.324,67 Punkte.
Die US-Wohnbaubeginne wiesen im April 2011 nach Angaben des US-Handelsministeriums einen saisonbereinigten Rückgang gegenüber dem vorangegangenen Monat aus. So belief sich die Zahl auf 0,523 Millionen Baubeginne. Damit wurden das revidierte Vormonatsniveau von 0,585 (vorläufig: 0,549) Millionen um 10,6 Prozent verfehlt. Volkswirte waren von einer Zahl von 0,563 Millionen Baubeginnen ausgegangen. Die Baugenehmigungen verzeichneten indes in den USA im April 2011 einen saisonbereinigten Rückgang. So wurden auf annualisierter Basis insgesamt 0,551 Millionen Baugenehmigungen für Privathäuser erteilt. Damit wurde das revidierte Vormonatsniveau von 0,574 (vorläufig: 0,594) Millionen um 4,0 Prozent verfehlt. Volkswirte hatten im Vorfeld mit 0,590 Millionen Genehmigungen gerechnet. Des Weiteren ist die US-Industrieproduktion im April 2011 nach Angaben der U.S. Federal Reserve Bank unverändert geblieben. So lag der Produktionsausstoß der Fabriken, Bergwerke und Energieversorger exakt auf dem Vormonatsniveau, während er im März um 0,7 Prozent gestiegen (vorläufig: +0,8 Prozent) war. Volkswirte hatten einen um 0,5 Prozent höheren Output prognostiziert. Zudem verringerte sich die Kapazitätsauslastung der US-Industrie auf 76,9 Prozent, während die Prognose auf 77,7 Prozent gelautet hatte. Im Vormonat hatte die Auslastung bei revidiert 77,0 (vorläufig: 77,4) Prozent gelegen.
Die Berichtssaison neigt sich zwar bereits dem Ende zu, heute ließen allerdings noch einmal einige Hochkaräter in ihre Bücher blicken. Wal-Mart Stores wartete im ersten Quartal dank höherer Umsatzerlöse mit einem Gewinnplus auf. So lag der Umsatz im Berichtszeitraum mit 103,42 Mrd. US-Dollar über dem Vorjahreswert von 99,10 Mrd. US-Dollar. Inklusive Mitgliedsbeiträgen und anderen Erlösen lag der Gesamtumsatz bei 104,19 Mrd. US-Dollar, nach zuvor 99,81 Mrd. US-Dollar. Beim Konzerngewinn wurde ein Anstieg auf 3,40 Mrd. US-Dollar bzw. 97 Cents je Aktie ausgewiesen, nach zuvor 3,30 Mrd. US-Dollar. Der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft lag bei 98 Cents je Aktie. Analysten hatten zuvor ein EPS von 95 Cents bei Umsatzerlösen von 103,02 Mrd. US-Dollar erwartet. Die Aktie des weltgrößten Einzelhandelskonzerns rückt um 0,3 Prozent vor.
Hewlett-Packard (Hewlett-Packard (HP)) hat im zweiten Quartal den Umsatz und den Nettogewinn gesteigert. So lag der Umsatz mit 31,63 Mrd. US-Dollar über dem Vorjahreswert von 30,85 Mrd. US-Dollar. Unter dem Strich wurde beim Nettogewinn ein Anstieg auf 2,30 Mrd. US-Dollar bzw. 1,05 US-Dollar je Aktie ausgewiesen, nach zuvor 2,20 Mrd. US-Dollar. Vor Einmaleffekten hatte der bereinigte Gewinn je Aktie bei 1,24 US-Dollar je Aktie gelegen. Analysten hatten zuvor ein EPS von 1,21 US-Dollar sowie einen Umsatz von 31,54 Mrd. US-Dollar erwartet. Für das laufende Fiskaljahr erwartet der Hardwarehersteller einen Umsatz von 129 bis 130 Mrd. US-Dollar, sowie einen bereinigten Gewinn je Aktie von mindestens 5,00 US-Dollar. Zuletzt hatte der Konzern hier einen Umsatz von 130 bis 131,5 Mrd. US-Dollar sowie ein bereinigtes EPS von 5,20 bis 5,28 US-Dollar in Aussicht gestellt. Analysten sehen hier ein EPS von 5,24 US-Dollar sowie einen Umsatz von 130,29 Mrd. US-Dollar. Die Aktie verschlechtert sich um 6,7 Prozent. Home Depot verteuern sich indes um 2,2 Prozent. Die weltgrößte Baumarktkette steigerte ihren Gewinn im ersten Quartal um 12 Prozent, obwohl der Umsatz aufgrund eines schwachen Starts in die Frühjahrssaison leicht rückläufig war. Die Ergebniserwartungen wurden damit geschlagen, während die Umsatzschätzungen verfehlt wurden. Zudem hat der Konzern seinen Jahresausblick erhöht. Der Nettogewinn belief sich auf 812 Mio. US-Dollar bzw. 50 Cents pro Aktie, nach 725 Mio. US-Dollar im Vorjahr. Der Umsatz lag mit 16,82 Mrd. US-Dollar um 0,2 Prozent unter dem Vorjahreswert. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 49 Cents je Aktie und einem Umsatz von 17,02 Mrd. US-Dollar ausgegangen.
Daneben rücken Saks um 4,2 Prozent vor. Der Einzelhandelskonzern konnte im ersten Quartal einen deutlich größeren Gewinn erwirtschaften. Dabei profitierte man von Kostensenkungen und einem Umsatzwachstum. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis knapp geschlagen. Schließlich geben TJX (TJX Cos) um 3,2 Prozent nach. Die Bekleidungskette musste im ersten Quartal einen Gewinnrückgang hinnehmen, was mit der Schließung der A.J. Wright Filialen zusammenhängt. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis verfehlt. Indes wurde die Jahresprognose angehoben. (17.05.2011/ac/n/m)